Skalierbare Hardware

So sichert wiederverwendbare Software Investitionen und Know-how im Maschinenbau

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Skalierbarkeit schafft Kostenvorteil

Mit skalierbaren Lösungen deckt B&R die gesamte Bandbreite an Maschinenbau-Anforderungen ab — erklärbar wiederum anhand der drei bereits genannten Maschinentypen. Um konkurrenzfähig zu bleiben, darf eine Economy-Maschine ein bestimmtes Preisniveau nicht überschreiten. Tatsächlich benötigt sie jedoch eine vergleichbare Performance und einen ähnlichen Funktionsumfang wie die so genannte Med. Unterschiede finden sich in der Displaygröße sowie der Anzahl an Zusatzfunktionen. Damit die Kosten möglichst gering gehalten werden, wird für die Eco eine kompakte Steuerung mit integriertem 5,7“ Display gewählt. Die Med verwendet hingegen eine PC-basierte Steuerung mit integriertem 10,4“ Display. Die High End-Maschine verfügt über eine PC-Steuerung mit Windows XP und einem abgesetzten 19“-Touch Display.

Autor Walter Burgstaller ist seit 2005 bei B&R als International Sales Manager für Italien verantwortlich (Archiv: Vogel Business Media)

Entscheidend ist nun der Einsatz unterschiedlicher Technologien, die eine Skalierung und damit Preisoptimierung sowie angepasste Performance innerhalb der Maschinenklassen erlauben. Unterstützt wird die optimale Skalierung durch einen so genannten Compiler. Dieser kompiliert den Sourcecode zuerst in eine Intermediate Language (IML), die anschließend wiederum in einen Maschinencode (die so genannte Prozessorsprache) umgewandelt wird. Dieser entscheidende Schritt ermöglicht es, ein und denselben Sourcecode auf die verschiedenen Steuerungstechnologien der Maschinen zu übertragen.

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Warum aber kann nicht generell eine PC-basierende Steuerung verwendet werden? Jede PC-basierende Steuerung hat nach unten eine natürliche Preis-Widerstandskurve. Es gibt also einen Minimum-Preislevel, der nur mit anderen Prozessor-Technologien durchbrochen werden kann.

Investitionssicherheit durch Wiederverwendbarkeit

Der Einsatz der IML ermöglicht es, eine Software für unterschiedliche Steuerungstechnologien zu verwenden und darüber hinaus über Steuerungsgenerationen hinweg zu nutzen. Besonders für die Total Cost of Ownership dies von großer Bedeutung. Bei gewöhnlichen Steuerungslösungen kann die bestehende Software nicht wiederverwendet werden. Die gesamte Software muss neu geschrieben und getestet werden. Zusätzlich besteht die Notwendigkeit, im Unternehmen weiterhin Ressourcen für die Wartung der alten Software zu binden. B&R ermöglicht hingegen, eine einmal erstellte Software über Steuerungsgenerationen hinweg wiederzuverwenden. Neu erstellte Funktionsbausteine werden dabei sogar in die alte Steuerung integriert, man spricht hier von Rückwärtskompatibilität. Der Maschinenbauer profitiert bei dieser Lösung von einem Höchstmaß an Investitionssicherheit und kann darüber hinaus einmal erworbenes Know-how langfristig sichern.

Schnellste Zykluszeiten für alle Maschinentypen

Das Echtzeit-Multitasking-Betriebssystem von B&R garantiert, dass eine einmal getestete Maschinenfunktion in der gleichen Zeiteinheit auf der Eco, Med sowie High läuft. Die erforderlichen Zeiteinheiten der Maschinenfunktionen werden direkt im Automation Studio abgebildet. Das heißt konkret: Eine Achsregelung oder Achssynchronisierung soll zum Beispiel im Mikrosekunden-Bereich, die Maschinenlogik im Millisekunden-Bereich, ein Temperaturregler hingegen im 100 Millisekunden-Bereich ablaufen. Andere administrative Funktionen wie Rezeptverwaltung werden in der Restzeit abgearbeitet.

Einmal getestete Funktionen erfüllen auf allen Maschinentypen das gleiche Verhalten. Zur Laufzeit wird garantiert, dass diese Zeiteinheiten eingehalten werden — unabhängig von der gewählten Steuerung. Das spart Zeit bei der Integration und muss bei der Betrachtung der Total Cost of Ownership berücksichtigt werden. Neuentwicklungen können damit schneller am Markt eingeführt werden.

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