Vorsprung bei Patentanmeldungen

Siemens ist Patent-Europameister

| Redakteur: Sariana Kunze

Patent-Europameister: Benoît Battistelli (rechts), Präsident des Europäischen Patentamtes überreicht die Urkunde an Peter Löscher (links), Vorstandsvorsitzender von Siemens. Nach dem Ranking 2011 des Europäischen Patentamts meldete Siemens dort im abgelaufenen Kalenderjahr 2.235 (ohne Osram 1.994) Patente an und erreichte damit Platz 1 in Europa. (Siemens)
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Patent-Europameister: Benoît Battistelli (rechts), Präsident des Europäischen Patentamtes überreicht die Urkunde an Peter Löscher (links), Vorstandsvorsitzender von Siemens. Nach dem Ranking 2011 des Europäischen Patentamts meldete Siemens dort im abgelaufenen Kalenderjahr 2.235 (ohne Osram 1.994) Patente an und erreichte damit Platz 1 in Europa. (Siemens)

Siemens belegt bei den Patentanmeldungen in Europa erneut unangefochten die Spitzenposition. Nach dem heute veröffentlichten Patent Applicant Ranking 2011 des Europäischen Patentamts (EPA) meldete Siemens dort im abgelaufenen Kalenderjahr 2.235 (ohne Osram 1.994) Patente an.

Das ist Platz eins in der europäischen Patentstatistik. Gleichzeitig konnte Siemens den Vorsprung zu den nächstplatzierten Unternehmen ausbauen. „Ich bin sehr stolz auf das Ergebnis – es ist ein Beweis für die Innovationskraft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Innovationen stärken unsere Position im internationalen Wettbewerb und schaffen Arbeitsplätze“, sagte Peter Löscher, Vorsitzender des Vorstands von Siemens. Löscher bekräftigte, dass Siemens auch im laufenden Geschäftsjahr die Investitionen in Forschung und Entwicklung auf hohem Niveau halten werde. Im Geschäftsjahr 2011 hat Siemens knapp vier Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investiert, davon über eine Mrd. Euro in die Entwicklung grüner Technologien.

„Siemens steht beispielhaft für den direkten Zusammenhang von Erfindungen und wirtschaftlichem Erfolg“, sagte EPO Präsident Benoît Battistelli. „Seit der Einführung des Top Applicant Rankings im Jahr 1997 zählte Siemens immer zu den ersten Drei.“ Auch weltweit betrachtet wird Siemens immer innovativer: So stieg die Zahl seiner Erfindungsmeldungen gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent auf 8.600 Erfindungen, das sind fast 40 pro Arbeitstag. Heute meldet im Durchschnitt jeder der knapp 28.000 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung doppelt so viele Erfindungen im Unternehmen an wie noch vor zehn Jahren. Auch die Zahl der daraus entstehenden weltweiten Patenterstanmeldungen ist gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf knapp 4.300 gestiegen – fast 20 pro Arbeitstag. Der Gesamtbestand an erteilten Patenten stieg von 51.300 im Vorjahr auf 53.300.

Wirkungsgrad stellt Weltrekord auf

.Zeugnis dieser Leistung sind die Produkte von Siemens: etwa die neueste Gasturbine, die im Kombibetrieb mit einer Dampfturbine einen Wirkungsgrad von 60,75 Prozent erreichte – das ist der derzeitige Weltrekord. Im Vergleich zum Durchschnitt der derzeit weltweit installierten GuD-Anlagen verbraucht ein Gas- und Dampfturbinen (GuD)-Kraftwerk mit der neuen Siemens-Gasturbine ein Drittel weniger Erdgas pro erzeugter Kilowattstunde und emittiert rund ein Drittel weniger Kohlendioxid. Darüber hinaus zeichnet es sich durch hohe Betriebsflexibilität, kurze Anfahrzeiten und die Möglichkeit zu schnellen Lastwechseln aus. Es kann eine Leistung von 500 Megawatt binnen einer halben Stunde zur Verfügung stellen. Diese Schnellstartfähigkeit ist wichtig, wenn aufgrund der Energiewende immer mehr Wind- und Solaranlagen Strom in die Netze liefern sollen – bei einer plötzlichen Flaute oder Wolken vor der Sonne können dann solche GuD-Kraftwerke schnell einspringen.

Ein weiteres Beispiel für die Bedeutung von Patenten stammt aus der Medizintechnik. Der von Siemens entwickelte Biograph mMR vereint erstmals die zwei gegensätzlichen Technologien Magnetresonanz-Tomographie (MRT) und Positronen-Emissions-Tomographie (PET) in einem einzigen Gerät. Es ermöglicht viel präzisere Aufnahmen von Vorgängen im menschlichen Körper und damit eine zielgenauere Diagnose. Für den Patienten bedeutet das individuellere, schonendere Therapien und bessere Heilungschancen

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