Reihenklemmen So sorgt innovative Klemmtechnik für sichere Fluchtwege

Autor Ines Stotz

Sicherheit im Notfall gewährleisten, dem hat sich RP-Technik seit über 30 Jahren verschrieben. Das hessisch/thüringische Unternehmen entwickelt und produziert Leuchten und Notstromsysteme. Komponenten von Wago sorgen schon genauso lange für sichere Verbindungen – ohne einen Ausfall.

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Sie dienen zur Beleuchtung von Fluchtwegen und Brandschutzeinrichtungen und m
Sie dienen zur Beleuchtung von Fluchtwegen und Brandschutzeinrichtungen und m
(Bild: Robert H)

Jeden Tag sehen wir sie am Arbeitsplatz, im Einkaufzentrum, am Bahnhof, in allen öffentlichen Gebäuden – doch kaum jemand bemerkt sie: die rettenden Leuchten mit den grün-weißen Piktogrammen. Bis es brennt oder der Strom ausfällt. Dann sorgen Sicherheitsbeleuchtungen dafür, dass Menschen sich schnell orientieren können, um ein Gebäude auf dem kürzesten Weg gefahrlos zu verlassen. Solche Notbeleuchtungseinrichtungen haben eine eigene Stromversorgung. Die Auswahl ist für Architekten und Elektroplaner oft eine Herausforderung, um gesetzliche Vorgaben, Funktionalität, hohe Qualität und Design-Anforderungen miteinander zu kombinieren. Hierbei finden sie in der RP-Technik einen Spezialisten mit langjähriger Erfahrung. Seit 1981 entwickelt und produziert das Unternehmen in Rodgau bei Frankfurt am Main Not- und Sicherheitsleuchten sowie Allgemeinbeleuchtung. Um das Angebot zu komplettieren, kommt zehn Jahre später ein zweiter Standort hinzu. Im thüringischen Saalfeld an der Saale werden seitdem die dafür notwendigen Stromversorgungssysteme – mit eigener Batterieserie inklusive Überwachungssystem – hergestellt. „Wir haben uns mittlerweile als einer der größten deutschen Anbieter im Notlichtbereich etabliert“, sagt Frank Jung, Werksleiter Anlagentechnik in Saalfeld. Heute sind mehr als 200 Mitarbeiter und sechs Azubis an den zwei Standorten mit über 10.000 m2 Produktionsfläche beschäftigt. Gut die Hälfte der Produktion geht in den Export.

Intelligenz im Gebäude immer gefragter

Auch wenn ein Notlicht banal aussieht, wachsen die technischen Anforderungen stark. Der Trend, immer mehr Systeme wie die Heizungs- und Klimatechnik, Türen und Fenster im Gebäude miteinander zu vernetzen und zu steuern, macht auch vor der Beleuchtung nicht halt. Um dem gerecht zu werden, baute RP-Technik sich gezielt eine Expertise beim Einsatz der Netzwerkprotokolle Modbus und Bacnet auf. „Für die Kundenunterstützung bei Inbetriebnahme, Wartung und Service wird die Visualisierung der Sicherheitsbeleuchtungsanlagen ebenso zunehmend zum Thema, hier bieten wir per TCP/IP und integriertem Webserver den Zugriff aus der Ferne, um jederzeit Informationen zum Anlagenstatus zu erhalten“, erklärt Jung.

Wago spielt die erste Geige im Schaltschrank

Gute Voraussetzungen auch für herausfordernde Großprojekte. Nach einem der attraktivsten Projekte gefragt, muss der Werksleiter nicht lange überlegen. „Für die im Jahr 2010 eröffnete Siemens City in Wien haben wir zusammen mit der österreichischen Firma Schrack-Technik rund 9000 Leuchtpunkte gesetzt.“ Dass bei solchen Projekten nur qualitativ hochwertige Produkte eingesetzt werden, liegt auf der Hand.

Bei RP-Technik sorgt ein internes Qualitätssicherungssystem (zertifiziert nach ISO 9001:2008) dafür, dass stets einwandfreie Ware das Haus verlässt. Deshalb achtet man darauf, nur zuverlässige, sichere und robuste Komponenten zu verwenden. „Seit mindestens 20 Jahren arbeiten wir aus diesem Grund schon mit Wago Kontakttechnik zusammen“, erzählt Frank Jung und lobt die stets positive Entwicklung der Zusammenarbeit. Auch das findet er gut: neben kontinuierlicher Unterstützung stets über Wago-Neuentwicklungen informiert zu werden. „Hat man mit dem Schaltschrankbau zu tun, kommt man an Wago nicht vorbei. “ Nicht zuletzt durch die Produktvielfalt, angefangen von Relais, über Netzteile bis zu den Reihenklemmen Topjob S. Hier stehen, je nach Anforderung Durchgangsklemmen, Funktionsklemmen, Installationsreihenklemmen und Verteilersets zur Verfügung. „Den Hauptteil aller Komponenten setzen wir von Wago ein.“

Wartungsfrei, einfach und übersichtlich verdrahten

Zum Beispiel in dem neuen Stromversorgungssystem My Control Plus. Mit dem Low-Power-System wurde das Prinzip der Dezentralisierung in Brandabschnitten, ähnlich einem Einzelbatteriesystem, konsequent verfolgt. Zu den wichtigsten Anforderungen zählen hierbei die qualitativ hochwertige, wartungsfreie und einfache Verdrahtung bei einer hohen Packungsdichte. „Dafür sind die schraubenlosen Klemmen prädestiniert und haben sich seit Jahren in der Praxis bewährt“, berichtet der Techniker. Mit der Push-in Cage-Clamp-Anschlusstechnik in den Topjob-S-Reihenklemmen lassen sich die Leiter sekundenschnell, unabhängig voneinander und zuverlässig klemmen. Dabei handelt es sich um einen Universalanschluss für alle Leiterarten, mit und ohne Vorbehandlung. Darüber hinaus können eindrähtige und mehrdrähtige sowie feindrähtige Leiter mit Aderendhülse direkt gesteckt werden.

Dass Topjob S wenig Platz benötigt, kommt den Anlagentechnikern in der Praxis ebenfalls entgegen. „Sowohl für unsere Verdrahter als auch für die Installateure ist es ein sehr einfach handzuhabendes System“, ergänzt Andreas Brandhorst. Der Fertigungsleiter Anlagentechnik weiß, dass die einfache Handhabung ein wichtiger Punkt ist, welcher Verdrahtungsfehler minimiert. Zur Vermeidung von Fehlerquellen nutzt RP-Technik außerdem das Beschriftungssystem von Wago. Der mehrzeilig bedruckbare Beschriftungsstreifen lässt sich dank Konturengleichheit bei allen Topjob-S-Reihenklemmen mit gemischten Querschnitten durchgängig anbringen. Laut Brandhorst werden damit Zeit und Kosten gespart. Zudem wird der Schaltschrank übersichtlicher. Gerade für Anlagen die ins Ausland gehen sei das wichtig. So liefern die Thüringer ihre Sicherheitssysteme unter anderem nach Ägypten und Saudi-Arabien.

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Weiterer Vorteil: Eine einmal gesetzte Klemmverbindung muss nicht mehr nachgezogen werden, wie das bei Schraubverbindungen Vorschrift ist. „Denn trotz thermischer Veränderungen löst sich eine Federklemme nicht“, weiß Andreas Brandhorst und kommt noch einmal auf die werkzeuglose Verdrahtung vor Ort zu sprechen. „Unsere Kunden wissen das zu schätzen, wie beispielsweise Schrack-Technik. Zudem können wir stets sicher sein, dass die Verbindung immer gleich fest ist, egal wer sie hergestellt hat.“ Auch das versehentliche Berühren spannungführender Teile sei ausgeschlossen.

Zufriedenheit im Vordergrund

„Genau das, was der Kunde von uns haben möchte und was wir ihm bieten wollen – nämlich ein Rundum Sorglos Paket – verlangen wir natürlich auch von unseren Lieferanten. Da hat uns Wago noch nie enttäuscht, wir hatten bis dato noch keinerlei Ausfälle“, verdeutlicht Brandhorst. Er und sein Kollege Frank Jung setzen auch in Zukunft auf das Mindener Unternehmen. Über ihre aktuelle Neuentwicklung wollen sie zwar noch nichts verraten, aber so viel ist sicher: auch hier greifen sie wieder auf die Wago-Produkte, darunter die Reihenklemmen Topjob S zurück.

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