Antriebssysteme Siemens übernimmt Antriebstechnik von Ebm-Papst

Quelle: Siemens/EBM-Papst 2 min Lesedauer

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Die Siemens AG hat eine Vereinbarung über den Kauf des Geschäfts für industrielle Antriebstechnik (IDT) von EBM-Papst unterzeichnet, wie der Konzern meldet.

Am EBM-Papst-Standort in St. Georgen werden u. a. „intelligente“ Antriebe für fahrerlose Transportsysteme gefertigt. Nun kauft der Siemens-Konzern die Sparte auf.(Bild:  Ebm-Papst)
Am EBM-Papst-Standort in St. Georgen werden u. a. „intelligente“ Antriebe für fahrerlose Transportsysteme gefertigt. Nun kauft der Siemens-Konzern die Sparte auf.
(Bild: Ebm-Papst)

Die Sparte industrielle Antriebstechnik (IDT) von EBM-Papst mit rund 650 Mitarbeitern umfasst „intelligente“, integrierte mechatronische Systeme im Schutzkleinspannungs-Bereich sowie innovative Fahrlenksysteme, die in frei beweglichen, fahrerlosen Transportsystemen (FTS) zum Einsatz kommen. Die geplante Akquisition soll das Siemens-Xcelerator-Portfolio ergänzen und die Position von Siemens als führender Anbieter von Möglichkeiten für die flexible Fertigungsautomatisierung stärken, so heißt es in der Begründung. Neue Märkte sollen erschlossen und weitere Geschäftspotenziale gehoben werden.

Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und CEO von Digital Industries sagt: „Das innovative Portfolio von EBM-Papst an mechatronischen Antriebssystemen und seine hochqualifizierten Mitarbeitenden passen hervorragend zu Siemens. Wir erschließen uns mit dieser Akquisition neue Geschäfts- und Kundenpotenziale in dem schnell wachsenden Markt intelligenter, batteriebetriebener Antriebslösungen in der Intralogistik sowie mobiler Roboterlösungen."

Verkauf an Siemens bis Mitte 2025 geplant

Die IDT-Produkte von EBM-Papst unterstützen die Automatisierung und Digitalisierung von Fertigungsabläufen. Die Akquisition von Siemens ist eine Ergänzung des Siemens-Xcelerator-Portfolios. Durch ihren Einsatz in mobilen Robotern und fahrerlosen Transportfahrzeugen sowie bei der Automatisierung von Hilfsprozessen, wie dem Umrüsten von modernen Produktionsmaschinen, sind sie ein wichtiger Hebel für mehr Flexibilität und Produktivität. Deshalb wird in diesem Marktsegment hohes Wachstum erwartet. Die Transaktion soll bis Mitte 2025 abgeschlossen sein und unterliegt den erforderlichen außenwirtschaftlichen und fusionskontrollrechtlichen Freigaben. Das IDT-Geschäft von EBM-Papst befindet sich an den deutschen Standorten St. Georgen und Lauf an der Pegnitz sowie dem rumänischen Oradea. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Laut EBM-Papst werden die rund 650 Mitarbeiter des Geschäftsbereichs IDT in St. Georgen, Lauf an der Pegnitz und im rumänischen Oradea von Siemens nach Abschluss der Transaktion übernommen. Der Betriebsrat sei frühzeitig in alle Planungen einbezogen worden und unterstütze das Projekt. Die Antriebe der industriellen Antriebstechnik, die derzeit noch im St. Georgener Werk Hagenmoos gefertigt werden, sollen nach Oradea verlagert werden, sodass das Werk in St. Georgen zukünftig ausschließlich Lüfterkomponenten produziert.

Konzentration auf Luft- und Heiztechnik

„Der Verkauf von IDT erfolgt im Rahmen der konsequenten Umsetzung der seit 2022 eingeführten Unternehmensstrategie ‚Gemeinsam Zukunft machen‘. Mit dieser Strategie will sich EBM-Papst auf das Kerngeschäft Luft- und Heiztechnik konzentrieren und die Transformation des Unternehmens hinsichtlich Nachhaltigkeit und Digitalisierung sowie den internationalen Ausbau forcieren“, sagt Dr. Klaus Geißdörfer, CEO der EBM-Papst Gruppe.

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