Blitz- und Überspannungsschutz

So lassen sich Überspannungsschutzgeräte clever überwachen

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Statusinformationen sammeln und verarbeiten

SPDs sind häufig mit Fernmeldekontakten zur Weiterleitung von Statusinformationen ausgestattet. Oft wünschen Anwender eine Sammelmeldung, wenn eines von mehreren Geräten defekt ist. Realisierbar ist dies durch die Reihenschaltung von Fernmeldekontakten. Einige technisch ausgefeiltere SPDs ermöglichen zum Beispiel die Erzeugung von optoelektronischen Sammelmeldungen. Phoenix Contact bietet hier seine Produktfamilie Termitrab complete sowie - für Sammelmeldungen via Hutschienen-integriertem Bus-System - die Produktfamilie Plugtrab IQ.

Manchmal werden SPDs an entlegenen Orten eingesetzt – zum Beispiel bei Wasser-Hochbehältern, Brunnenanlagen oder Pumpstationen. Für solche Anwendungen sind Funk-Modems eine geeignete Option, um Statusinformation an überlagerte Automatisierungs- und Meldesysteme weiterzuleiten.

Anzeige, Weiterleitung und Verarbeitung der Statusinformationen von Überspannungsschutzgeräten erfolgen durch:

  • Lokale Anzeige (Leuchte, Meldetableau),
  • akustische Meldevorrichtung (Hupe, Summer),
  • Eingang einer SPS bzw. eines Automatisierungssystems,
  • Remote-Eingang eines Feldbus-Systems oder eines TCP/IP-basierten Netzwerks,
  • Feld-Multiplexer,
  • Analog-Modem,
  • GSM/GPRS-Funk-Modem (SMS, E-Mail, Smartphone-App, ODP-Protokoll),
  • Trusted Wireless-Netzwerke.

Regelmäßige Prüfung von SPDs

Die regelmäßige Prüfung und Wartung von Blitz- und Überspannungsschutz wird von unterschiedlichen Seiten gefordert. Dazu gehören Gesetzgeber, Aufsichtsbehörden und Berufsgenossenschaften sowie einschlägige DIN-Normen – etwa DIN EN 62305-3 Anhang E.7. Die Prüfintervalle für Sichtprüfungen und für umfassende Prüfungen sind abhängig von der Art der Anlage und den anzuwendenden Blitzschutzklassen gemäß DIN EN 62305-3 Tabelle E.2. Umfassende Prüfungen sind bei Blitzschutzklasse I & II spätestens alle zwei Jahre durchzuführen, bei Blitzschutzklasse III & IV spätestens alle vier Jahre.

Viele SPDs besitzen eine einfache Funktionsanzeige. Einige smarte SPDs verfügen über zusätzliche Überwachungsfunktionen, die eine erweiterte Überwachung und Diagnose ermöglichen. Eine umfassende Prüfung der Geräte, wie in DIN EN 62305-3 gefordert, ist während des laufenden Betriebs einer elektrischen Anlage nicht möglich. Für umfassende elektrische Prüfungen wird daher ein geeignetes Hochspannungs-Prüfgerät benötigt. Die während der Prüfungen gewonnenen Messergebnisse werden dann mit Referenzwerten verglichen und bewertet. Für aussagekräftige Prüfungen müssen SPDs so konstruiert sein, dass eine elektrische Prüfung aller relevanten Bauteile möglich ist.

SPS IPC Drives: Halle 9, Stand 310

* Dipl.-Ing. Holger Heckler, Produkt-Marketing Blitz- und Überspannungsschutz, Business Unit Trabtech, Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg

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