Sensorik Smarte Textilien machen Berührungen spürbar

Quelle: Universität des Saarlandes 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Smarte Textilien sollen ermöglichen, mit dem ganzen Körper in die virtuelle Realität einzutauchen und Berührungen am eigenen Leib zu spüren. Eine hauchdünne Folie macht dabei Stoffe zur zweiten, virtuellen Haut.

Doktorandin Sipontina Croce und Student Lukas Roth forschen an Folien, die Textilien neue Fähigkeiten verleihen. Smarte Arbeitshandschuhe werden ebenso möglich wie smarte Uhren, die virtuelle Berührungen spürbar machen.(Bild:  Oliver Dietze/Universität des Saarlandes)
Doktorandin Sipontina Croce und Student Lukas Roth forschen an Folien, die Textilien neue Fähigkeiten verleihen. Smarte Arbeitshandschuhe werden ebenso möglich wie smarte Uhren, die virtuelle Berührungen spürbar machen.
(Bild: Oliver Dietze/Universität des Saarlandes)

Ein Forscherteam hat smarte Textilien entwickelt, die Berührungen auch über große Entfernung spürbar machen können. Laut einer Mitteilung der Universität des Saarlandes entwickelten die Wissenschaftler dafür eine hauchdünne Folie. Schwer kranken Kindern in Isolierstationen soll so die Körpernähe ihrer Eltern bei computersimulierten Besuchen spürbar gemacht werden.

Elastomere als Sensoren und Aktoren

Die Folie ist gerade mal 50 Mikrometer dünn und soll als Schnittstelle zur virtuellen Welt dienen können. Die Forscher nutzen dabei die Folien, sogenannte dielektrische Elastomere, als Sensoren, um die Berührungsbewegungen zu erfassen, und zugleich auch als Aktoren, also Antriebe, um diese Bewegungen weiterzugeben. Die Folie erkennt als Sensor, wie genau Hand und Finger die Folie beim Drüberstreichen eindrücken, eindellen und dehnen, heißt es weiter. Diese Deformation, die durch die Berührungsbewegungen entsteht, imitiert die Folie in einem zweiten Textil auf der Haut des Kindes.

„Die Ober- und Unterseite der Folie sind mit einer leitfähigen, hochdehnbaren Elektrodenschicht bedruckt. Wenn wir hieran eine elektrische Spannung anlegen, ziehen sich die Elektroden durch die elektrostatische Anziehung an und stauchen die Folie, die zur Seite ausweicht und dabei ihre Fläche vergrößert“, sagt Paul Motzki, der die Brückenprofessur „Smarte Materialsysteme für innovative Produktion“ zwischen Universität des Saarlandes und dem Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA) innehat.

Auf der Hannover Messe 2024 demonstriert das Team seine Technologie mit einer „Uhr“, auf deren Rückseite eine smarte Folie angebracht ist. Besucher können die Technologie vom 22. bis 26. April in Halle 2, Stand B10 live erleben.

(ID:49991201)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung