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Stromversorgung Siemens liefert Netzstationen für Hochleistungsteleskop

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Europäische Südsternwarte hat Siemens mit der Fertigung für drei Container-Netzstationen beauftragt. Die Stationen sind auch für die Stromversorgung des Very Large Telescope verantwortlich, dem höchstentwickelten optischen Instrument der Welt.

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Das Very Large Telescope (VLT) in Chile ist Teil des Paranal-Observatoriums und das höchstentwickelte optische Instrument der Welt
Das Very Large Telescope (VLT) in Chile ist Teil des Paranal-Observatoriums und das höchstentwickelte optische Instrument der Welt
(Bild: Jean-Marc Lecleire/PNA/ESO)

Siemens hat von der europäischen Südsternwarte ESO in Chile den Auftrag zur Lieferung und Installation von drei Container-Netzstationen erhalten. Diese Stationen sichern unter anderem die Stromversorgung des Hochleistungsteleskop VLT (Very Large Telescope). Ausgestattet sind sie mit Mittelspannungsschaltanlagen, Niederspannungsschaltanlagen, Trockentransformatoren und Nebensystemen. Das VLT ist das modernste seiner Art und befindet sich auf dem rund 2600 m hohen Berg Cerro Paranal in der Atacamawüste im nördlichen Chile.

Siemens fertigt Netzstationen vollständig im Werk

Das Teleskop ist Teil des Paranal-Observatoriums, das Vorzeige-Observatorium der europäischen bodengebundenen Astronomie und das höchstentwickelte optische Instrument der Welt. Das VLT besteht aus vier Hauptteleskopen mit je 8,2 m Spiegeldurchmesser und vier beweglichen 1,8-Meter Hilfsteleskopen, die alle zu einem großen Teleskop zusammengeschaltet werden können. Betrieben wird das Teleskop von der europäischen Südsternwarte, der europäischen Organisation für astronomische Forschung.

Die Kompaktstationen sind kundenspezifisch vorgefertigte und vorgeprüfte modulare Netzstationen für eine zuverlässige Stromversorgung. In den Kompaktstationen für das European Southern Observatory installiert Siemens Mittelspannungsschaltanlagen vom Typ 8DJH, Niederspannungsschaltanlagen vom Typ Sivacon S8 und Transformatoren.

Siemens fertigt, installiert und prüft die Kompaktstationen vollständig im Werk, um sie anschließend vor Ort zu montieren, anzuschließen und in Betrieb zu nehmen. Laut Herstellerangaben sind sie damit schnell und einfach aufzustellen. Sie sind leicht zu erweitern und nutzen den verfügbaren Raum optimal aus. Dadurch sollen sie eine zeitsparende und wirtschaftliche Alternative zu vor Ort errichteten Stationen darstellen und für vielfältige Anwendungen geeignet sein. Das Volumen des Auftrags beträgt rund 1,2 Millionen Euro.

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