Studie Software-Entwicklern fehlt bei KI-Assistenten gesundes Misstrauen

Quelle: Universität des Saarlandes 1 min Lesedauer

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Auch wenn die KI viele Programmieraufgaben schon übernehmen kann, fehlt dennoch der menschliche Austausch.

Beim gemeinsamen Programmieren spielt der Wissenstransfer eine wesentliche Rolle. Die Entwickler diskutieren dafür kontinuierlich die anstehenden Probleme und suchen gemeinsam nach Lösungen. (Bild:  joyfotoliakid - stock.adobe.com)
Beim gemeinsamen Programmieren spielt der Wissenstransfer eine wesentliche Rolle. Die Entwickler diskutieren dafür kontinuierlich die anstehenden Probleme und suchen gemeinsam nach Lösungen.
(Bild: joyfotoliakid - stock.adobe.com)

Informatiker der Universität des Saarlandes haben mit einer neuen empirischen Studie aufgezeigt, dass Entwickler KI-Assistenten beim Pair Programming deutlich weniger kritisch hinterfragen als menschliche Kollegen. Laut einer Mitteilung untersuchten die Forschenden um Professor Sven Apel, wie sich Wissenstransfer, Fehlerkultur und Zusammenarbeit verändern, wenn statt eines zweiten Entwicklers ein System wie Github Copilot im Team sitzt.

Insgesamt 19 Programmierer arbeiteten entweder in klassischen Zweierteams oder gemeinsam mit einer KI. Das Ergebnis zeigt: Zwar findet auch mit KI ein Austausch statt, jedoch deutlich fokussierter auf reinen Code. Wichtige Meta-Diskussionen, Methodenreflexion oder Best Practices kommen zu kurz, so die Forscher. Besonders kritisch: Testpersonen akzeptierten KI-Vorschläge oftmals ohne gründliche Prüfung, während unter Menschen häufiger nachgefragt und korrigiert wurde. Das birgt laut Apel Risiken für wachsende „technische Schulden“, wenn Fehler unentdeckt bleiben und sich später teuer auswirken.

Für den Informatikforscher zeigt die empirische Studie, dass KI-Assistenten für die Softwareentwicklung derzeit noch nicht die Vielfalt der menschlichen Zusammenarbeit nachbilden können, heißt es weiter. „Sie sind sicherlich nützlich für einfache, sich wiederholende Programmieraufgaben. Für komplexere Themen ist der Wissensaustausch wesentlich, der derzeit besser von Mensch zu Mensch funktioniert, eventuell dann in Kombination mit der KI-Assistenz“, so Apel. Es müsse weiter erforscht werden, wie Mensch und KI vertrauensvoll zusammenarbeiten können, ohne dabei den kritischen Blick zu verlieren.

Die vollständige Studie ist hier einsehbar.

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