elobau Spezialist für Elektrobauelemente präsentiert sich als CO2-neutrales Unternehmen

Redakteur: Wolfgang Leppert

Umweltbewusstsein ist nicht zwangsläufig mit Mehrkosten verbunden, bringt aber immer einen Mehrwert – zumindest für die nachfolgenden Generationen. Daher haben die elobau-Verantwortlichen entschieden, ihr Unternehmen CO2-neutral zu gestalten: vom Ökostrom über eine Biogasheizanlage bis zum eigenen Solarpark.

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Geschäftführer Michael Hetzer will mit elobau als CO<sub id="ForP_D14AA0C2-A8CB-DB66-2321E5484FF5E22B">2</sub>-neutralem Unternehmen Zeichen setzen und Nachahmer finden Bilder: elobau
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( Archiv: Vogel Business Media )

Schon beim Neubau des Verwaltungstrakts im Jahr 2008 am Stammsitz in Leutkirch achtete Geschäftsführer Michael Hetzer auf Details wie die Nutzung von Erdwärme, eine komplexe Heizungssteuerung und Energiecontrolling. „Es liegt in unseren Händen, ob den nächsten Generationen noch genügend Rohstoffe zur Verfügung stehen und sie in einer intakten Umwelt leben können. Ich fühle mich jedenfalls unseren Kindern verpflichtet und mache mich gerne mit elobau auf den Weg zum CO2-neutralen Unternehmen“, betont Hetzer. Zu Jahresbeginn 2010 schließlich der firmeneigene Solarpark in Betrieb genommen. Im Industriegebiet Fraureuth, Sachsen, wurden auf 65.000 qm Fläche 10.000 Solarpaneele installiert, die eine Leistung von rund 2,4 MW liefern. „Damit können wir in etwa die CO2-Belastung ausgleichen, die durch zugekaufte Materialien und Teile entstehen“, erklärt der Geschäftsführer.

Dabei stützt er sich auf eine Umweltbilanz, die elobau von einem anerkannten Energieberatungsunternehmen erstellen ließ. Für ein solches transparentes Verfahren stehen heute große Datenbanken zur Verfügung, in denen Durchschnittswerte für den CO2-Verbrauch verschiedenster Elemente hinterlegt sind, zum Beispiel für einen Quadratmeter Leiterplatte, ein Kubikmeter Kunststoffgranulat, etc. Einfacher ist der Weg zur CO2-Neutralität im eigenen Unternehmen, wo man den Energieverbrauch und die Quellen unmittelbar beeinflussen kann. Mittlerweile hat man die Wahl zwischen herkömmlichem „grauen“ und bereits neutralem „grünen“ Strom. Der finanzielle Unterschied sei nicht erheblich, argumentiert der elobau-Chef: „Im Vergleich mit unserem derzeitigen Strompreis werden die Kosten für den Ökostrom sogar geringer. Allerdings können wir diesen erst ab nächstem Jahr nutzen, da wir noch vertraglich an unseren bisherigen Anbieter gebunden sind.“

Engagement für die Umwelt zieht weitere Kreise

Auch die Heizungsanlagen in Produktion und Verwaltung haben erheblichen Einfluss auf den CO2-Verbrauch. Daher wird elobau im kommenden Jahr auf regenerative Energiequellen umstellen und dann Biogas eines lokalen Anbieters nutzen. Zusätzlich werden Mini-Gasturbinen installiert, die Strom erzeugen und deren Abwärme zum Heizen dient. So werden nahezu 100 Prozent des Energiepotentials sinnvoll verwertet. Da die letztgenannten Maßnahmen noch nicht umgesetzt sind, überbrückt elobau den aus eigener Kraft noch nicht zu neutralisierenden CO2-Verbrauch mit dem Zukauf von sogenannten Carbon Credits. Das sind Gutschriften, die den eigenen CO2-Verbrauch über Maßnahmen externer Unternehmen und Länder ausgleichen. Für elobau sei das nur eine Zwischenlösung bis 2011, betont Hetzer und legt großen Wert auf die Seriosität des Handels.

Die Produktionsphilosophie schließt CO2-Neutralität ein: Negative Werte durch zugekaufte Materialien und Teile gleicht elobau mit einem eigenen Solarpark aus (Archiv: Vogel Business Media)

Auch die Belegschaft trägt Umwelt-Engagement mit – sei es durch den Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad oder ein bewusstes Abschalten von Stromverbrauchern während Pausen. Michael Hetzer hofft, dass dieses Bewusstsein im Kunden- und Lieferantenkreis Nachahmer findet: „Unter unseren Kunden gibt es bereits einige große Unternehmen, die größten Wert auf eine ausgeglichene CO2-Bilanz legen. Diese waren auch für uns Vorbild, und jetzt wir kommen ihnen entgegen, indem wir von uns aus CO2-neutrale Produkte liefern. Andererseits achten wir bei unseren Lieferanten auf diesen Punkt.“

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