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Leitungen für Energieketten Spezialisten für die Langstrecke: 40 Prozent leichter

| Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Für lange Verfahrwege in Energieketten hat Igus ungeschirmte und geschirmte Motorleitungen entwickelt, mit denen der Motion Plastics-Spezialist eine enorme Gewichtsersparnis des gesamten Systems verspricht.

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Die beiden Leichtgewichte Chainflex CF430.D und CF440 sorgen für bis zu 40 Prozent Gewichtseinsparung bei bewegten Energieketten-Anwendungen. So werden Kosten durch die Nutzung kleinerer E-ketten reduziert sowie die Energieeffizienz und die Lebensdauer von Energiekettensystemen gesteigert.
Die beiden Leichtgewichte Chainflex CF430.D und CF440 sorgen für bis zu 40 Prozent Gewichtseinsparung bei bewegten Energieketten-Anwendungen. So werden Kosten durch die Nutzung kleinerer E-ketten reduziert sowie die Energieeffizienz und die Lebensdauer von Energiekettensystemen gesteigert.
(Bild: Igus)

Ob beim Anlagen- und Maschinenbau, bei Kranen, Schiffen oder in der Fördertechnik: Die Verfahrwege bei dynamischen Anwendungen werden immer länger und die Geschwindigkeiten und auch die Anzahl der Bewegungen steigen dabei unaufhörlich. Damit gehen auch die stetig wachsende Beanspruchung und der Energieaufwand für die dauerbewegten Leitungen einher.

Mehrere Tonnen weniger antreiben

Igus hat für lange Verfahrwege mit den Chainflex-Typen CF430.D und CF440 sehr leichte Einzelader-Motorleitungen für Energieketten entwickelt. Durch ein spezielles Leiterseil sind die Leitungen bis zu 40 Prozent leichter im Vergleich zu Standard-Kupferleitungen. Bei entsprechendem Bedarf an Leitungslänge und Querschnitt summiert sich das Einsparungspotential durch die neuen Motorleitungen auf mehrere Tonnen, die weniger angetrieben werden müssen.

Materialkombination für zahlreiche Vorteile

„Möglich wird diese Gewichtsreduktion durch die Verwendung eines Leiterseiles aus speziellem CCA-Material“, erklärt Rainer Rössel, Leiter des Geschäftsbereiches Chainflex Leitungen bei Igus. „Dabei wird der Leitungskern aus leichtem Aluminium mit Kupfer beschichtet, sodass das sogenannte kupferkaschierte Aluminium (copper-clad aluminium) entsteht.“

Die Kombination beider Metalle bietet eine Vielzahl von Vorteilen: Gegenüber Vollkupferkabeln profitieren CCA-Kabel einerseits von der geringeren Dichte und damit vom geringeren Gewicht des Aluminiums. Andererseits bieten sie gegenüber einem reinen Aluminiumleiter den Vorteil, dass die Querkontaktierung durch die Kupferbeschichtung sichergestellt ist. Zudem fördert die Kupferschicht zusätzlich die Haltbarkeit des gesamten Leiterseils bei einem optimierten Verseilaufbau für die Dauerbiegungen in der Energiekette.

Entwickelt für den Einsatz in E-Ketten

Igus hat für seine CCA-Leichtgewichte ein besonderes Verseilverfahren konzipiert und den Isolationsmantelwerkstoff für den Einsatz in Energieketten weiter verbessert. Die hohe Lebensdauer im realen Einsatz hat das Unternehmen bereits im eigenen Testlabor bewiesen: Über 17 Millionen Hübe haben die Leitungen bereits ohne Ausfall in der Dauerbewegung absolviert.

Und der Marathon-Test läuft weiter. Ihr Außenmantel aus einer hochwertigen Mischung von thermoplastischen Elastomeren (TPE) macht sie außerordentlich abrieb- und biegefest und damit geeignet für hohe Beanspruchungen selbst bei tiefen Temperaturen und im Außeneinsatz.

Anwender können diese Leitungen, die speziell für sehr lange Verfahrwege im Outdoor-Bereich konzipiert sind, als geschirmte oder ungeschirmte Variante bestellen. Dabei sind die Leitungen ebenso UV- wie ozonbeständig. Wie auf alle Chainflex Leitungen gibt Igus auf die Haltbarkeit eine 36-monatige Garantie.

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