Betriebsmanagement & Instandhaltung Spürt die Kostenlecks auf und sichert die maximale Anlagenverfügbarkeit trotz knapper Budgets

Autor / Redakteur: Bernd Rastatter , Prokurist und Vertriebsleiter, Rösberg Engineering / Reinhard Kluger

Die Prämisse gilt für alle Instandhalter: teure Stillstandszeiten vermeiden, offensichtliche Kostentreiber ausfindig machen. ERP-Systeme mit entsprechenden Wartungsmodulen bieten für das Aufzeigen von Optimierungspotential oft aber keine ausreichende Unterstützung. Pfiffige Tools helfen da oft weiter und spüren brachliegendes Einsparpotential auf und das bei gleichzeitig erhöhter Betriebssicherheit.

Firmen zum Thema

Beispielansicht Betriebsführung mit GS Service Bilder: Rösberg Engineering
Beispielansicht Betriebsführung mit GS Service Bilder: Rösberg Engineering
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Blick eines Kaufmanns auf Betriebsführung und Instandhaltung ist naturgemäß ein anderer als der eines Instandhalters. Während sich der eine mehr für die wirtschaftliche Seite interessiert, sind dem anderen organisatorische Ablaufplanungen wichtiger. Gerade in großen Unternehmen werden mit ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning) auch Wartungsaufträge erstellt. Diese Systeme sind in der Regel aber nicht nur unflexibel, sondern schaffen dem für Organisation der Instandhaltung verantwortlichen Ingenieur oder Meister Arbeiten, die mit seinen Kernkompetenzen wenig zu tun haben. Anstatt sich tatsächlich um Planung und Durchführung von Instandhaltungsarbeiten zu kümmern, muss er sich mit umfangreicher Systemarbeit beschäftigen.

ERP-Systeme helfen manchmal nicht

Für die tatsächliche Planung von Wartungsarbeiten bieten die sehr statisch aufgebauten ERP-Systeme wenig Unterstützung. Das gilt für die generelle Planung, wann welche Instandhaltungsarbeit durchgeführt werden muss ebenso wie für die Planung wiederkehrender sicherheitsrelevanter Prüfungen. Da meist auch keine Unterstützung für den Umgang mit ungeplanten Instandhaltungsarbeiten vorgesehen ist, muss er beim Auftreten spontaner Ereignisse immer wieder improvisieren, wenn diese nicht bis zum nächsten Planungstag warten können. Optimale Arbeitsabläufe, idealer Einsatz von Personal, Werkzeug und Betriebsmitteln sind mit solchen Systemen somit nicht zu erreichen.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Einsatzplanung leicht gemacht

Tools, die speziell für die Betriebs- und Instandhaltungsplanung ausgelegt sind, wie beispielsweise GS Service (siehe Kastentext ), schaffen hier Abhilfe. Sie sind explizit an die Anforderungen des Instandhaltungsplaners angepasst. Sehr einfach lassen sich damit Pläne für regelmäßige aber auch spontane Instandhaltungsarbeiten erstellen. Dazu wird die gesamte Anlage in Form von Objekten im System abgebildet. Objekte können ebenso ganze Gebäude sein wie auch Anlagenteile bspw. ein Kessel oder einzelne Komponenten wie z.B. eine Pumpe. Die Struktur der zu verwaltenden Objekte lässt sich hierarchisch in beliebiger Tiefe anlegen. Im System hinterlegt sind darüber hinaus weitere Informationen: Mitarbeiter samt ihren Kompetenzen und Anwesenheitszeiten, Regeln für den Umgang mit spontanen Instandhaltungsaufgaben, die für eine Aufgabe benötigten Betriebsstoffe, Ersatzteile und Werkzeuge. Die Betriebsmittel-, Vorrichtungs- und Werkzeugverwaltung gibt zudem einen Überblick über den Zustand aller für die Instandhaltung benötigten Geräte und Werkzeuge.

Prüflisten hinterlegen

Zu den einzelnen Anlagenteilen – also den Objekten – lassen sich zudem Termine für regelmäßige Instandhaltungsarbeiten sowie Prüffristen hinterlegen. Aber auch konkrete Arbeitsabläufe können erfasst werden und welche Werkzeuge, Ersatzteile oder Betriebsstoffe für die jeweilige Tätigkeit nötig sind. So kann man bei der Einsatzplanung sehr genau sehen, welche Tätigkeiten dringend ausgeführt, welche Materialien erst beschafft werden müssen, bevor bestimmte Tätigkeiten ausgeführt werden können, welcher Mitarbeiter gerade freie Kapazitäten hat und vieles mehr. Vorgefertigte Standards, Drag-and-Drop-Funktionalität und ein übersichtlicher Terminkalender machen das Erstellen von Einsatzplänen also äußerst einfach.

(ID:347805)