Aucotec Software-Systemhaus feiert 25. Geburtstag

Redakteur: Sariana Kunze

Im April feiert das Software-Systemhaus Aucotec 25. Jubiläum und spiegelt so auch die Geschichte des Elektro-CAD wieder.

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„Natürlich blickt man an so einem Geburtstag gerne und auch ein wenig stolz zurück“, erklärt der Vorstandsvorsitzende und Mitgründer Horst Beran, „aber unser Hauptaugenmerk liegt auf der Zukunft, denn wir haben viel vor.“ So markiert das Jubiläum gleichzeitig den Anfang einer neuen Unternehmensleitlinie, die das jetzt genau ein Jahr agierende Vorstandsteam von Aucotec auf einer Pressekonferenz während der Hannover Messe vorstellt.

„Die Konsequenz aus Aucotecs langjährigen Erfahrungen mit spezialisierten Lösungen für die Bereiche Maschinen- und Anlagenbau, Verfahrenstechnik, Energieversorgung sowie Leistungsstrang-Entwicklung ist die Plattform Engineering Base (EB). Ihr datenbankbasiertes Konzept hat bereits bei zahlreichen Kunden effektive Prozessoptimierung bewirkt. Darüber hinaus begründe sie heute eine ganz andere Herangehensweise als die herkömmlichen Elektro-Projektierungs-Tools“, sagte Technik- und Entwicklungs-Vorstand Uwe Vogt. „Höchste Effizienz ist anch unserer Erkenntnis langfristig nur mit Vernetzung und disziplinübergreifender Kooperation erreichbar.“

In der Industrie herrscht mehr denn je enormer Druck, die Automatisierung weiter zu optimieren. Dabei fokussieren viele Abteilungsleiter naturgemäß hauptsächlich ihren Bereich. „In den einzelnen Sparten sind die Automatisierungsmöglichkeiten der vorhandenen Werkzeuge aber weitgehend ausgereizt“, erläutert Vogt. „Engineering muss heute funktionieren wie ein Boxenstopp beim Autorennen“, meinte er. „Da kann man auch nicht warten, bis die Reifen gewechselt sind, ehe man volltankt.“ Schon längst ist der Zeitdruck so groß, dass das sequenzielle Bearbeiten eines Auftrags nicht funktioniert. Parallelität ist gefragt. Das zukunftsorientierte Potenzial, das EB hier hat, setzte Aucotec jetzt in eine neue Devise um: „Create Synergy - Connect Processes.“

Als Autorensystem für das E-Engineering kann EB aufgrund seiner Datenbank alle weiteren passenden Inhalte eines Projektes, auch die Daten korrespondierender Autorensysteme (z.B. für 3D-CAD, Steuerungssoftware-Codes etc.), aufnehmen und verwalten. In bestimmten Fällen lässt sich dadurch sogar ein EDM-System sparen. Im Gegensatz zum EDM bleiben bei EB alle Verknüpfungen auf Element-Ebene erhalten und ermöglichen die simultane Kooperation sowie schnelle Navigation durch das gesamte Projekt.

Sparen ist angesagt

Als Kooperationsbasis für das Engineering arbeitet EB mit seiner datenbankbasierten Client/Server-Architektur disziplinübergreifend und kooperativ, das heißt, es unterstützt ausdrücklich das heute unvermeidliche parallel Planen, um Aufträge rechtzeitig fertigstellen zu können. Das Tool überwindet auch die Grenzen zwischen Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Leistungsstrangplanung und Energieverteilung.

Vertreibs- und Marketing-Vorstand Markus Bochynek nannte als Beispiel den Schiffbau: „Hier kann man mit Engineering Base nicht nur die E-Technik der Schaltschränke, das Harnessing und die Trassen samt Topologie planen, sonderen ebenso die Hydraulik, Wasseraufbereitung, Energieversorgung und Klimatechnik - alles auf einer gemeinsamen Datenbasis.“ Damit spart nicht nur das Engineering in allen Disziplinen fehleranfällige Datenübergaben und Zeit. Auch die IT profitiert: keine Schnittstellen und minimierter Aufwand bei Administration und Schulungen. „Das kann kein anderes Tool für die Elektroplanung. EB erlaubt einen ganz neuen Überblick über das komplette Projekt und übergreifende Datennutzbarkeit“, sagte Bochynek. Außerdem fördere die durchgängige Vereinheitlichung die Standardisierung aller Prozesse und beschleunige sie damit enorm.

„Dass wir seit Jahren in allen Einzeldisziplinen des Elektro-CAE zu Hause sind, vom Fahrzeug-Kabelstrang bis zum Großkraftwerk, ist ein einzigartiges Kapital“, sagte Vogt. Die Erkenntnis, dass große Sprünge in der Automatisierung nur möglich sind, wenn man über den Tellerrand der einzelnen Themen schaut, sei quasi der Zinsertrag, den es jetzt einzufahren gelte, vervollständigte Markus Bochynek das Bild.

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