Gehäusetechnik So sieht das nächste Level aus: Maßgeschneiderte Gesamtlösung für hochwertige Geräte

Autor / Redakteur: Anke Beck* / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Die Zeiten, in denen das Gehäuse lediglich als Berührschutz für elektronische Bauteile diente, sind vorbei. Heute müssen sich Gehäusesysteme flexibel an jede Anforderung anpassen. Wird der Gehäuse-Lieferant zum Projektpartner, steht einer marktgerechten Gerätelösung nichts mehr im Wege.

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Mit dem maßgeschneiderten Gehäusesystem von Phoenix Contact wird aus einem Gerät eine professionelle Gesamtlösung.
Mit dem maßgeschneiderten Gehäusesystem von Phoenix Contact wird aus einem Gerät eine professionelle Gesamtlösung.
(Bild: Phoenix Contact)

Für die Industrie-Elektronik im Schaltschrank spielte das Elektronikgehäuse lange eine untergeordnete Rolle. Das Angebot beschränkte sich meist auf einfache Bechergehäuse „von der Stange“. Der Geräteanschluss wurde nicht berücksichtigt und es blieb dem Gerätebauer überlassen, die elektronischen Bauteile, das Gehäuse und die Anschlusstechnik zu einem Gerät zu „verheiraten“. Ein funktionales und ökonomisches Zusammenspiel der Einzelkomponenten war so kaum möglich.

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Gehäuse-Systemlösung auf der Höhe der Zeit

Wie in der Consumer-Elektronik schon seit langem bekannt, müssen heute auch die Hersteller von Industrie-Elektronik schnell und flexibel auf immer neue Anforderungen reagieren. Um dem wachsenden Kosten- und Zeitdruck entgegenzuwirken, greifen immer mehr Gerätehersteller auf Lösungen erfahrender Gehäuseanbieter zurück. Gefordert sind flexible Gehäusesysteme, die sich komfortabel an die Applikation anpassen. Gehäusespezialisten wie Phoenix Contact bieten hier zahlreiche Tragschienen-montable Gehäusesysteme unterschiedlicher Bauart.

Doch nicht nur das Gehäuse, auch die Anschlusstechnik bestimmt die Leistungsfähigkeit eines Gerätes. Je nach Gerätetyp und Applikation erlauben zeitgemäße Gehäusesysteme sowohl den Einbau fest verlöteter als auch steckbarer Leiterplatten-Anschlusstechnik. Für einen schnellen Anschluss im Feld bevorzugen viele Gerätehersteller den Federkraftanschluss. Für Geräte, bei denen eine hohe Signaldichte gefordert ist, lohnt oft der Wechsel auf ein kleineres Rastermaß.

Idealerweise schränken Gehäusesysteme bei der Auswahl der Anschlusstechnik nicht ein. Die Gehäusefamilien ME und ME Max von Phoenix Contact arbeiten mit steckbarer wie mit fest verlöteter Anschlusstechnik. Zwischen den Leiterquerschnitten 1,5 mm² und 2,5 mm² kann der Gerätentwickler wählen, sodass die Polzahl bei gleichem Anschlussraum variabel ist.

Mit der zunehmenden Vernetzung der Geräte steigt auch der Verdrahtungsaufwand vor Ort. Steigende Kosten, hohe Fehlerraten oder Spezialwerkzeuge stellten die Gerätehersteller vor neue Herausforderungen. Auf der Suche nach Plug & Play-Lösungen begann Phoenix Contact schon Ende der 90er Jahre Steckersysteme zu entwickeln, mit denen mehrere Stand-alone-Module zu einer Systemeinheit komfortabel vernetzt werden.

Willkommen auf dem nächsten Level – Bequeme Frontanschlusstechnik

Die Tragschienen-Querverbinder werden in der Hutschiene zusammengerastet - nach dem Aufschwenken der Geräte steht die Querverbindung. Unterschiedliche Polzahlen - im neuen Gehäusesystem ME PLC sind es bis zu 50 - bieten ausreichend Flexibilität. Damit lassen sich modulare Steuerungssysteme für den mittleren bis oberen Leistungsbereich einer Automatisierungslösung bequem konzipieren. Das unterbrechungsfreie Ziehen einzelner Module aus dem Verbund vereinfacht den Gerätetausch – etwa im Wartungsfall - erheblich. Für Adressierungen kann auch ein serieller Schaltkreis aufgebaut werden. Erst die Synergie aus Elektronikgehäuse und Leiterplatten-Anschlusstechnik schafft die multifunktionalen Systeme, die der Markt heute benötigt.

Weil der Platz im Schaltschrank oft beengt ist, wünschen sich viele Gerätehersteller Anschlussmöglichkeiten im leicht zugänglichen Frontbereich des Gerätes. Bei der Gehäusefamilie ME PLC sind die Anschlusstechnik-Module im Frontbereich positioniert. Weil sie schwenkbar sind, wird auch bei hohen Polzahlen mühelos kontaktiert. Mit dem roten Schwenkhebel wird die Steckverbindung sicher verriegelt und bequem wieder gelöst. Um den Verdrahtungsaufwand vor Ort so gering wie möglich zu halten, sind komfortable Push-in-Federkraftstecker bereits vormontiert. Der Leiter wird in unkomplizierter Direktstecktechnik angeschlossen - ohne zusätzliches Werkzeug.

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