Sicherheitssteuerung

Sicherheits-Kompaktsteuerung mit vorkonfigurierten Applikationsprogrammen

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Vier Applikationsprogramme decken die meisten Fälle ab

Um dem Anwender diese Arbeit so einfach wie möglich zu gestalten, liefert Schmersal die neue Sicherheits-Kompaktsteuerung in vier Grundkonfigurationen oder Applikationsprogrammen, die rund 80 Prozent aller Anwendungsfälle abdecken und nur noch die Parametrierung von wenigen individuell einzustellenden Funktionen (wie z.B. Stop 0- und Stop 1-Kategorie, Querschlussüberwachung, Entprellzeiten, Abfallverzögerungszeiten etc.) erfordern.

Zudem können Funktionen wie die freie Zuweisung von Rückführkreisen (EDM), An-lauftestung, zyklische Testung, Auto-Start, manueller Start etc. einfach aktiviert und deaktiviert werden. Die zur Auswahl stehenden Programme sind in der Betriebsanleitung klar beschrieben; mit ihrer Hilfe lässt sich Protect Select ähnlich einem Sicherheits-Relaisbaustein einfach verdrahten.

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  • Programm 1 — für zusätzliche Betriebsarten:Das Applikationsprogramm 1 bietet die Anschlussmöglichkeit von bis zu vier zweikanaligen Sicherheits-Schaltgeräten, die jeweils mit Hilfe von Betriebsartenwahlschaltern und Zustimmungsschaltern überbrückt werden können. Das Programm eignet sich also für Gefahrenbereiche, in denen zusätzliche Betriebsarten wie „Einrichtbetrieb“ und „Prozessbeobachtung“ die Abläufe etwa beim Einrichten oder bei der Störungsbeseitigung erleichtern. Dies ist bei vielen Werkzeugmaschinen der Fall, aber z.B. auch bei Verpackungsmaschinen. Die Maschinenrichtlinie sieht ausdrücklich derartige Betriebsarten vor und nennt die Voraussetzungen, unter denen die Maschine mit geöffneter Schutztür betrieben werden kann.
  • Programm 2 – ein Arbeitsplatz mit zwei Sicherheitsbereichen:Für Maschinen, die Arbeitsplätze mit zwei getrennten Sicherheitsbereichen haben, wurde Applikationsprogramm 2 entwickelt. Im oberen Bereich der Maschine befindet sich dann beispielsweise der Arbeitsraum, in dem Werkstücke bearbeitet, montiert oder verpackt werden. Der untere Bereich, in dem die Materialzuführung und die Antriebseinheiten untergebracht sind, muss nur zu Wartungszwecken geöffnet, aber ebenso durch ein Sicherheits-Schaltgerät überwacht werden. Damit bietet sich hier die Möglichkeit, alle Sicherheitsfunktionen für beide Sicherheitsbereiche mit einem einzigen Steuerungsbaustein zu überwachen – mit bis zu drei Sicherheits-Schaltgeräten pro Sicherheitsbereich. Für jeden Bereich ist eine eigene Start/ Reset-Funktion sowie ein eigener Rückführkreis (EDM) vorgesehen. Der zusätzliche übergeordnete Not-Halt verfügt über eine eigene Reset-Funktion.
  • Programm 3 – komplexe Sicherheitsbereiche mit bis zu sechs Schaltgeräten: Über das Applikationsprogramm 3 können die Signale von bis zu sechs Sicherheits-Schaltgeräten ausgewertet werden. Es bietet zudem die Möglichkeit, einem der Sicherheits-Schaltgeräte eine separate Reset-Funktion zuzuordnen. Damit lassen sich auch komplexe Sicherheitsbereiche, die über mehrere Sicherheits-Schaltgeräte überwacht werden, komfortabel konfigurieren.
  • Programm 4 – Muting-Anwendungen:Das Applikationsprogramm 4 wurde speziell für optoelektronische Schutzeinrichtungen konfiguriert, die eine Muting-Funktion bieten. Dann wird der Materialtransport in einen Gefahrenbereich hinein (oder aus ihm heraus) gewährleistet, ohne dass die Maschine angehalten werden muss. Die Schutzeinrichtung wird dann automatisch und zeitlich begrenzt überbrückt, und die Maschine arbeitet sicher und mit hoher Produktivität.

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