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automation app award 2015 So sehen Sieger aus: Die 3 besten Apps der Automatisierung

| Autor: Sariana Kunze

Auf der SPS IPC Drives 2015 zeichnete elektrotechnik die Gewinner des 4. automation app awards in den Kategorien Engineering, Produktion und Katalog aus. Die drei Sieger überzeugten nicht nur die Fachjury, sondern auch die Leser.

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Erst Blau, dann Grün, dann Violett und jetzt Rot: Der automation app award erscheint jedes Jahr in einem neuen Farb-Gewand.
Erst Blau, dann Grün, dann Violett und jetzt Rot: Der automation app award erscheint jedes Jahr in einem neuen Farb-Gewand.
(Kunze/elektrotechnik)

Die App-Technologie stellt viele Branchen auf den Kopf und verlangt von den Unternehmen ein Umdenken bei ihren Geschäftsmodellen. Apps vereinfachen die Kommunikation und senken die Hürden des Markteintritts eines Unternehmens. Das gilt bis dato vor allem für die B2C-Beziehungen. Allerdings unterscheiden manche Technologiegurus schon heute nicht mehr in B2B- und B2C-Welten, sondern sprechen von B2everyone. Darauf müssen Unternehmen aus der Industrie reagieren. Der neue Rekordstand von 37 Einreichungen für den automation app award zeigt, dass die Unternehmen auf diesen Trend reagieren.

Verleihung automation app award 2015
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Die Sieger stehen fest: elektrotechnik zeichnete auf der SPS IPC Drives 2015 bereits zum vierten Mal die besten Unternehmens-Apps der Automatisierung in den Kategorien Engineering, Produktion und Katalog aus. Neun Apps schafften es durch die Vorauswahl einer fünfköpfigen Fachjury auf die Shortlist. Die Bewertungskriterien für den automation app award speisten sich dabei aus fünf verschiedenen Teilbereichen oder Bewertungsfeldern zusammen. Einen Baustein bildete der Gesichtspunkt und Grad der Originalität. Daneben legte die Jury bei den eingereichten Apps auch Wert auf Nutzer- und Bedienfreundlichkeit der Anwendungen. Des Weiteren stand der Aspekt der Sicherheit mit im Vordergrund. Denn dem sensiblen Umgang mit Daten misst die Jury große Bedeutung bei. Die beiden letzten Konditionen befassten sich mit den Themen Relevanz und Nutzwert. Sie hängen eng miteinander zusammen und stellen die Frage nach der Bedeutung und Eignung für den Sektor der Automatisierungstechnik. In einem ersten Durchgang testete das Bewertungsgremium die Anwendungen der teilnehmenden Firmen hinsichtlich dieser Punkte und erstellte die Shortlist. In der zweiten Wettbewerbsrunde gaben zusätzlich zur Jury auch die Leser der elektrotechnik AUTOMATISIERUNG über ein Online-Voting ihre Meinung zu der verkleinerten Teilnehmergruppe ab.

Die App-Könige der Automatisierung:

Armin Waidele von Rösberg nahm den automation app award in der Kategorie Engineering für die LiveDok.mobile App entgegen.
Armin Waidele von Rösberg nahm den automation app award in der Kategorie Engineering für die LiveDok.mobile App entgegen.
(Kunze/elektrotechnik)

Kategorie Engineering: Die Frima Rösberg GmbH mit der App LiveDOK.mobile. Die App bietet die Möglichkeit, sämtliche Dokumente, Pläne und Unterlagen von industriellen Anlagen digital und in Echtzeit zu verwalten, zu durchsuchen und zu korrigieren – selbst im Ex-Bereich. Änderungen, Ergänzungen und neue Dokumente werden sofort eingespielt und sind für alle Projektbeteiligten sichtbar. Über Wlan lässt sich die Dokumentation mit einem Tastendruck synchronisieren. Gegenüber einer Papierdokumentation kann laut Rösberg bei der Suche nach Dokumenten bis zu ca. 80% der Zeit eingespart werden. Die Jurybegründung: Die App LiveDOK.mobile ist eine Dokumentationssoftware, die auf die Belange der Betriebsbetreuung und Instandhaltung von technischen Anlagen zugeschnitten ist. Diese App stellt das Tor zum Dokumentenmanagementsystem dar und hat einen sehr hohen Nutzwert für die Anwender. Dieses Argument war ein wichtiger Punkt für die Jury und so geht der Award in der Kategorie Engineering an Rösberg.

Mirjana Zivanovic von Mader nahm den automation app award in der Kategorie Produktion für die Leckage-App entgegen.
Mirjana Zivanovic von Mader nahm den automation app award in der Kategorie Produktion für die Leckage-App entgegen.
(Kunze/elektrotechnik)

Kategorie Produktion: Mader GmbH & Co. KG mit ihrer Leckage-App. Mit der App können Druckluftleckagen dokumentiert, priorisiert und ausgewertet werden. Jeder Leckage wird dabei ein QR-Code zugeordnet, der mit der App gescannt und fotodokumentiert werden kann. Nach Erfassung des Messwertes der Leckage in der App ist sofort ersichtlich, wie hoch der Luftverlust bei welcher Leckage ist. Zusätzlich wird jeder Leckage die Komponente zugeordnet, die zur Beseitigung notwendig ist. Anhand der Gesamtübersicht aller Leckagen kann über die Bewertung der Leckagen (hoch, mittel, niedrig) eine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Beseitigung vorgenommen werden. Zur Beseitigung wird der an der Leckage angebrachte QR-Code gescannt und in der App als repariert gekennzeichnet. Durch die Berechnung in Echtzeit erhält der Anwender sofort die Information, wie hoch die Einsparung durch die Beseitigung in kWh, CO2-Emissionen und Euro ist. Die App kann für ein bereits vorhandenes Energiemanagementsystem genutzt werden. Die Jurybegründung: Mit dieser App können Druckluftleckagen dokumentiert, priorisiert und ausgewertet werden. Die App nutzt das Barometer im Device zur Messung und deckt so Leckagen auf. Daraus wird ein Workflow generiert und Optimierungsempfehlungen gegeben. Die App kann System unabhängig genutzt werden und erhält deshalb den Award in dieser Kategorie.

Vladimir Vinogradov von SlidePort UG nahm den automation app award in der Kategorie Katalog für die SKF Magnetic Bearing App entgegen.
Vladimir Vinogradov von SlidePort UG nahm den automation app award in der Kategorie Katalog für die SKF Magnetic Bearing App entgegen.
(Kunze/elektrotechnik)

Kategorie Katalog: SKF GmbH mit der App Magnetic Bearing. Die App veranschaulicht die Funktionsweise von magnetischen Lagern. Sie wird von SKF-Mitarbeitern überwiegend auf Messen eingesetzt. Zu den Besonderheiten der App zählen zwei integrierte Simulationstools: Mit einem der Simulationstools kann der Nutzer durch interaktive Beeinflussung der Lager-Drehgeschwindigkeit und Unwuchten die Vorteile einer spezifischen SKF MB-Steuerungstechnik beobachten. Das andere Simulationstool verdeutlicht ihm anschaulich die automatische Selbstregulierung der SKF MB-Steuerungstechnik. Auch alle anderen Informationsbereiche sind mit 3D Illustrationen und Animationen ausgestattet. Die Jurybegründung: Diese App erklärt anschaulich die Funktionsweise von magnetischen Lagern. Sie bietet Simulationsmöglichkeiten und kann hervorragend als Verkaufsunterstützung direkt beim Kunden eingesetzt werden. Diese App bietet gerade durch die integrierte Simulation einen hohen Anwendungsnutzen und hat somit den Award in dieser Kategorie verdient.

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Über den Autor

 Sariana Kunze

Sariana Kunze

Redakteurin online/print bei elektrotechnik AUTOMATISIERUNG, elektrotechnik