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Elektromobilität Standards fürs Laden

| Redakteur: Carina Schipper

Noch fahren auf deutschen Straßen wenige Elektroautos. Laut Kraftfahrtbundesamt liegt die Zahl bei etwa 98.000. Das Fraunhofer ESK informiert über Kommunikationsstandards für das Laden von Elektrofahrzeugen.

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Energieversorger benötigen in Echtzeit Informationen über den kurz- und mittelfristigen lokalen Energiebedarf, um zur Entlastung des Stromnetzes den Ladevorgang bei Bedarf zu lenken.
Energieversorger benötigen in Echtzeit Informationen über den kurz- und mittelfristigen lokalen Energiebedarf, um zur Entlastung des Stromnetzes den Ladevorgang bei Bedarf zu lenken.
(Bild: Fraunhofer ESK )

In ihrem Whitepaper „Die Ladestation als Knoten im Smart Grid – Vergleich aktueller Kommunikationsstandards“ analysieren die Wissenschaftler die wichtigsten Kommunikationsstandards für das Laden von Elektroautos. Hersteller und Ort sollen laut den Oberbayern keine Rolle spielen und die Ladesäule soll von unterwegs gebucht werden können. Der Ladevorgang findet dann automatisch nach den Voreinstellungen des Fahrzeughalters statt, erläutern die Münchener. Zudem benötigen Energieversorger in Echtzeit Informationen über den kurz- und mittelfristigen lokalen Energiebedarf, um zur Entlastung des Stromnetzes den Ladevorgang bei Bedarf zu lenken. Die Auswahl der Kommunikationstechnologie hängt zum einen von der Möglichkeit zum umfangreichen, sicheren Datenaustausch – vor, während und nach dem Laden – ab. Zum anderen entscheidet eine effiziente Einbindung bezüglich Kosten und Handhabung in das Gesamtsystem. Unter diesen Gesichtspunkten haben sie verschiedene Standards untersucht und die wichtigsten Eigenschaften für eine zukunftsfähige Ladeinfrastruktur im Whitepaper zusammengetragen. Dieses bildet nach Fraunhofer ESK die Grundlage für eine intelligente Ladeinfrastruktur aus SO/IEC 15118 und IEC TR 61850-90-8, die sich nahtlos in das Smart Grid eingliedert. „Die Ladestation muss zu einem Knoten im Smart Grid werden, wenn wir bei steigender Elektromobilität weiterhin ein stabiles Netz wollen. Dies ist nur mit einer intelligenten, also kommunikativ in das Energienetz eingebundenen, Ladeinfrastruktur möglich“, verdeutlicht Enrico Nauck, Autor des Whitepapers und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer ESK, seine Motivation für die Untersuchung der Kommunikationsstandards.

Das vollständige Whitepaper steht Ihnen auf der Homepage des Fraunhofer ESK zur Verfügung.

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