Rhetorik

So schwingen Sie eine erfolgreiche Weihnachtsansprache

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Mit den Augen sprechen

Ein guter Redner kommuniziert mit seinen Zuhörern - unter anderem, indem er häufig Blickkontakt mit dem Publikum sucht. „Deshalb sollten Sie Ihre Rede so frei wie möglich vortragen“, empfiehlt Ingo Vogel. „Und sprechen Sie die Zuhörer immer wieder persönlich an.“ Vogel schlägt, die Zuhörer mit rhetorischen Fragen „Denken Sie zuweilen auch,...?“ oder „Geht es Ihnen wie mir...?“ einzubinden.

Je kürzer eine Rede ist, umso besser ist sie zumeist. Eine Rede auf einer Weihnachtsfeier sollte maximal zehn, fünfzehn Minuten dauern und höchstens drei Kernbotschaften enthalten. Diesen Merksatz gibt die Hamburger Management- und Kommunikationstrainerin Julia Voss Rednern auf den Weg. Zum Beispiel: Die Arbeitsplätze sind sicher. Unser Unternehmen sieht rosigen Zeiten entgegen. Und: Dass es uns so gut geht, verdanken wir dem Einsatz aller Mitarbeiter. Für das inhaltliche Planen der Rede empfiehlt Sabine Prohaska die Mindmap-Methode. Dazu schreibt man in die Mitte eines Blattes Papier zunächst das Thema oder den Anlass der Rede, zum Beispiel „Weihnachstfeier 2010“. Dann notiert man entlang von Linien, die von diesem Zentrum ausgehen, alles, was einem zum Thema einfällt, etwa Umsatzentwicklung“, „Dank an Mitarbeiter“, „Neue Produkte“. Anschließend wird entlang von Seitenarmen dieser Linie alles notiert, was zu diesen Stichworten passt.

Finale anstreben

Besonders sorgfältig sollten Redner den Anfang und das Ende ihrer Rede planen. Denn wie aufmerksam das Publikum zuhört, hängt weitgehend vom Einstieg ab. Ingo Vogel: „Starten Sie zum Beispiel mit einer Anekdote oder einem Witz“ Ein gelungener Einstieg lässt das Publikum aufhorchen. Danach sollte die Rede wie ein Feuerwerk auf ein großes Finale hinstreben, das dem Publikum in Gedächtnis bleibt. Sicherheit gewinnen Redner vor allem durch eine gute Vorbereitung. Hierzu zählt das laute Üben der Rede. Speziell den Einstieg, das Ende sowie die Übergänge zwischen den einzelnen Passagen sollten Redner so lange üben, bis sie diese im Schlaf aufsagen können.

Andreas Lutz ist Fachjournalist in Darmstadt, www.die-profilberater.de

(ID:366744)