Produktionsprozesse So kann die Wertstromanalyse automatisiert werden

Redakteur: Sandro Kipar

Wissenschaftler vom Fraunhofer IPA wollen die Wertstromanalyse digitalisieren. Eine Software soll in Zukunft nahezu in Echtzeit alle relevanten Produktionsdaten sammeln und übersichtlich darstellen.

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Wie lange dauert ein bestimmter Arbeitsschritt? Eine Software soll dies in Zukunft automatisch erfassen und optimieren können.
Wie lange dauert ein bestimmter Arbeitsschritt? Eine Software soll dies in Zukunft automatisch erfassen und optimieren können.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Wie kann in der Produktion ein Prozess optimiert werden? Bisher hatten Unternehmen bei einer Wertstromanalyse auf analoge Lösungen gesetzt. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) will nun gemeinsam mit dem Stuttgarter Software-Anbieter Ifakt die Wertstromanalyse digitalisieren. Laut dem Institut soll dies den Vorgang weniger aufwendig machen.

Dafür soll eine Software sämtliche Produktionsdaten automatisiert und nahezu in Echtzeit aus dem Enterprise-Resource-Planning-System (ERP-System) und anderen verfügbaren Datenquellen abfragen und übersichtlich darstellen, heißt es weiter. Unternehmen könnten so auch schneller auf Änderungen im Produktionssystem eingehen.

„Es bleibt aber erstmal Aufgabe eines professionellen Produktionsplaners, die Wertstromanalyse zu interpretieren und die acht gängigen Gestaltungsregeln auf sie anzuwenden", sagt Markus Böhm von der Abteilung Fabrikplanung und Produktionsmanagement am Fraunhofer IPA. Langfristig könne er sich aber auch vorstellen, dass selbst die Optimierung der Produktionsprozesse eine Software übernimmt.

Das Forschungsprojekt läuft noch bis zum 31. August 2022.

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