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Energiemanagement Skoda senkt Verbrauch

| Redakteur: Carina Schipper

Der Skoda Energieversorger Sko-Energo feiert sein 20. Gründungsjubiläum. In enger Partnerschaft senkten der Autobauer und sein Energielieferant seit 1995 den Energieverbrauch pro produziertem Fahrzeug um über 50 %. Der Wasserverbrauch in der Fertigung reduzierte sich allein im vergangenen Jahr um 15 %.

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Früher liefen in tschechischen Skoda-Werken viel weniger Fahrzeuge vom Band. Trotz des Produktionsanstiegs senkte der Autobauer den Energieverbrauch.
Früher liefen in tschechischen Skoda-Werken viel weniger Fahrzeuge vom Band. Trotz des Produktionsanstiegs senkte der Autobauer den Energieverbrauch.
(Bild: John Lloyd, CC BY 2.0, flickr.com)

Die zentrale Aufgabe des in Mladá Boleslav angesiedelten Unternehmens besteht in der Versorgung der drei tschechischen Skoda Werke (Mladá Boleslav, Kvasiny und Vrchlabí) mit Strom, Wasser, Wärme, Erdgas sowie Druckluft. Zusätzlich beliefert Sko-Energo Einwohner, Betriebe und Einrichtungen der Stadt Mladá Boleslav mit Fernwärme. „Ohne Energie geht nichts im Automobilbau“, sagt Michael Oeljeklaus, Skoda Vorstand Produktion und Logistik und Aufsichtsratsvorsitzender von Sko-Energo. „Energieeffizienz ist daher ein echter Wettbewerbsvorteil. Mit Sko-Energo ist es uns in den letzten 20 Jahren gelungen, den Energieeinsatz zu optimieren und die Umweltbelastung pro fertiggestelltem Fahrzeug signifikant zu reduzieren. Die von Sko-Energo geleistete, stabile und effiziente Energieversorgung ist Grundlage für unsere tägliche Arbeit, der Erfolg von Skoda ist damit ein Stück weit auch der Erfolg unseres Energiepartners“, so Oeljeklaus.

Die Stückzahl steigt, der Verbrauch sinkt

Von 1995 bis 2014 hat sich die Skoda Fahrzeugproduktion in Tschechien von 208.000 auf rund 600.000 Fahrzeuge pro Jahr fast verdreifacht. Im selben Zeitraum drosselten der Autohersteller und Sko-Energo den Energieverbrauch pro hergestelltem Fahrzeug von 3,9 auf 1,75 MWh. Mit der Umweltstrategie Green Future bündelt Skoda seit Anfang 2013 die Anstrengungen in Sachen Nachhaltigkeit. Das Unternehmen plant die Umweltbelastungen in der Fertigung bis 2018 um nochmals 25 % reduzieren (GreenProduction). Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Produktion konzentrieren sich die Tschechen auf fünf Parameter: Energieverbrauch, Wasserverbrauch, CO2-Ausstoß und Abfallmenge sowie die in der Lackiererei entstehenden VOC-Emissionen (VOC = Volatile Organic Compounds). Bei den Parametern Energie, Wasser und CO2 arbeitet Skdoa mit Sko-Energo zusammen. Durch die ergriffenen Maßnahmen und Programme verzeichnet der Konzern bereits Erfolge. In den Jahren 2010 bis 2015 sank der Energieverbrauch der tschechischen Skoda Werke (MWh pro Fahrzeug) um fast 21 %. Der Wasserverbrauch pro produziertem Fahrzeug liegt 2015 um rund 22 % unter dem Wert von 2010. Die eingesparte Wassermenge entspricht dem stündlichen Wasserdurchfluss der Moldau in Prag. Deutliche Verbesserungen erzielte Skoda im Bereich CO2-Ausstoß pro gefertigtem Wagen, heißt es. Die Werte sanken um fast 44 %. Einen zentralen Beitrag leistete insbesondere der verstärkte Einsatz von Biomasse für die Stromerzeugung im Sko-Energo Heizkraftwerk Mladá Boleslav. Rund ein Drittel der dortigen Stromerzeugung entfällt auf Biomasse (Holzpellets). Auch in der Zukunft will Skoda seine Strategie weiterverfolgen und - entwickeln: „Wir arbeiten konsequent an der Erhöhung der Umweltentlastung und damit an der Verbesserung der wirtschaftlichen Ergebnisse. Bei GreenFuture setzen wir stark auf das Fachwissen und die Unterstützung von Sko-Energo“, sagt Michael Oeljeklaus.

Bild:

John Lloyd, CC BY 2.0, flickr.com

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