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So werden Sie einen Top-Job ergattern

| Autor/ Redakteur: Frank Adensam / Sariana Kunze

Top-Arbeitskräfte haben in der Regel keine großen Schwierigkeiten irgendeine Stelle zu finden. Aber wie bekommt man seinen Traumjob?

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Frank Adensam ist Inhaber der Adensam Die Personalberater <em id="ForP_F58C7B76-C088-41DE-F84EAFD3C0F6AB02">Bild: Adensam </em>
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( Archiv: Vogel Business Media )

„Unternehmen blicken wieder optimistisch in die Zukunft.“ Solche Schlagzeilen liest man in den letzten Monaten in den Zeitungen. Denn die Auftragsbücher der Unternehmen sind wieder voll. Also stellen sie wieder Fach- und Führungskräfte ein. Für Top-Arbeitskräfte, die eine neue Stelle suchen, stellt sich somit nicht die Frage: Finde ich einen Job? Die Frage lautet vielmehr: Wie bekomme ich meinen Traumjob? Denn die wahren Traumjobs sind weiterhin rar und heiß umkämpft. Um sie bewerben sich zumeist viele gute Arbeitskräfte. Also lautet die Kernfrage: Wie habe ich bei der Jobsuche am Ende die Nase vorne? Denn beim Sich-Bewerben ist es wie bei den olympischen Spielen: Die „Goldmedaille“ wird nur ein Mal vergeben. Wer aus dem Bewerbungsrennen als zweiter Sieger hervorgeht, ste mit leeren Händen da. Deshalb hier einige Tipps, wie Sie eine Top-Stelle ergattern.

Schärften Sie Ihr Profil

Für berufserfahrene Fach- und Führungskräfte gilt: Sie haben bei der Bewerbungsauswahl nur die Nase vorn, wenn ihr Profil genau den Anforderungen des Unternehmens entspricht. Denn Berufserfahrenen gestehen Unternehmen meist keine lange Einarbeitungszeit zu. Sie sollen vom ersten Tag an funktionieren.

Analysieren Sie deshalb, bevor Sie sich bewerben, präzise: Welches Know-how und welche Erfahrung habe ich? Und überlegen Sie dann im zweiten Schritt: Welche Fähigkeiten machen mich beim Unternehmen x oder y zum idealen Bewerber? Und: Welche Erfahrungen qualifizieren mich als „Spezialist für...“? Außerdem: Welche Pfunde kann ich folglich beim Mich-Bewerben in die Waagschale werfen.

So banal dies klingt, Fakt ist: Das wissen viele Berufserfahrene nicht. Denn meist erscheint ihnen das, was sie im zurückgebliebenen Jahr taten, als selbstverständlich. Deshalb ist ihnen auch nicht bewusst, welche Fähigkeiten und „Trümpfe“ sich hinter ihrer Erfahrung verbergen - sofern sie diese an der richtigen Stelle ausspielen.

Analysieren Sie deshalb genau Ihren beruflichen Werdegang und Ihr Tätigkeitsfeld in den zurückliegenden Jahren. Und geben Sie sich dabei nicht mit so oberflächlichen Aussagen wie „Erfahrung als Projektleiter in der Baubranche“ zufrieden. Werden Sie konkreter. Nehmen Sie Stift und Papier und listen Sie auf: Was habe ich gemacht, und was waren die besonderen Herausforderungen dabei? Denn nicht jeder Projektleiter hat zum Beispiel Erfahrung mit Großprojekten, bei denen es galt, die Zusammenarbeit von Dutzenden von Unternehmen aus dem In- und Ausland zu koordinieren? Und wie viele Projektleiter in Deutschland haben Erfahrungen mit solch hochpolitischen Projekten wie Stuttgart21? Vielleicht ein, zwei Dutzend? Genau diese Spezialkenntnisse und Erfahrungen sind es aber, die Sie zu einer sehr attraktiven Arbeitskraft machen - sofern Sie ich beim richtigen Unternehmen bewerben. Einer Arbeitskraft zudem, die ein Arbeitgeber gerne überdurchschnittlich bezahlt.

Viele Berufstätigen fällt eine solche Analyse ihrer Fähigkeiten schwer. Ihnen auch? Dann suchen Sie sich einen Sparring-Partner - im Idealfall einen versierten Manager oder berufserfahrenen Karriereberater. Seine zentrale Aufgabe ist es immer wieder gezielt zu fragen: „Von welchen Herausforderungen standen Sie bei der Aufgabe...?“, „Was haben Sie da konkret gemacht?“, „Warum funktionierte das so gut?“ Denn erst durch dieses Rück- und Nachfragen wird konkret fassbar, was Ihre Kompetenzen ausmacht und Sie von anderen Stellensuchern mit einer ähnlichen Biografie unterscheidet.

Definieren Sie Ziel-Branchen und -Unternehmen

Wenn Sie Ihre Kompetenzen kennen, können Sie daraus ableiten, in welchen Branchen und Unternehmen Sie besonders gute Chancen haben. Zum Beispiel, weil Sie nicht nur über spezielle IT-Kenntnisse verfügen, sondern sich auch im Versicherungswesen auskennen. Oder weil Sie als Chemiker auch mit den Fertigungs- und Prüfverfahren in der pharmazeutischen Industrie vertraut sind.

Überlegen sollten Sie, bevor Sie das erste Bewerbungsschreiben formulieren, auch: „Bei welchem Unternehmenstyp kann ich meine Fähigkeiten am besten ausspielen?“ Zum Beispiel eher in Großunternehmen, die sehr arbeitsteilig arbeiten und in denen es viele Spezialisten gibt, an die man Teilaufgaben delegieren kann. Oder eher in Klein- und Mittelunternehmen, die eher keinen Allrouder suchen.

Je genauer Sie dies wissen, um so gezielter können Sie sich bewerben. Und umso besser können Sie im Auswahlverfahren begründen, warum genau Sie der ideale Mitarbeiter sind. Doch nicht nur dies. Umso größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen Ihr neuer Arbeitgeber nach der Probezeit nicht den Laufpass gibt. Warum? Weil die Stelle genau zu Ihnen passt.

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