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Push-In-Anschlusstechnik für industrielle Applikationen „Starke Pins“

Redakteur: Kristin Rinortner

Die modular aufgebaute Reihe RIDERSERIES ergänzt Weidmüller um neue Relaissockel mit Push-In-Anschlusstechnik. Die auf industrielle Applikationen abgestimmten Relais mit feststellbarer Prüftaste sind mit stabilen Relaisstiften ausgestattet und kompatibel zum industriellen Standard-Pinning.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Für Applikationen im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Gebäudeautomation offeriert Riderseries eine kostengünstige, variantenreiche Relais-Familie. Zur Serie gehören das Leistungsrelais RCL mit einem Wechsler 16 A und zwei Wechslern 8 A, das Miniaturrelais RCM mit zwei, drei bzw. vier Wechslern mit 12; 10; 6 A, das Multimoderelais RRD mit zwei und drei Wechslern 10 A und das Leistungsrelais RPW mit zwei bzw. drei Wechslern 10 und 16 A.

Innerhalb der Serie gibt es eine neue Relais-/Relaissockel-Version mit Push-In-Anschlusstechnik. Das „Push In“-Kontaktsystem ist nach dem Druckfeder-Prinzip konzipiert, das heißt, die Feder für den Leiteranschluss wird separat im Gehäuse gehalten. Dieses Konstruktionsprinzip trennt die mechanische und elektrische Funktion. Die Push-In-Relaissockel sollen das Potenzial besitzen, einen neuen industriellen Standard zu setzen.

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Feststellbar ausgelegte Prüftaste

Die neuen Relais haben stabile Relaisstifte und sind kompatibel zu industriellen Standard-Pinning. Integriert ist eine feststellbar ausgelegte Prüftaste. Die manuell zu betätigende Prüftaste erlaubt die Simulation von Schaltzuständen während der Inbetriebnahme. Ein Anschlag verhindert das ungewollte Einrasten der Prüftaste und somit einen ungewünschten Schaltzustand der Kontakte. Wird der Anschlag heraus gebrochen, rastet die Prüftaste ein und muss manuell wieder entriegelt werden.

Optionale LED-Einheiten zeigen den Schaltzustand an. Die integrierte Freilaufdiode schützt bei DC-Spulen die Steuerelektronik. Bei DC-Spulen ist die LED-Farbe grün, bei AC-Spulen rot. Diese farbliche Unterscheidung signalisiert optisch den Spannungsunterschied. Darüber hinaus ist der Aufdruck kontrastreich und farblich ausgeführt. Alle AC-Typen sind rot und die DC-Typen blau bedruckt. Diese Kennzeichnungen erleichtert zusätzlich die Identifikation. Im Aufdruck sind zusätzlich noch Informationen zur Kontaktart und -anzahl, dem Kontaktmaterial und der Schaltleistung sowie der Spulenspannung und Spannungsform enthalten.

Geringe Spulenverlust- und hohe Schaltleistung

Weitere besondere Merkmale der Relais sind die Spulenverlustleistung von 400 mW und die hohe Schaltleistung. Das Kontaktmaterial besteht aus einer Silber-Nickel-Legierung und eignet sich sehr gut für industrielle Applikationen. Lasten von 10 V/10 mA bis zu 250 V/16 A lassen sich sicher schalten. Es stehen ein oder zwei Wechslerversionen zur Verfügung. Die RCI-Relais haben die cURus-Zulassung und sind VDE geprüft. Komplett montierte KITs mit Sockel, Relais und Haltebügel erleichtern den Einkauf und reduzieren die Lagerhaltung.

„Push In“ nimmt massive oder feindrähtige Leiter im Querschnittsbereich von 0,75 bis 1,5 mm2 auf – mit oder ohne Aderendhülse. Die Anschlusstechnik ist als TOP-System ausgeführt: Einführen des Leiters und Betätigen des Direktsteckkontakts zum Lösen des angeschlossenen Leiters erfolgen parallel zueinander. Die Relaissockel mit verfügen über zwei Klemmstellen von jeweils 1,5 mm2. Sie lassen sich mit handelsüblichen Schraubendrehern - also mit 3,5 mm Klinge - betätigen.

Merkmale der „Push In“-Technik

Die „Push In“-Technik zeichnet sich durch einfaches, sicheres Handling und äußerst kurze, somit kostensenkende Verdrahtungszeiten aus. Der abisolierte, massive Leiter wird bis zum Anschlag in die Klemmstelle gesteckt. Ein Werkzeug zum Anschließen von massiven und gecrimpten Leiter ist nicht erforderlich.

Feindrähtige Leiter werden durch Öffnen der Klemmstelle mittels Schraubendreher angeschlossen. Für die Entnahme des angeschlossenen Leiters ist die Klemmstelle ebenfalls mit einem handelsüblichen Schraubendreher zu öffnen. Dieser wird in die vorgesehene Öffnung bis zum Anschlag eingesteckt. Die Feder gibt den Leiter frei, der nun herausgezogen werden kann. Die Direktstecktechnik gewährleistet eine sichere, rüttelfeste und Verbindung. Problemlos direkt steckbar sind ebenso feindrähtige Leiter mit aufgecrimpten Aderendhülsen - mit und ohne Kunststoffkragen.

Umfangreiches Zubehör

Zum Zubehör gehört eine 2-polige, voll isolierte, steckbare Querverbindung. Mit ihr lassen sich mehrere Potenziale parallel zueinander querverbinden. Der Vorteil: Die 2-polige Querverbindung wird in die Push-In-Kontakte zweier benachbarter Relaissockel gesteckt – jeweils eine Klemmstelle bleibt noch frei. Die innovative Formgebung der Querverbindung – anstelle eines einfachen Kamm, ist der Bügel im rechten Winkel um 5 mm abgewinkelt - verdeckt die Klemmstellen nicht. Diese lassen sich so problemlos beschalten. Die Montage der Querverbindung erfolgt von oben, sodass sie auch im gesteckten Zustand gut sichtbar ist. Zweipolige Querverbinder dienen im Eingang dem Durchschleifen der Spulenspannung, also zum Brücken der Spulenkontakte. Im Ausgang können mehrere Versorgungsspannungen, z.B. Aktor- oder Signalkreise, schnell und einfach gebrückt werden.

Die optische Kontrolle erfolgt durch LEDs (grün = DC; rot = AC), Vorbeschaltungen mit Varistor, Diode oder RC-Kombination sowie Haltebügel runden das Produktprogramm ab. Der Halteauswerfbügel verrastet das gesteckte Relais sicher auf dem Basissockel. Die Demontagefunktion erlaubt den schnellen Auswurf im Servicefall – die gesteckten Relais lassen sich einfach aus dem Sockel entnehmen. Die Haltebügel sind in Kunststoffausführung erhältlich.

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