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Physiknobelpreis

So hell wie 16 Glühbirnen

| Redakteur: Carina Schipper

Blaues Licht emittierende Dioden - Das ist die Entwicklung, mit der die Japaner Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura in diesem Jahr den Nobelpreis für Physik gewinnen. Die neuen LED sollen hellen und energiesparende Lichtquellen möglich machen.

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Blaue LED-Lichterketten kennt heute jedes Kind.
Blaue LED-Lichterketten kennt heute jedes Kind.
(Bild: F Delventhal unter CC BY 2.0 Lizenz, flickr.com)

Als es den drei Japanern in den 90er Jahren gelang, blaue Lichtstrahlen zu erzeugen, brachten sie eine fundamentale Veränderung der Lichttechnologie ins Rollen. Die Herstellung von weißen Lampen setzt blaues Licht voraus. Blaues Licht kann nur mit Hilfe des Halbleiter Galliumnitrid (GaN) produziert werden. Kleine Kristalle im Inneren der Leuchtdiode senden bei Stromdurchfluss blaue Lichtwellen aus. Die Herstellung dieser Kristalle ist jedoch an komplizierte Verfahren gebunden. Weiße LED strahlen helles Licht aus. Die Spitzenwerte für diese Leuchtmittel liegen bei über 300 lm/W. Zum Vergleich: Um eine solche Helligkeit zu erzielen, braucht es 16 Glühbirnen oder fast 70 Leuchtstofflampen. Zudem lebt eine LED zehn Mal so lange wie beispielsweise eine Leuchtstoffröhre und sogar hundert Mal so lange wie eine Glühbirne. Das Nobel-Komitee würdigte die Forschung von Akasaki, Amano und Nakamura nun mit dem mit 880.000 Euro dotierten Preis. Von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften heißt es: „The invention of the blue LED is just twenty years old, but it has already contributed to create white light in an entirely new manner to the benefit of us all.“

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