Frequenzumrichter So wird Energieeffizienz bei Antrieben rasch umgesetzt

Autor: Reinhard Kluger

 Bei Antrieben kann der Anwender Energieeffizienz rasch umsetzen, und zwar mit einem fast steckerfertig gelieferten Frequenzumrichter. Durch einfache Auswahl, Installation, Inbetriebnahme und Wartung sollen sich damit selbst komplizierte Prozesse einfach und effizient regeln lassen.

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Das Menü „Einstellungen“ des Bedienpanels beschleunigt die Inbetriebnahme vor Ort.
Das Menü „Einstellungen“ des Bedienpanels beschleunigt die Inbetriebnahme vor Ort.
(ABB)

Es gibt ihn nahezu steckerfertig direkt vom Hersteller: Der Frequenzumrichter General Purpose Drive ACS580 von ABB regelt Pumpen, Lüfter, Förderanlagen, Mischer und viele andere Standardanwendungen mit variablem oder konstantem Drehmoment. Er soll sich schnell installieren und in Betrieb nehmen lassen. Die Integration der wesentlichen technischen Parameter vereinfacht die Auswahl und den Betrieb des Frequenzumrichters. Das Portfolio umfasst Geräte mit einer Leistung von 0,75 bis 250 kW und Spannungen von 208 bis 480 V. Der Frequenzumrichter für die Wandmontage ist zunächst mit einem IP21-Gehäuse lieferbar. Auch ein IP55-Gehäuse ist in Vorbereitung.

Der Frequenzumrichter regelt den Prozess besonders energieeffizient, weil er sich am tatsächlichen Bedarf orientiert und nicht an einem Betrieb mit Festdrehzahl und mit mechanischer Durchflussregelung. Solche Installationen gibt es häufig bei Pumpen und Lüftern.

Frequenzumrichter wird zum Energiesparwerkzeug

Die Energie-Optimierer-Funktion maximiert das Drehmoment je Ampere und senkt damit den Energieverbrauch. Der Frequenzumrichter unterstützt in der Praxis verschiedene Arten von Motoren, einschließlich hocheffizienter Permanentmagnetmotoren.

Ein kWh-Zähler ermittelt den Energieverbrauch des Frequenzumrichters und summiert über Stunden, Tage oder zeigt den Gesamtverbrauch an. Energiesparrechner ermitteln die Einsparungen bei Energie, CO2-Emissionen und Kosten, verglichen mit den Regelungsverfahren (z. B. direkter Netzanschluss), die der Frequenzumrichter ersetzt. So kann man die Amortisationszeit der Geräte ermitteln.

Einfache, intuitive Benutzerschnittstellen

Das Bedienpanel und ein PC-Tool vereinfachen die Verwendung des Frequenzumrichters. Als Sprache kann der Betreiber aus mehr als 20 Landessprachen auswählen. Die Menüführung auf dem Bedienpanel beschleunigt die Inbetriebnahme. Die einzelnen Menüs sind klar nach ihrer Funktion bezeichnet wie z. B. Motor, Rampe und Grenzwerteinstellungen. Die Grundeinstellung ist in wenigen Minuten abgeschlossen. Das Menü „E/A“ zeigt die Konfiguration der elektrischen Anschlüsse an und ermöglicht einen schnellen Zugriff auf die Einstellungen der Anschlüsse, wie Filtern, Skalieren, Verzögern oder Funktionsauswahl.

Das PC-Tool Drive Composer bietet umfangreiche Funktionen für die Antriebsüberwachung und Prozessabstimmung. Die Basisversion des Drive Composers gibt es kostenlos aus dem Internet. Die Version Drive Composer pro verfügt über weitere Merkmale wie grafische Regelschemata, mit denen die Frequenzumrichterlogik schnell eingestellt werden kann.

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