DC-Überwachung

So lassen sich Energieerträge im spanischen Solarpark Zuera II langfristig sicherstellen

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Alarmierung bei ungewöhnlichen Abweichungen

Zur Visualisierung und Überwachung der rund 12.000 Werte und Meldungen des Solarparks greift der Betreiber auf das Web-basierte Management-System AXweb+ von Phoenix Contact zurück. AXweb+ stellt die Leistungs- und Wetterdaten der Anlage dar, die der Betreiber entweder lokal über eine Webseite oder via Internet aktuell abrufen kann. So hat er sämtliche relevanten Informationen jederzeit und überall im Blick. Auf der Webseite werden die Leistungen, die jedes einzelne Segment des Solarparks gerade produziert, in einer aussagekräftigen Übersicht angezeigt. Ein Fehlerreport dokumentiert auftretende Ausfälle, während ungewöhnliche Abweichungen direkt durch ein Alarmsystem mitgeteilt und per SMS an das Wartungspersonal gemeldet werden. Zur Fehlerbehebung liegen per Mausklick jederzeit genauere Informationen zum Teilnehmer vor, der die Störung verursacht hat.

Die Messdaten können den jeweiligen Strings im Feld exakt zugeordnet werden, da sie in einer vordefinierten Registertabelle abgelegt sind. Die Tabelle benennt jeden Strommesskanal und jedes Messmodul am Kommunikationsmodul eindeutig. Nach dem Festlegen der Anlagentopologie konnten die Mitarbeiter von Elecnor also einfach abgleichen, welche Messdaten zu welchen Strings im Solarpark gehören.

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Wirtschaftlicher Einsatz von Mitarbeitern und Material

Die DC-Stringüberwachung bildet das Rückgrat der Steuerung und Kontrolle des Solarparks Zuera II. Aufgrund der genauen Messedaten-Zuordnung kann das Wartungspersonal im Fehlerfall die notwendigen Maßnahmen schnell und gezielt einleiten. Auch die Betriebskosten werden langfristig gering gehalten, weil die mit der Instandhaltung betrauten Mitarbeiter und das entsprechende Material wirtschaftlich einsetzbar sind.

Das String-Überwachungssystem Solarcheck hat den Betreiber zudem durch seine Modularität und Effektivität überzeugt. So erweist sich die Auslastung der Messmodule in den 16-String-Geräteanschlusskästen als optimal. Darüber hinaus ist die Energieversorgung der gesamten String-Überwachung effizient umgesetzt worden, denn in den GAK kann auf eine Stromversorgung verzichtet werden. Die Messmodule werden vielmehr über die Kommunikationsverkabelung mit Energie beliefert, die in den jeweiligen Steuerungsboxen bereitgestellt wird.

Die komplette Regelung des Solarparks Zuera II auf Basis eines String-Monitorings und die aussagekräftige Visualisierung der erfassten Werte sorgen dafür, dass die Energieerträge der Grupo Jorge langfristig sichergestellt sind. Die Unternehmensgruppe hat sich wegen der hohen Qualität der Gesamtlösung sowie des umfassenden Supports für Komponenten und Systeme von Phoenix Contact entschieden. Die Mitarbeiter des Automatisierungsspezialisten haben beispielsweise die Inbetriebnahme-Phase durchgehend unterstützend begleitet. Da alle Fragen der am Aufbau beteiligten Unternehmen schnell beantwortet wurden, konnte der Solarpark zeitgerecht in das Stromnetz einspeisen.

* Lotte Ehlers, Produkt Management Monitoring im Bereich Interface; Dipl.-Ing. (FH) Maren Gast, Industry Management Solar im Bereich Industry Solutions, Phoenix Contact Electronics, Bad Pyrmont

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