Elektromobilität

Start des weltweit ersten E-Highways in Schweden

| Redakteur: Katharina Juschkat

Auf einem zwei Kilometer langen Autobahnabschnitt der E16 nördlich von Stockholm wird für die nächsten zwei Jahre ein Siemens-Oberleitungssystem für Lkw getestet.
Auf einem zwei Kilometer langen Autobahnabschnitt der E16 nördlich von Stockholm wird für die nächsten zwei Jahre ein Siemens-Oberleitungssystem für Lkw getestet. (Bild: Scania CV AB)

Schweden hat den weltweit ersten E-Highway in Betrieb genommen. Das Siemens-Oberleitungssystem für Lkw soll den Energieverbrauch halbieren und die lokale Luftverschmutzung verringern. Bis 2030 soll Schwedens Transportsektor unabhängig von fossilen Brennstoffen sein.

In Schweden ist der weltweit erste E-Highway in Betrieb gegangen. Die schwedische Infrastrukturministerin Anna Johansson und Energieminister Ibrahim Baylan gaben den Startschuss für das erste E-Highway-System auf einer öffentlichen Straße. Auf einem zwei Kilometer langen Autobahnabschnitt der E16 nördlich von Stockholm wird für die nächsten zwei Jahre ein Siemens-Oberleitungssystem für Lkw getestet.

Dabei werden zwei Diesel-Hybrid-Fahrzeuge des Fahrzeugherstellers Scania verwendet, die zusammen mit Siemens für den Einsatz unter der Oberleitung angepasst wurden. „Der E-Highway ist im Vergleich zu Verbrennungsmotoren doppelt so effizient. Die Konstruktion versorgt Lkw über eine Oberleitung mit Strom. Das halbiert den Energieverbrauch und verringert die lokale Luftverschmutzung“, sagt Roland Edel, Chefentwickler bei der Siemens-Division Mobility.

Bis 2030 unabhängig von fossilen Brennstoffen fahren

Der Verkehr verursacht insgesamt mehr als ein Drittel des schwedischen CO2-Ausstoßes, fast die Hälfte davon stammt aus dem Güterverkehr. Das Land hat ehrgeizige Umweltziele ausgerufen: Schwedens Transportsektor soll bis 2030 unabhängig von fossilen Brennstoffen sein. Aufgrund des erwarteten Wachstums des Güterverkehrs reicht es nicht, die Kapazitäten auf der Schiene auszubauen. Deshalb muss eine Lösung zur Entkarbonisierung des Straßengüterverkehrs gefunden werden. Mit dem zweijährigen Testbetrieb möchten die schwedische Transportbehörde Trafikverket und der Regierungsbezirk Gävleborg nun Erkenntnisse darüber sammeln, ob sich das E-Highway-System für eine dauerhafte kommerzielle Nutzung und einen weiteren Ausbau eignet.

„In Schweden wird der mit Abstand größte Teil der Güter auf der Straße transportiert. Nur ein begrenzter Teil kann auf andere Verkehrsmittel verlagert werden. Um Lkw auch weiterhin für den Güterverkehr einsetzen zu können, müssen wir die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aufheben. Elektrifizierte Straßen sind deshalb eine gute Ergänzung zum Transportwesen“, sagt Anders Berndtsson, Chefstratege der schwedischen Transportbehörde Trafikverket.

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