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Kommunikationstechnik: die nächste Generation

So sieht die Zukunft der industriellen Vernetzung aus

| Autor: Ines Näther

Industrielle Ethernet-Netzwerke werden immer spezialisierter, was einem Netzwerkprozessor – der die Anbindung an verschiedene Netzwerke und Echtzeitprotokolle handhaben muss – eine Menge abverlangt. HMS Industrial Networks hat einen schnelleren Prozessor mit einem FPGA-Bereich kombiniert: Anwender erhalten jetzt das Beste aus zwei Welten.

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Michael Volz, Geschäftsführer, HMS Industrial Networks:„Der Kunde kann sehr flexibel auf steigende Verkaufszahlen seiner Geräte reagieren und zwar ohne Änderung der Softwareschnittstelle - das macht unsere Lösung einzigartig.“
Michael Volz, Geschäftsführer, HMS Industrial Networks:„Der Kunde kann sehr flexibel auf steigende Verkaufszahlen seiner Geräte reagieren und zwar ohne Änderung der Softwareschnittstelle - das macht unsere Lösung einzigartig.“
(HMS Industrial Networks)

Anybus CompactCom ist eine Familie von embedded Kommunikationslösungen zur Anbindung von Automatisierungsgeräten an industrielle Netzwerke. HMS erweitert diese nun mit Technologie der nächsten Generation. Dadurch können Kunden den gewünschten Integrationsgrad und die erforderliche Performance noch gezielter auswählen.

Grad der Performance wählen: 30er- oder 40er-Serie

Die Anybus CompactCom 30er-Serie - auf Basis des Anybus NP30 Netzwerkprozessors - ist weltweit in über zwei Millionen Geräten im Einsatz. Zugeschnitten ist sie auf Standardanwendungen wie Antriebe, Waagen, Ventile, Barcode-Scanner, Sensoren oder Bedienterminals.

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Für anspruchsvolle Applikationen - die kurze Netzwerkzyklen und synchrone Datenübertragung erfordern – steht jetzt die neue CompactCom 40er-Serie zur Verfügung. Sie basiert auf dem neuen, leistungsstarken NP40 Netzwerkprozessor, der alle wichtigen industriellen Netzwerke unterstützt.

Warum man bei HMS glaubt, dass diese neue Technologie mit einer Kombination aus einem schnelleren Prozessor und einem FPGA-Bereich eine zukunftssichere Plattform ist, darüber sprachen wir mit HMS-Geschäftsführer Michael Volz.

Herr Volz, HMS will eine brandneue Art von Netzwerk-Prozessoren auf den Markt bringen. Was steckt dahinter?

Der neue Multinetzwerk-Prozessor Anybus NP40 ist auf die Kommunikationsanforderungen intelligenter Automatisierungsgeräte in schnellen Echtzeit-Ethernet-Netzwerken zugeschnitten. Er ermöglicht geringe Durchlaufzeiten im Bereich weniger Mikrosekunden. Praktisch bedeutet dies eine kaum messbare Verzögerung zwischen dem Netzwerk und der geräteinternen Applikationsschnittstelle (API). Dadurch eignet sich der Prozessor besonders für hoch performante Anwendungen und zur Umsetzung von Antriebsprofilen mit Motion Control und Taktsynchronisation.

Ist denn die immer höhere Leistung auch nötig?

Ja, denn die letzten Jahre haben gezeigt, dass neue Entwicklungen bei Echtzeit-Ethernet-Protokollen immer noch mehr Leistung erfordern. Die neuen industriellen Ethernet-Netzwerke sind noch spezialisierter, was einem Netzwerkprozessor, der die Anbindung an verschiedene Netzwerke und Echtzeitprotokolle handhaben muss, immer höhere Anforderungen abverlangt.

Wie schafft der neue Prozessor diese Leistungen?

Der Anybus NP40 kombiniert einen leistungsfähigen Cortex M3 Prozessor mit einem flexiblen FPGA-Array und erlaubt so schnellen Datentransfer und hardwaregestützte Echtzeitsynchronisation.

Anwender erhalten so das Beste aus beiden Welten. Der Anybus NP40 bietet Geschwindigkeit und präzise Taktsynchronisation und darüber hinaus auch höchste Flexibilität, denn die Anpassung an andere Ethernet-Netzwerke erfolgt einfach durch Laden einer anderen Firmware – ohne Änderung der Hardware.

Die Lösung basiert auf der SmartFusion-Technologie von MicroSemi in Kombination mit der von HMS entwickelten Real-Time-Accelerator-Technologie (RTA).

Welche Vorteile bringt dies dem Gerätehersteller?

Die Vorteile für den Kunden sind: Flexibilität, Skalierbarkeit und die standardisierte Software-Schnittstelle zum Automatisierungsgerät. Der Kunde kann dadurch sehr flexibel auf steigende Verkaufszahlen seiner Geräte reagieren und zum Beispiel anfänglich Kommunikationsmodule einsetzen und bei steigender Stückzahl den Anybus Chip direkt auf seine Platine setzen – das alles geht bei uns ohne Änderung der Softwareschnittstelle und das macht unsere Lösung einzigartig.

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