Funktionale Sicherheitstechnik

So machen Safety-Module alte und neue Maschinen rundum sicher

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Vollportalkrane sorgen in Gießereien heute für enorme Arbeitserleichterungen. Sie verladen gefährliche Güter, rot glühende, bis zu 1600 Grad heiße Flüssigmasse oder hunderte Tonnen schwere Lasten; präzise und sicher. Durch die Aufständerung des Krans werden seine Kräfte in der Halle optimal genutzt. Die Kranintelligenz steckt zum großen Teil in ihren Windwerken: Sie sind es, die das positionsgenaue und sachte Anfahren regeln. Ausgestattet sind sie mit Hubwerküberwachungseinheiten, die vor Überlast sichern, mit Hubfrequenzumrichtern, mit einer Frequenzumrichter-Steuerung für die Fahrantriebe und nicht zuletzt mit robusten SIL-Drehgebern am Hubmotor.

Sicherheitstechnik: Starker Einsatz am Portalkran

Weil Portalkrane in Gießereien besonders schwere oder heiße Lasten bewegen, besteht im Umgang höchste Gefahr für Mensch und Maschine. Nach der Arbeitsmittel-Benutzerrichtlinie müssen die elektrischen und hydraulischen Steuerungen der hier im Einsatz befindlichen Maschinen der höchsten Sicherheitsstufe entsprechen. Nach der europäischen Norm EN ISO 13849-1 darf ein Fehler in der Maschinensteuerung nicht zum Verlust der Sicherheitsfunktion führen. Er muss „vor der nächsten Gefahr bringenden Bewegung entdeckt“ und die „Bewegung der Maschine im Fehlerfall sicher gestoppt werden“.

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Und diese Forderungen gelten nicht nur für Neumaschinen, sondern ohne Einschränkung auch für ältere Gebrauchtmaschinen. Erfüllen elektrische und hydraulische Steuerungen diese Anforderung nicht, bleibt nur die Alternative: Umrüsten oder Stilllegen.

Ein zentrales Element des Portalkrans ist die modulare Sicherheitstechnik, die alle elektrischen und hydraulischen Steuersignale verarbeitet. Und weil gerade im Stahlbereich die hohe Maschinenverfügbarkeit zählt, ist hier der Safety-M modular mit einem AS-i Systembus für den Einsatz prädestiniert. Beim Ausfall einzelner Module oder wenn der betroffene Anlagenbereich offline gehen sollte, arbeitet die Zentrale zuverlässig durch. Systemfehler gehören damit der Vergangenheit an.

Safety-M: die Kommunikationsspezialisten

Die Baureihe Safety-M modular ist kommunikativ: Ihre Schnittstellenvielfalt reicht von Feldbussen wie Canopen, Profibus DP, über Industrial Ethernet wie Profinet, Ethercat, Ethernet/IP bis hin zu Profisafe. Trotz ihrer kompakten Bauform bieten schon die Basismodule einiges an Leistung: Bis zu acht Ein- und Ausgänge stehen für unterschiedliche Informationen zur Verfügung.

Zusammen mit den Erweiterungsmodulen lassen sich diese Einsätze jedoch noch erweitern: Das Leistungsspektrum der derzeit 22 Sicherheitsmodule umfasst dabei sichere und Standard Ein- und Ausgänge: für Lichtgitter, Zugangskontrollen, Not-Halt-Taster oder Meldeleuchten, sichere potenzialfreie Relaiskontakte und sichere Drehzahlwächter zur Abdeckung aller Antriebssicherheitsfunktionen mit verschiedenen Geberschnittstellen.

Sicherheit ist kein Produkt

„Safety-M bietet Rundum-Sicherheitslösungen, die mit den Automatisierungsaufgaben mitwachsen, zum bezahlbaren Preis“, fasst Jonas Urlaub zusammen. Dabei eignen sie sich gleichermaßen für die Nach- und Umrüstung von Maschinen wie für deren Neukonzeption.

Safety-M zeigt, dass auch komplexe Automatisierungsaufgaben einfach und ohne viel Programmierung umzusetzen sind. Das macht sie so schnell. Safety-M Module – die übrigens in Zusammenarbeit mit Bihl+Wiedemann entwickelt wurden - entsprechen exakt ihrer Automatisierungsaufgabe und wachsen bei einer Anlagenvergrößerungen mit. Der umfangreiche Kübler Service tut ein Übriges, damit die flexible Aufgabe einfach und unkompliziert gelöst wird. Jonas Urlaub: „Denn gleich wie dezentral oder flexibel das System sein mag: Sicherheitstechnik ist bei Kübler eine Lösung aus verschiedenen Puzzleteilchen. Service und Kundennähe sind darunter zwei ganz entscheidende.“

SPS IPC Drives: Kübler, Halle 7A, Stand 402

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