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EMO 2015 Siemens zeigt Einsatzszenarien für Roboter

Redakteur: Robert Weber

Am Roboter kommt keiner mehr vorbei. Auf der EMO in Italien zeigt Siemens Einsatzszenarien der stählernen Helfer für die Branche. Die Fachpresse erfuhr auf einer Presseveranstaltung dazu noch mehr.

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Die EMO, die wichtigste Messe der Werkzeugmaschinenindustrie, steht vor der Tür und auch der italienische Markt soll jetzt für Industrie 4.0 begeistert werden. Das wünscht sich Siemens. Unter dem Motto „On the way to Industrie 4.0 – Digitalization in Machine Tool Manufacturing“ präsentiert der Industriekonzern der Fachpresse sein Portfolio aus Industriesoftware und Automatisierungstechnik. „Schon heute können Werkzeugmaschinenhersteller und fertigende Betriebe die Chancen der Digitalisierung nutzen und ihre Wettbewerbsfähigkeit durch unsere integrierten Produkte und Lösungen deutlich steigern“, behauptet Dr. Wolfgang Heuring, CEO der Siemens-Geschäftseinheit Motion Control.

Software, Roboter undSteuerungen für die Besucher

Siemens liefert bereits Bestandteile für die „Digital Enterprise“, das digitale Unternehmen, an seine Kunden. Die Digital Enterprise Software Suite von Siemens besteht aus Softwareprodukten für die diskrete Industrie, die alle Anforderungen der industriellen Wertschöpfungskette abdecken: Diese Software-Suite verfügt über ein Portfolio mit Product Lifecycle Management (PLM)-Software wie NX und Tecnomatix. Ihr Rückgrat ist Teamcenter, eine Digital Lifecycle Management-Lösung. NX ist eine integrierte Lösung für Computer-Aided Design, Manufacturing und Engineering (CAD/CAM/CAE). Tecnomatix ist eine Software-Suite zum entwerfen, planen und simulieren der Digital Factory. In der realen Produktion sind Produkte wie das Manufacturing Execution System (MES) Simatic IT und die CNC-Steuerungen Sinumerik sowie das Simatic S7-Controllerportfolio weltweit bewährt. Mit der Digitalisierung geht eine zunehmende Verzahnung von Prozessen und Anwendungen in der virtuellen und realen Welt einher. So zeigt Siemens, wie Maschinenbauer mithilfe des Integrated Engineering-Ansatzes Entwicklungskosten um bis zu 30 % reduzieren können. Maschinenbetreiber können sich zudem über die Vorteile einer durchgängigen CAD/CAM-CNC-Prozesskette informieren. Mit Sinumerik Integrate for production zeigt Siemens außerdem Lösungen für die Vernetzung von Maschinen sowie deren Anbindung in übergeordnete IT-Systeme. Auch für werkstattorientierte Betriebe, die erste Schritte in Richtung Digitalisierung gehen wollen, hat Siemens mit Smart Operation ein Angebot entwickelt. Ein weiterer Schwerpunkt von Siemens auf der diesjährigen EMO sind automatisierte Zellen: An Werkzeugmaschinen angebundene Roboter stellen einen wichtigen Bestandteil einer automatisierten Zelle dar. Gemeinsam mit Kuka werden Lösungen für die Anbindung von Handlings- sowie von Bearbeitungsrobotern gezeigt. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Werkzeugmaschine mit ihrer Steuerung. So präsentiert Siemens technologische Neuheiten der Sinumerik 840D sl und Sinumerik 828D für bessere Zerspanungsergebnisse.

Roboteranbindung für die additive Fertigung

Auch das Thema Additive Manufacturing ist am Siemens-Stand präsent. Dabei geht es neben der Software NX Hybrid Additive Manufacturing Software für die Programmierung und Simulation des Materialauf- und -abtrags auch um Sinumerik-Steuerungen an hybriden Maschinen, die additive und subtraktive Technologien kombinieren.„Als einziger Anbieter verfügen wir über eine durchgängige CAD/CAM-CNC-Prozesskette sowie Lösungen für die Vernetzung von Werkzeugmaschinen und übergelagerten IT-Systemen. Diese horizontale und vertikale Integration kombinieren wir mit innovativen Lösungen für die Zerspanung, für die Anbindung von Robotern oder für Additive Manufacturing“, berichtet Heuring stolz und seine Kollege Joachim Zoll, Leiter des Business Segments Machine Tools Systems ergänzte die Ausführungen. Erstes Thema war der Integrated Engineering-Ansatz, der es Maschinenbauern ermöglicht, ihre Maschinen schneller und effektiver zu konstruieren und zugleich flexibler auf individuelle Kundenanforderungen eingehen zu können. Mithilfe von Siemens-Software können Entwickler aus ihren Konstruktionsdaten eine virtuelle Maschine erstellen und deren Funktionsfähigkeit vor der Herstellung und Auslieferung der realen Maschine überprüfen. Bei den Maschinenbetreibern hingegen steht die durchgängige CAD/CAM-CNC-Prozesskette im Fokus. Hier kann die virtuelle Maschine zur Arbeitsvorbereitung genutzt werden. An dem Modell lässt sich prüfen, ob NC-Programme kollisionsfrei und die Syntax der Programme fehlerfrei sind oder wie lange die Bearbeitung an der Maschine dauern wird. „Integrated Engineering bedeutet für Werkzeugmaschinenbauer eine schnellere und flexiblere Entwicklung. Fertigende Unternehmen können Stillstandzeiten verringern, was die Investition in neue Werkzeugmaschinen schneller rentabel macht“, berichtete Zoll.

Die Anbindung der Roboter vereinfacht

Mit digitalen Technologien, etwa vernetzten Maschinen oder innovativen Bedienkonzepten mit Multitouch-Displays und mobilen Endgeräten, lassen sich Arbeitsabläufe in der Fertigung optimieren. Hier zeigt Siemens mit Smart Operation ein zukunftsweisendes Angebot für werkstattorientierte Fertigungsbetriebe. Es umfasst Anwendungen für die Arbeitsvorbereitung am Rechner sowie für eine papierlose Produktion. Anwender können direkt an der Maschine Daten, zum Beispiel PDF- und DXF-Dateien, einsehen sowie Daten im Firmennetzwerk abrufen und bearbeiten. Per Smartphone oder Tablet überwacht das Personal über einen geschützten Webserver den aktuellen Maschinenzustand. „Mit Smart Operation bieten wir werkstattorientierten Fertigungsbetrieben den Einstieg in die Digitalisierung. Noch nie war es so einfach, eine Werkzeugmaschine in den Fertigungsablauf einzubinden und so die Flexibilität und Effizienz zu erhöhen“, erläuterte Zoll. Ein weiterer Schwerpunkt von Siemens auf der Messe ist eine Lösung für automatisierte Zellen. Die Anbindung von Robotern an Werkzeugmaschinen ist hierbei ein wesentlicher Bestandteil. Immer mehr Fertigungsbetriebe verwenden Roboter für Handhabungsaufgaben, um Maschinen zu beschicken oder den Werkstückfluss zu automatisieren. Über die Schnittstelle Run MyRobot/EasyConnect lassen sich Roboter unterschiedlicher Hersteller jetzt auch an die CNC-Steuerung Sinumerik 828D ganz einfach anbinden.

Nur 6 Tage haben die Besucher der EMO Milano, um alle Siemens-Lösungen zu begutachten. Am 5.Oktober 2015 öffnet die Messe ihre Tore.

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