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3D-Druck Siemens für erste 3D-gedruckte Turbinenschaufel ausgezeichnet

Redakteur: Juliana Pfeiffer

Siemens hat von der American Society of Mechanical Engineers (ASME) eine Auszeichnung für die ersten erfolgreich im 3D-Druck erstellten und vollständig geprüften Gasturbinen-Laufschaufeln erhalten.

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Siemens wurde von der American Society of Mechanical Engineers (ASME) für seine technische Leistung hinsichtlich der ersten erfolgreich im 3D-Druck erstellten und vollständig geprüften Gasturbinenlaufschaufeln ausgezeichnet.
Siemens wurde von der American Society of Mechanical Engineers (ASME) für seine technische Leistung hinsichtlich der ersten erfolgreich im 3D-Druck erstellten und vollständig geprüften Gasturbinenlaufschaufeln ausgezeichnet.
(Bild: Siemens)

Für die ersten Gasturbinen-Laufschaufeln, die im 3D-Drucker hergestellt wurden, erhielt Siemens bereits den „International 3D Printing Industry Award“ und den unternehmensweiten „Werner von Siemens Award“. Jetzt erhält Siemens dafür den „Emerging Technology Award“ der American Society of Mechanical Engineers (ASME). Ziel ist es, herausragende Beispiele für Leistungen zu würdigen, die die ASME als aufstrebende Technologien bezeichnet: Neue Produkte und Prozesse, die den Durchbruch geschafft haben, marktreif sind und sich anschicken, ihre jeweiligen Branchen zu revolutionieren.

Weltweite Revolution in der Produktentwicklung und -fertigung

Die ASME-Redakteure wählten die Technologien aus jedem der nachfolgenden fünf Fokusbereiche nach dem Ausschlussprinzip aus: fortschrittliche Fertigung, Automatisierung und Robotik, Biotechnologie, saubere Energie und Drucktechnologie. „Mit den Turbinenschaufeln aus dem 3D-Drucker steht Siemens an vorderster Front eines Technologietrends, der eine weltweite Revolution in der Produktentwicklung und -fertigung vorantreibt“, sagte Charla K. Wise, President der American Society of Mechanical Engineers ASME. „Das Magazin "Mechanical Engineering“ freut sich, einen der fünf Emerging Technology Awards an einen führenden Hersteller zu verleihen, und wir danken dem Entwicklungsteam für Turbinenlaufschaufeln aus dem 3D-Drucker, das neue Maßstäbe im Hinblick auf technologische Spitzenleistungen gesetzt hat.“

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Volllast-Turbinenprüfung auf Grundlage der AM-Technologie

Siemens erzielte bereits zu Beginn dieses Jahres einen Durchbruch mit dem Abschluss seiner ersten Volllast-Turbinenprüfung für vollständig auf der Grundlage der Additive-Manufacturing-Technologie (AM) gefertigte Gasturbinen-Laufschaufeln. Das Unternehmen validierte unter Volllastbedingungen erfolgreich mehrere im 3D-Druck entstandene Turbinen-Laufschaufeln in konventioneller Schaufelausführung. Die Schaufeln wurden in diesem Zusammenhang mit 13.000 Umdrehungen pro Minute und Temperaturen von mehr als 1.250 Grad Celsius geprüft. Darüber hinaus prüfte Siemens eine neue Schaufelkonstruktion mit einer komplett neuen und verbesserten internen Kühlgeometrie, die mit Hilfe der AM-Technologie gefertigt wurde.

„Wir sind besonders stolz auf diese Auszeichnung von einer solch renommierten Organisation wie der ASME.“, sagte Jenny Nilsson, die das verantwortliche Projekt-Team leitete. „Ziel des Projektes war es, diese völlig neue Arbeitsweise zu testen und abzubilden. Das Ergebnis bestätigt erneut, dass wir auf dem richtigen Weg zur weiteren Verbesserung unserer Gasturbinentechnologie sind“, erklärte sie.

Additive Manufacturing entwickelt sich zu Schlüsseltechnologie

Das Projektteam arbeitete mit Laufschaufeln, die Siemens in seinem 3D-Druck-Kompetenzzentrum in Finspong (Schweden) und in seinem kürzlich erworbenen Unternehmen Materials Solutions in Worcester (Großbritannien) hergestellt hat. Materials Solutions verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Addititve Manufacturing von Hochleistungsbauteilen für Turbomaschinen. Materials Solutions ist AS9100-zertifiziert und bedient führende Kunden aus der Luft- und Raumfahrtindustrie mit Additive-Manufacturing-Lösungen. Basierend auf seiner Erfahrung in der Luft- und Raumfahrttechnik arbeitet Materials Solutions darüber hinaus für führende Unternehmen der Automobilindustrie und liefert Hochleistungsteile aus Titan- und Nickelsuperlegierungen z.B. auch für den Motorsport. Additive Manufacturing besitzt das Potenzial, sich zu einer Schlüsseltechnologie im Rahmen der Herstellung von Gasturbinenkomponenten zu entwickeln.

Siemens investiert bereits seit ihrer Einführung in diese innovative Technologie und fördert nun die Industrialisierung und Kommerzialisierung dieser Prozesse. Neben den preisgekrönten Turbinenlaufschaufeln nutzt Siemens diese innovative Technologie außerdem. um Brennerspitzen und Brennerdüsen herzustellen und Brennerspitzen zu reparieren. „Additive Manufacturing ist eine der vier zentralen Säulen unserer Digitalisierungsstrategie. Mit unserem kombinierten 3D-Druck-Know-how werden wir die technische Entwicklung und Anwendung in diesem Bereich auch weiter vorantreiben.“

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal konstruktionspraxis.de.

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