Suchen

Digitalisierung

Spitzencluster it's OWL zieht positive Bilanz aus Transferprojekten

| Redakteur: Sariana Kunze

Der Technologietransfer für den Mittelstand aus dem Spitzencluster it's OWL ist erfolgreich. Die Transferprojekte mit Hochschulen helfen Unternehmen, neue Technologien für intelligente Produkte und Produktionsverfahren zu nutzen. Dieses Fazit zogen rund 350 Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft bei den it's OWL Transfertagen im Forschungs- und Entwicklungszentrum CIIT in Lemgo. Weitere Projekte für 2018 sind in Planung.

Firmen zum Thema

98 Unternehmen stellten auf den Transfertagen des it's OWLs Ergebnisse aus ihren Transferprojekten vor.
98 Unternehmen stellten auf den Transfertagen des it's OWLs Ergebnisse aus ihren Transferprojekten vor.
(Bild: it's OWL)

Prof. Roman Dumitrescu, Geschäftsführer it's OWL Clustermanagement, zieht ein positives Resümee zu den Transferprojekten: „Unser Technologietransfer aus der Forschung in die Wirtschaft ist sehr erfolgreich. In 171 Transferprojekten konnten Unternehmen neue Technologien nutzen, um konkrete Herausforderungen in der Produktion oder bei ihren Produkten zu lösen. 74 Prozent der Unternehmen sind mit dem Projektablauf zufrieden. 69 Prozent geben an, dass sie eine wesentliche Weiterentwicklung vollzogen haben. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, den Mittelstand in OWL fit für Industrie 4.0 zu machen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.“ Prof. Jürgen Krahl, Präsident Hochschule Ostwestfalen-Lippe, ergänzt: „Die Hochschulen und Forschungseinrichtungen in OWL sind für die Unternehmen wichtige Partner bei der Innovationsentwicklung. Das Institut für industrielle Informationstechnik der Hochschule OWL und das Fraunhofer IOSB-INA machen beispielsweise Forschungsbereiche in den Bereichen intelligente Vernetzung, Big Data und IT-Sicherheit für Unternehmen verfügbar. In unserer Smart-Factory-OWL können Unternehmen gemeinsam mit unseren Experten prüfen, wie sie neue Technologien für ihre eigene Anwendung nutzen können.“

Bildergalerie

Intelligentes Assistenzsystem für die Montage und Produktkonfigurator

98 Unternehmen stellten auf dem Transfertag die Ergebnisse ihrer Transferprojekte sowie die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen vor. Dabei geht es um selbstkorrigierende Fertigung, die einfache Bedienung und die intelligente Vernetzung von Maschinen, ein effizientes Energiemanagement und ganzheitliche Produktentwicklung (Systems Engineering).

So hat beispielsweise das Unternehmen Haseke aus Porta Westfalica gemeinsam mit dem CoR Lab der Universität Bielefeld ein intelligentes Assistenzsystem für die Montage von Tragarmsystemen entwickelt, die für medizinische Operationen eingesetzt werden. Die Werker müssen nun nicht mehr die umfangreiche Montageanleitung lesen. Vielmehr werden die Montageschritte auf einem Bildschirm angezeigt. So werden Montagefehler vermieden. Manuelle Prüfprozesse in der Montage können digitalisiert und die Prüfdaten gleichzeitig dokumentiert werden. Die Produktqualität und die die Effizienz der Fertigung steigen, die Beschäftigen werden entlastet. Das Assistenzsystem soll in einem nächsten Schritt auf weitere Produkte des Unternehmens übertragen werden.

Die Firma POS Tuning aus Bad Salzuflen, Hersteller von Displaysystemen zur Warenpräsentation, hat gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut für Entwurfstechnik Mechatronik einen Produktkonfigurator entwickelt. Das Unternehmen hat in der Angebotsphase die Herausforderung, seinen Kunden auf der Basis eines Baukastensystems mögliche Lösungsvarianten aussagekräftig zu präsentieren. Der Produktkonfigurator kann mit Hilfe von Augmented Reality (AR) die kundenspezifischen Displaysysteme virtuell erstellen. Änderungen und Anpassungen von Entwürfen können direkt vor Ort beim Kunden vorgenommen werden. Dadurch wird die Produktentwicklung vereinfacht und beschleunigt. Die Kundenzufriedenheit steigt.

Technologietransfer soll fortgeführt werden

Der Spitzencluster it's OWL will das Konzept fortführen und auch in Zukunft Unternehmen unterstützen, die Potenziale der Digitalisierung zu erschließen. Das Land Nordrhein-Westfalen hat dafür seine Unterstützung zugesagt. it's OWL Clustermanagement und die Transferpartner von it's OWL unterstützen interessierte Unternehmen bei der Entwicklung der Projektidee, der Suche nach einem Forschungspartner sowie der Antragstellung. Transferpartner des Spitzenclusters sind die IHK Lippe, die IHK Ostwestfalen, InnoZent OWL, OstWestfalenLippe, OWL Maschinenbau und pro Wirtschaft GT.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 44985746)