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Motorschutz Softstarter erhöhen Motorschutz und reduzieren Einschaltstrom

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Die neue Softstarter-Baureihe PSTX von ABB für Motoren mit konstanter Drehzahl bietet kompletten Motorschutz in nur einem Gerät und arbeitet auch bei Last- und Netzunregelmäßigkeiten zuverlässig.

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Hans-Dieter Meissner von ABB zeigt die kleinste Ausführung der Softstarter-Baureihe PSTX, die kompletten Motorschutz bietet und auch bei Last- und Netzunregelmäßigkeiten zuverlässig arbeitet.
Hans-Dieter Meissner von ABB zeigt die kleinste Ausführung der Softstarter-Baureihe PSTX, die kompletten Motorschutz bietet und auch bei Last- und Netzunregelmäßigkeiten zuverlässig arbeitet.
(Bild: Reinhold Schäfer)

Rund 28 % des weltweiten Strombedarfs entfallen auf Elektromotoren. Doch die Anforderungen der Motoreneinsatzgebiete unterscheiden sich. Das berichtete Hans-Dieter Meissner, Produktmarketingmanager bei ABB in Heidelberg, anlässlich einer Pressekonferenz in Mannheim. Deshalb gibt es laut Meissner auch unterschiedliche Motorstarter.

90% aller Motoren arbeiten bei konstanter Drehzahl

Bei Direktstartgeräten habe man von Anfang an die volle Netzspannung am Motor anliegen. Softstarter hingegen ermöglichen ein sanftes An- und Auslaufen und erst im laufenden Betrieb liegt die volle Netzspannung an. Frequenzumrichter benötige man jedoch nur bei der stufenlos variablen Drehzahlsteuerung von Motoren. Doch dies sei nur bei 10 % aller eingesetzten Motoren der Fall. 90 % der verwendeten Motoren haben laut Meissner eine gleichbleibende Drehzahl. Genau für diese Einsatzfälle eigne sich ein Softstarter.

Der nun vorgestellte Softstarter PSTX arbeitet 3-phasengesteuert und ist für Betriebsspannungen von 208 bis 690 VAC geeignet. Der zulässige Betriebsstrom darf von 30 bis 640 A reichen. Der Softstarter ist laut Meissner für Industrieanwendungen von Antrieben mit festen Drehzahlen geeignet und verringert den Anlaufstrom um 60 %.

Die Softstarter-Baureihe PSTX biete kompletten Motorschutz in nur einem Gerät und arbeite auch bei Last- und Netzunregelmäßigkeiten zuverlässig. PTC- und PT100-Anschluss, Rotorblockier- und Unterlastschutz, Fehlerstrom- sowie Über- und Unterspannungsschutz sollen den Motor umfänglicher als je zuvor sichern. „Die Strombegrenzungsvarianten Standard, Zweifach und Rampe ermöglichen die volle Kontrolle des Motors während des Starts und den sicheren Motorbetrieb in schwächeren Netzen“, so Meissner.

Bypass spart Energie und reduziert Wäremleistung

Mit dem Erreichen der vollen Rampenspannung aktiviert der PSTX seinen integrierten Bypass. „Dies spart Energie und reduziert die Wärmeentwicklung des Geräts“, erläutert Meissner. Die Drehmomentregelung biete einen effizienten Weg, Pumpen zu starten und zu stoppen – ohne Wasserschlag und Druckstöße. Eine eingebaute Pumpenreinigungsfunktion ermögliche es, den Durchfluss umzukehren, damit könne man die Leitungen reinigen, was die Verfügbarkeit von Pumpsystemen erhöhe.

Eine weitere Besonderheit ist die Limpmode-Funktion. Sie soll bei Ausfall einer Phase den Start des Motors mit nur zwei gesteuerten Phasen ermöglichen. Somit könne man unplanmäßige Betriebsstopps verhindern.

Außerdem erhöhe der langsame Tippbetrieb sowohl vorwärts als auch rückwärts deutlich die Flexibilität beim Bedienen und Einrichten von Anlagen.

Die Softstarter-Baureihe ist serienmäßig mit einer abnehmbaren Tastatur ausgestattet. Diese lässt sich an der Schaltschranktür anbringen, sodass der Anwender vor Ort Statusinformationen lesen und Einstellungen ändern kann. Das Grafikdisplay mit Volltextanzeige in 14 wählbaren Sprachen soll die Handhabung des Geräts erleichtern. Dank Basisdaten und selbsterklärenden Kennzeichnungen an der Vorderseite könne der Anwender wichtige Informationen auf einen Blick erkennen.

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