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Antriebstechnik

So helfen Synchronreluktanzmotor und Frequenzumrichter mehr als 50 % Energie zu sparen

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Zusätzliche Sensoren messen Temperatur und Feucht der Abluft

So wurde für den Antrieb des neuen Aspirationsventilators ein 37-kW-Synchronreluktanzmotor von ABB eingebaut, geregelt durch einen ABB-Frequenzumrichter vom Typ ACS880. „Zusätzlich haben wir im System Sensoren beispielsweise für Messung von Temperatur und Feuchte der Abluft eingesetzt, damit der Operateur den idealen Luftdurchsatz über Umrichter nachjustieren kann“, erklärt Borner.

Durch die optimale Zusammenarbeit von der UFA, Bühler und ABB wurde die vorliegende Lösung erst möglich. „Die Zusammenarbeit war sehr konstruktiv und hat von Anfang an reibungslos funktioniert“, führt Patrik Herburger-Rauter aus, Teamleiter Account Management für Motoren und Antriebe bei ABB. „Wenn drei ausgewiesene Spezialisten gleichermaßen zur Lösung beitragen und ihr Fachwissen einbringen, werden beeindruckende Einsparungen möglich.“

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Im Vergleich zum Vorgängersystem 50 % Energieeinsparung

Die Inbetriebsetzung erfolgte zusammen mit einem ABB-Techniker und einem Bühler-Prozessspezialisten im April 2015. Das Ventilationssystem bewährt sich vollauf. Es läuft an fünf bis sechs Tagen die Woche rund um die Uhr, das ganze Jahr. Die gemessenen Resultate überzeugen auf der ganzen Linie: Im Durchschnitt bezieht der Motor vom Umrichter noch eine elektrische Leistung von 14 kW. „Das rechnet sich!“, betont Peter Hofer. „Im Vergleich zum Vorgängersystem sparen wir rund 50 % Energie ein. Bei diesem System sind dies rund 300 MWh. Bei einem ungefähren Preis für Industriestrom von 120 Franken pro MWh macht das 36.000 Franken jährlich. Da amortisiert sich das Antriebspaket schnell. Und die Reduktion der Emission von CO2-Äquivalenten ist beträchtlich.“ Zusätzliche positive Nebeneffekte wie ein reduzierter Kühlbedarf im Steuerschrank, verringerter Platzbedarf und Einsparungen durch die kleinere Größe des Motors sind in dieser Betrachtung noch nicht berücksichtigt.

Trendsetter für Energieeffizienz

Eine weitere Umrüstung auf Synchronreluktanzmotoren erfolgte bereits im UFA-Werk St. Margrethen, zwei weitere werden im Werk in Herzogenbuchsee installiert. „Die UFA kann als Trendsetter für die Energieeffizienz ihrer Anlagen und die energetische Optimierung der Prozesse gelten“, erklärt Viktor Borner. „Ich denke, diese effizienten Systeme werden vom Markt zunehmend nachgefragt, wenn die Investitionskosten mit den gesamten Lebenszykluskosten sauber verrechnet werden. Die Einsparungen sprechen für sich – auch jene der Reduktion des CO2-Ausstoßes eines Betriebs.“

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke MM Maschinenmarkt.

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