Engineering-Plattformen, Teil 2
Kompletter Workflow von der Entwicklung bis zum Service

Von Ralf Steck, freier Fachjournalist für die Bereiche CAD/CAM, IT und Maschinenbau in Friedrichshafen 3 min Lesedauer

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Total Integrated Automation (TIA) heißt das Siemens-Konzept für die umfassende Digitalisierung vom Feld über die Steuerung bis in die IT. Kernelement und zugehörige Engineeringplattform dieses Konzepts ist das TIA-Portal. Doch die Gesamtlösung reicht weit über die Automatisierung hinaus.

Über die Jahre wurde das TIA-Portal immer weiter angereichert, beispielsweise mit Assistenten, die oft genutzte Prozesse vereinfachen und begleiten, oder aktuell mit dem Siemens Industrial Copilot.(Bild:  Siemens)
Über die Jahre wurde das TIA-Portal immer weiter angereichert, beispielsweise mit Assistenten, die oft genutzte Prozesse vereinfachen und begleiten, oder aktuell mit dem Siemens Industrial Copilot.
(Bild: Siemens)

Unter den in dieser Serie vorgestellten Unternehmen nimmt Siemens aus zweierlei Gründen eine Sonderstellung ein: Das TIA-Portal wurde zum einen schon im Jahr 2010 eingeführt und ist damit Vorreiter in der Branche, zum anderen ist es inzwischen in die Software-Prozesskette eingebunden. Siemens bietet mit NX und Solid Edge zwei CAD-Systeme, in denen Konstrukteure nicht nur Produkte, sondern auch die zugehörigen Fertigungsanlagen entwickeln. NX Mechatronics Concept Designer ermöglicht es, die im CAD-System entwickelten Fertigungsanlagen virtuell und als Hardware-in-the-loop zu entwickeln, zu programmieren, zu simulieren und zu testen. Und nicht zuletzt findet sich im Portfolio Technomatix als Software für den gesamten Bereich von der Prozessdefinition und -planung der digitalen Fabrik über die Simulation und Überprüfung bis zur tatsächlichen Fertigung. Das PLM-System Teamcenter bildet den Datenbackbone der Lösung.

Bisher getrennte Umgebungen kamen zusammen

Das TIA-Portal an sich wurde als Ersatz für eine ganze Reihe von Entwicklungsumgebungen entwickelt, die der Hersteller bis dahin anbot – unter anderem für Steuerungen, Panels und Kommunikations-Bussysteme. Mit ihm kamen nicht nur diese getrennten Umgebungen zusammen, sondern vor allem auch deren Daten – so fiel der Aufwand weg, Daten von einer in die andere Umgebung zu transferieren. Alle Daten stehen für alle Programmierarbeiten zur Verfügung.

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