Elektromobilität So sorgt ein kleiner Sensor für das sichere Laden von Elektrofahrzeugen

Redakteur: Ines Stotz

Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur ist die Voraussetzung für Elektromobilität. Das Berliner Unternehmen Younicos entwickelt und baut Ladestationen zur Nutzung regenerativer Energiequellen. Ein induktiver Näherungsschalter aus der Schweiz spielt dabei eine nicht unwichtige Rolle.

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Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur mit Ladestationen zur Nutzung regenerativer Energien ist die Voraussetzung für Elektromobilität.
Eine flächendeckende Ladeinfrastruktur mit Ladestationen zur Nutzung regenerativer Energien ist die Voraussetzung für Elektromobilität.
(Bilder: Contrinex)

„Wir arbeiten daran, möglichst schnell eine Vollversorgung mit Erneuerbaren Energien aufzubauen. Dabei spielt Elektromobilität eine wichtige Rolle, aber nur wenn sie nachhaltig, also CO2- und nuklearfrei ist.“, sagt Daniel Günther, Projektingenieur für Elektromobilität bei Younicos.

Kernkompetenzen des 2008 gegründeten Unternehmens sind die Entwicklung und das Management von Energie-Speichersystemen für eine stabile Stromversorgung mit erneuerbaren Energien. Ein Schwerpunkt liegt im Aufbau von bis zu 100-Prozent erneuerbaren Energiesystemen für Inseln und entlegene ländliche Gebiete sowie in Netzspeichersystemen, die mehr Platz für Erneuerbare Energien in großen Kontinentalnetzen schaffen.

Laden und gleichzeitig Daten austauschen

Mit Yana haben die Berliner zudem eine Ladestation mit intelligentem Steckdosensystem zum sicheren und unkomplizierten Laden von Elektroautos entwickelt. „Mit unserer Infrastruktur können wir die Fahrzeuge nicht nur laden. Wir gewährleisten auch den Datenaustausch zwischen Ladestation, Auto, Nutzer und Betreiber“, erklärt Daniel Günther.

Die Datenübertragung zwischen Fahrzeug und Ladesäule erfolgt dabei direkt über das Ladekabel. Zusätzliche Leitungen werden nicht benötigt. Die Kommunikation zwischen Ladesäule und zentralem Managementsystem erfolgt per Internet-Protokoll über GSM oder DSL. Younicos bietet die Yana-Ladesäule mit oder ohne integriertes Solarmodul, alternativ im Blockdesign und Fassaden-integriert an. Über ein Mastermodul lassen sich bis zu sieben weitere “Satelliten“ betreiben.

Ladestation inklusive intelligenter Steckdose

Dreh- und Angelpunkt ist das intelligente Steckdosensystem – eine elektronisch-mechanische Einheit mit motorischer Klappe, geeichtem Stromzähler und integrierter LED-Beleuchtung zur Statusanzeige. „Es dient zum Laden von E-Fahrzeugen mit einer Ladespannung von 230 V und maximal 16 A pro Schuko-Steckdose respektive 400 V und maximal 63 A pro IEC-Steckdose“, erläutert Daniel Günther.

Sicheres Registrieren per RFID oder SMS

Der Nutzer kann sich über RFID-Karten oder eine SMS seines registrierten GSM-Mobiltelefons an der Ladestation identifizieren. Diese Art der Identifikation hat den Vorteil, dass Beschädigungen mit Farbspray, Aufkleber oder leichte mechanische Defekte sich nicht auf die Funktionstüchtigkeit des Ladesystems auswirken.

Erst nachdem die Station den Kunden erkannt hat, öffnet sich der motorische Steckdosen-Deckel und die Verbindung zum Fahrzeug mittels Ladekabel kann hergestellt werden. Sobald sich die Hand aus dem Modul entfernt schließt sich die Klappe wieder. Ist sie geschlossen und besteht eine Verbindung zum Fahrzeug, fließt Strom – die Steckdose leuchtet Grün.

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