Mikroprozessor-Familie So finden Hersteller von Automatisierungstechnik den passenden Mikroprozessor

Autor / Redakteur: Thomas Mauer* / Ines Stotz

Für Produktentwicklungen in der Automatisierung bietet eine Mikroprozessor-Familie von Texas Instruments jetzt einen skalierbaren Lösungsansatz: Sie hat wichtige Systemkomponenten und Feldbusunterstützung integriert, ist stromsparend und wird in verschiedenen Geschwindigkeitsvarianten angeboten.

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In allen Varianten der Sitara AM335x-Familie ist das 24-Bit LCD mit Touchscreen Interface integriert.
In allen Varianten der Sitara AM335x-Familie ist das 24-Bit LCD mit Touchscreen Interface integriert.
(Texas Instruments)

Neben dem Cortex-A8 Mikroprozessor-Kern sind in allen Derivaten der Sitara AM335x Mikroprozessor-Familie bereits wichtige Systemkomponenten zur Kommunikation mit externer Peripherie integriert: sechs UARTs, zwei CAN Ports, zwei Master/Slave SPI Ports, zwei McASP Ports, drei Master/Slave I2C Ports sowie eine Speicherschnittstelle (GPMC) zur Anbindung externer ASICs, FPGAs und anderen externen Komponenten mit asynchroner und synchroner Schnittstelle.

Für HMI Anwendungen steht zudem ein 24-Bit LCD mit Touchscreen Interface bereit, welches mit einer Auflösung von bis zu 2048 Pixeln einsetzbar ist.

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Für intelligente Motorsteuerungen stellt der Mikroprozessor drei komplementäre PWM Ports mit hochgenauer Auflösung bereit. Selbst langsam drehende Motoren lassen sich damit exakt regeln. Die Regelschleife kann mit Sigma-Delta Wandler (ADC) über den SPI Port und einem der vorhandenen Quadratur-Encoder (QEP) realisiert werden oder alternativ über einen externen Baustein.

Alle bisher genannten Systemkomponenten sind Teil des kleinsten Mitglieds der Sitara-Familie, dem AM3352. Auswahlkriterien für weitere Derivate sind Feldbusanbindung, Graphikbeschleuniger und erforderliche Rechenleistung der industriellen Applikation.

Integrierte Feldbusanbindung

Die Sitara AM335x-Familie unterscheidet sich von anderen Mikroprozessoren durch einen flexiblen Feldbus-Lösungsansatz; in das Industrial Communication Subsystem (ICSS) lässt sich zur Applikationslaufzeit eine Feldbus-Firmware laden.

Die alternativ benötigten ASICs oder FPGAs zur Unterstützung verschiedener Feldbusschnittstellen können somit eingespart werden. Außerdem entscheidet der Gerätehersteller, mit Hilfe der ARM Applikations-Software, individuell welche Feldbusschnittstelle(n) das Produkt unterstützen soll.

TI stellt für verschiedene Sitara Derivate mit ICSS Unterstützung (siehe Tabelle) die Feldbus-Firmware für Profibus DP Slave und Ethercat Slave Controller als Teil des Industrial Software Development Kits zum kostenlosen Download bereit.

Weitere Echtzeit-Ethernet Lösungen für das ICSS, zum Beispiel Profinet IRT, Sercos III, Ethernet/IP und Powerlink befinden sich in der Entwicklung.

Einige der Ethernet-basierten Feldbusse, wie Profinet IO oder Ethernet/IP sind zudem in der Lage über den 2-Port Gbit Ethernet Switch mit der Steuerung zu kommunizieren. Diese benötigen keine ICSS-Unterstützung.

Bei Fragen zur Feldbusunterstützung mit dem AM335x bietet TI Hilfestellung über das Entwicklerforum E2E an.

Mit den zwei integrierten CAN Ports lassen sich bereits bestehende Protokolle, wie CANopen, unterstützen.

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