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Hannover Messe 2016

Spitzencluster it's OWL will Unternehmen fit für Industrie 4.0 machen

| Redakteur: Sariana Kunze

Damit produzierende Unternehmen in Deutschland wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie die Chancen der Digitalisierung konsequent nutzen. Praxisnahe Ansätze dafür werden im Spitzencluster it´s OWL entwickelt und in die Umsetzung gebracht. Auf dem OWL Gemeinschaftsstand auf der Hannover Messe (Halle 16 A 04) präsentieren 35 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Organisationen Lösungen und Forschungsansätze für intelligente Produkte und Produktionsverfahren.

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Auf dem OWL-Gemeinschaftsstand präsentieren 35 Unternehmen und Forschungsrichtungen Lösungen und Forschungsansätze für intelligente Produkte und Produktionsverfahren.
Auf dem OWL-Gemeinschaftsstand präsentieren 35 Unternehmen und Forschungsrichtungen Lösungen und Forschungsansätze für intelligente Produkte und Produktionsverfahren.
( it's OWL )

Im Technologie-Netzwerk it´s OWL entwickeln Unternehmen und Forschungseinrichtungen in 46 Projekten gemeinsam neue Technologien und Anwendungen, mit denen Unternehmen die Zuverlässigkeit, Ressourceneffizienz und Benutzerfreundlichkeit von Maschinen und Anlagen steigern können. Aus den Projekten sind bereits konkrete Lösungen für Industrie 4.0 entstanden, die auf der Hannover Messe gezeigt werden. Mit dem Baukastensystem für effiziente Antriebslösungen und dem intelligenten Lastmanagement der Firma Lenze können beispielsweise bis zu 30 Prozent Energie und Ressourcen in der Produktionslogistik eingespart werden. Phoenix Contact kann mittels einer durchgängigen Datenkette mit einem gemeinsamen Datenformat den Aufwand für das Engineering von Maschinen und Betriebsmitteln um 30 Prozent reduzieren.

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Von der Forschung direkt in den Mittelstand

Mit einem innovativen Transferkonzept werden neue Basistechnologien aus den Projekten für kleine und mittlere Unternehmen verfügbar gemacht. Dabei geht es beispielsweise um die Bereiche Selbstoptimierung, Mensch-Maschine-Interaktion, Intelligente Vernetzung und Systems Engineering. In Transferprojekten können KMU in Kooperation mit Forschungseinrichtungen die Technologien auf ihre eigenen Anwendungen übertragen. Bis Ende 2017 werden ca. 170 solcher Projekte umgesetzt, 73 laufen bereits oder sind abgeschlossen. Ergebnisse werden in Hannover gezeigt. So hat das Löhner Unternehmen steute mit dem Institut für industrielle Informationstechnik der Hochschule OWL Lösungen für die intelligente drahtlose Vernetzung von Schaltgeräten entwickelt. Krause DiMaTec und dem Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn ist es gelungen, additive Fertigungstechnologien in den Produktentstehungsprozess zu integrieren.

Dr. Ing. Roman Dumitrescu, Geschäftsführer it‘s OWL Clustermanagement: „Die hervorragende Resonanz und die Rückmeldungen zeigen, dass KMU in besonderer Weise von der Zusammenarbeit im Netzwerk profitieren. Mit den Transferprojekten erhalten sie einen einfachen Zugang zu praxiserprobten Technologien. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, den Mittelstand fit für Industrie 4.0 zu machen. Mit dem neuen Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 werden wir unsere Aktivitäten intensivieren und die Breite tragen.“ Das vom Bundeswirtschaftsministerium initiierte Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 bündelt künftig die Kompetenzen des Spitzenclusters it´s OWL sowie der Regionen Rheinland und Metropole Ruhr. Auf der HMI können sich Besucher über die Angebote informieren. Darüber hinaus können Unternehmen in Demonstrationszentren an den Forschungseinrichtungen neue Technologien erproben und deren Einsatzmöglichkeiten im Unternehmen ermitteln. Beispiele sind die Smart Factory in Lemgo, das Mensch-Maschine-Interaktion Transferlabor in Bielefeld und das Systems Engineering Live Lab in Paderborn.

Mit intelligente Assistenzsystemen Arbeitsbedingungen verbessern

Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt verändern. Intelligente Assistenzsysteme können beispielsweise die Arbeitsbedingungen verbessern. Das Institut für Systemdynamik und Mechatronik (ISyM) der Fachhochschule Bielefeld bietet dafür mit seinem Schwerpunkt „Human Mechatronics“ Anknüpfungspunkte: Im Entwurf technischer Systeme werden mechatronische und menschliche Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. Auf der Hannover Messe demonstriert das ISyM am Beispiel eines elastischen Roboters, wie Montagearbeiten erleichtert und Mitarbeiter unterstützt werden können.

Aussteller OWL-Gemeinschaftsstand Hannover Messe

Unternehmen: Beckhoff, Boge, Böllhoff, Centrum Industrial IT, Claas, DMG Mori, Intorq, KEB, Krause DiMaTec, Lenze, Miele, Phoenix Contact, steute, Target Industria, topocare, verlinked, Weidmüller

Forschungseinrichtungen: CoR-Lab und CITEC Universität Bielefeld, Fortschrittskolleg Gestaltung von flexiblen Arbeitswelten, Fraunhofer IEM, Fraunhofer IOSB-INA, Heinz Nixdorf Institut Universität Paderborn, Institut für industrielle Informationstechnik Hochschule OWL, Institut für Systemdynamik und Mechatronik FH Bielefeld

Netzwerke, Dienstleister und Organisationen: Clarion/ FMB Zuliefermesse Maschinenbau, Energie Impuls OWL, IHK Ostwestfalen, IHK Lippe, it´s OWL Clustermanagement, Jobware, Jung Media, Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 für die Regionen Rheinland, Ruhrgebiet und OstWestfalenLippe, OWL GmbH, OWL Maschinenbau, OWL ViProSim

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