Energiemonitoring So finden thermische Messsysteme die Energieverschwendung

Autor / Redakteur: Sebastian Grahlow / Sariana Kunze

Die Umsetzung von Energiemonitoringensystemen stellt viele Firmen vor eine Herausforderung. Das Endress+Hauser Kompetenzzentrum für Durchflussmesstechnik begann 2009 mit der Planung und Umsetzung eines Energiemonitoringsystems im eigenen Haus. Mit thermischen Massedurchflussmesssystemen konnten Ineffizienzen identifiziert und Energieverbräuche gesenkt werden. Jetzt ist das Projekt abgeschlossen.

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Energiemonitoring mit akkreditiertem Kalibrierstand nach ISO/IEC 17025:2005 für thermische Massedurchflussmessgeräte bei Endress+Hauser Flowtec.
Energiemonitoring mit akkreditiertem Kalibrierstand nach ISO/IEC 17025:2005 für thermische Massedurchflussmessgeräte bei Endress+Hauser Flowtec.
(Endress+Hauser)

Einen Schritt vor dem anderen. Für die Umsetzung des Energiemonitoring-Projektes von Endress+Hauser Flowtec wurden vorab mehrere Teilaspekte definiert: Messung, Datensammlung, Datenanalyse und Reporting. Ziel sollte es sein Ineffizienzen zu identifizieren und Energieverbräuche zu senken. Neben der technischen Umsetzung wurde ein Teil der Ressourcen in die Schulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter investiert. Um einen vernünftigen Kostenrahmen zu garantieren, beschränkte sich das Projekt auf die Bereiche Druckluft, Argon- und Stickstoffversorgung sowie das Heiz- und Kühlsystem in den Hauptgebäuden. Davon unabhängig sind zusätzlich die Wasserpumpen der Kalibrieranlagen untersucht worden.

Geeignete Messtechnik identifizieren

Einer der ersten Schritte im Projekt war die Identifizierung der besten Messtechnik für die Erfassung der Medienströme. Bewertet wurde nach folgenden Kriterien:

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  • Anschaffungskosten
  • Messgenauigkeit
  • Direkte Ausgabe von Normvolumen
  • Bleibender Druckverlust
  • Geringe Einbauabmessungen
  • Wartungsbedarf des Messsystems

Zur Bewertung wurden die Messtechnologien Coriolis, Vortex, Blenden- bzw. Differenzdruck und Thermisch herangezogen. Messsysteme mit bewegten Bauteilen wie Verdrängerzähler wurden aufgrund der kürzeren Wartungsintervalle nicht berücksichtigt. Im Ergebnis besitzt das thermische Messprinzip die größte Schnittmenge der Bewertungskriterien und kam deshalb bevorzugt zum Einsatz.

Thermisches Messprinzip geht als Sieger hervor

Ein wichtiger Aspekt waren die Anschaffungskosten. Auch wenn Endress+Hauser Flowtec bei Durchflussmessgeräten nah an der Quelle sitzt, müssen Anschaffungskosten und Projektziele zusammenpassen. In diesem Zuge wurden die Hauptmessungen in der Kompressorstation mit dem thermischen Massedurchflussmesssystem vom Typ Proline t-mass 65F ausgestattet. Im Druckluftnetz kam eine Mischinstallation aus Proline t-mass 65F/I und Proline t-mass A/B 150 zum Einsatz. Neben der Messgenauigkeit von 1,5% v. M. verfügt das Gerät über die Eignung für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen. Während der Messstellendefinition im Druckluftnetz hat sich ein Verhältnis von 1:3 bis 1:6 zwischen Hauptmessung und „Submetering“ Messstellen herauskristallisiert. Dieser Wert spiegelt ein typisches Bild vieler Praxisinstallationen wieder.

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