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Automatisierungs-Software und Innovations-Management sind wichtige Kernkompetenzen

| Redakteur: Johann Wiesböck

Die deutschen Automatisierer und Maschinenbauer sind weltweit führend – ihre hiesigen Kunden meist auch. Softwareexpertise und Innovationskraft spielen auf beiden Seiten eine Schlüsselrolle. Hier setzen die Kongresse ASE und Innovation 360° an.

Keynote-Sprecher Dr. Rainer Stetter, ITQ: „Wir benötigen ganz neue Unternehmens- und Ausbildungskonzepte, um den Herausforderungen gerecht zu werden. Der Schlüssel ist das Arbeiten und Denken in Netzwerken, das eigenverantwortliche Agieren und selbstbestimmte Arbeiten.“
Keynote-Sprecher Dr. Rainer Stetter, ITQ: „Wir benötigen ganz neue Unternehmens- und Ausbildungskonzepte, um den Herausforderungen gerecht zu werden. Der Schlüssel ist das Arbeiten und Denken in Netzwerken, das eigenverantwortliche Agieren und selbstbestimmte Arbeiten.“
( Bild: ITQ )

Stellenwert und Qualität der Softwareentwicklung in der Automatisierung sowie im Maschinen- und Anlagenbau steigen stetig. Gleiches gilt es für die Innovationskraft und Umsetzungsfähigkeit bei OEMs und in der industriellen Produktion generell zu sorgen. Im Bereich Automatisierungssoftware betrifft dies zwei große Handlungsfelder: Mitarbeiterqualifizierung und Prozessoptimierung.

Die Softwareentwickler der Automatisierung sind meist Ingenieure und technisch qualifizierte Fachkräfte, deren Informatik-Kompetenz gestärkt und weiterentwickelt werden muss, um hochwertige Software für die Automation effizient zu entwickeln zu können. Und es müssen ausgereifte Entwicklungsprozesse und Methoden etabliert werden, die kurze Entwicklungszeiten und langfristige Wettbewerbsfähigkeit sichern.

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Hier setzt der 1. Automation Software Engineering Kongress an und adressiert die beschriebenen Herausforderungen. Der Fachkongress der beiden Fachzeitschriften ELEKTRONIKPRAXIS und elektrotechnik führt vom 16.-18. September 2019 in Sindelfingen Softwareexperten aus Industrie, Forschung und Lehre mit den Automatisierungsfachleuten relevanter Branchen und Industrien zusammen.

Der 1. ASE-Kongress vermittelt wichtiges Grundlagenwissen und anwendungsbezogene Spezialkenntnisse für die Zielgruppe Softwareentwickler in Maschinenbau und Automation. Er gibt Impulse für den Einsatz neuer Technologien, Methoden und Prozesse. Und er ermöglicht den Knowhow-Austausch zwischen verschiedenen Branchen und Anwendungsfeldern. Das komplette Programm mit sechs Kompaktseminaren und 38 Fachvorträgen finden Sie unter www.ase-kongress.de.

Zielgruppe des ASE-Kongresses sind Softwareentwickler, Projektverantwortliche und Entwicklungsleiter sowie Ingenieure und Automatisierungsfachleute, die bessere Software für ihre System und Anlagen effizienter und schneller spezifizieren, entwickeln und einsetzen wollen. Als Referenten sind Experten aus Industrie, Forschung und Lehre aber auch Trainer, erfahrene Anwender und Spezialisten von Software- und Tool-Anbietern im Einsatz, die ihr Knowhow gerne weitergeben sowie neue Erkenntnisse und Konzepte präsentieren.

Parallelkongress Innovation 360° der TU München

Um die eigene Innovationskraft nachhaltig zu sichern, müssen Unternehmen gleich fünf Disziplinen beherrschen: Wissensmanagement, Änderungsmanagement, Inkonsistenz-Management, Stakeholder-Integration und Informationsmodellierung. Hier ein kurzer Einblick, was damit im Einzelnen gemeint ist:

Wissensmanagement: Wie können heterogene Wissensquellen (Expertenwissen, techn. System, Dokumentenwissen) integriert und effektiv in dynamischen Innovationsumfeldern genutzt werden?

Änderungsmanagement: Wie können sowohl unternehmensinterne als auch externe Änderungen identifiziert und nachverfolgt werden, um eine optimale Entscheidungsfindung im dynamischen Marktfeld zu unterstützen?

System of Systems Engineering & Inkonsistenz-Management: Wie sind vernetzte Systeme mit immer neuen Entwicklungszyklen zu vereinigen? Wie können in verschiedenen Disziplinen und Branchen gleiche Informationen auf (In-)Konsistenz geprüft werden?

Stakeholder-integrierte Produktplanung: Wie können Kunden und externe Dienstleister in den Produktentstehungsprozess reibungslos integriert werden?

Informationsmodellierung: Wie können Informationen für die genannten Managementprozesse herstellerneutral modelliert und ausgetauscht werden?

Keynote-Sprecherin Prof. Dr. Birgit Vogel-Heuser, TU München: „Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer gehören zu den innovativsten Unternehmen weltweit. Aber es mangelt immer wieder an einem geordneten Innovationsmanagement.“
Keynote-Sprecherin Prof. Dr. Birgit Vogel-Heuser, TU München: „Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer gehören zu den innovativsten Unternehmen weltweit. Aber es mangelt immer wieder an einem geordneten Innovationsmanagement.“
( Bild: Sebastian Ulewicz )

Die TU München ist Partner des 1. ASE-Kongress 2019 und veranstaltet zeitgleich den Kongress Innovation 360° mit dem Ziel, Industrieunternehmen umfassend über Innovations- und Wissensmanagement zu informieren. Dazu Prof. Dr. Birgit Vogel-Heuser von der Fakultät Maschinenwesen der TU München: „Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer gehören zu den innovativsten Unternehmen weltweit. Aber es mangelt immer wieder an einem geordneten Innovationsmanagement, um schnell von der Idee zu einer effizienten Lösung zu kommen. Der Kongress Innovation 360° gibt hier wichtige Anregungen in 12 Impulsvorträgen und praktische Hilfestellungen in sechs Kompaktseminaren.“

Ziel des Kongresses Innovation 360° ist es, ein interaktives und praxisnahes Forum für die Weiterentwicklung des zyklischen Innovationsmanagements in komplexen Systemen zu schaffen. Er bietet Ingenieur/innen, Manager/innen und Forscher/innen eine Plattform zum Austausch von innovativen Konzepten, Ideen, Anwendungen und Erfahrungen. Besonderer Fokus hierbei ist die Vernetzung der verschiedenen Domänen wie Maschinenbau, Systemtechnik, Automatisierung, Optimierung, Engineering Management, Ökonomie, Psychologie sowie Produkt-Lifecycle-Management.

Mit dem Kongress Innovation 360° stellen die TU München und die Ludwig-Maximilians-Universität in Zusammenarbeit mit den Kompetenzpartnern AutomationML und der TU Wien den aktuellen Wissensstand im Innovationsmanagement einem breiten Fachpublikum vor. Diese Erkenntnisse werden ergänzt um die Erfahrungen von Experten aus Industrie und Forschung.

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