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Ladetechnik Strom vom Bushäuschen

| Redakteur: Carina Schipper

Die Schweizer Multi-Contact AG hat ein neues Ladekonzept für E-Busse entwickelt. Mit dem System „tankt“ der Bus an jeder Haltestelle automatisch die erforderliche Menge an Energie bis zur nächsten Station.

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Die trichterförmige Konstruktion von bis zu 500 mm ermöglicht die Kompensation von Lageungenauigkeiten.
Die trichterförmige Konstruktion von bis zu 500 mm ermöglicht die Kompensation von Lageungenauigkeiten.
(Bild: Multi-Contact AG)

Der Ladevorgang erfolgt automatisch während die Fahrgäste aus- und Neue einsteigen, so Multi-Contact. Der Busfahrer bringt das Fahrzeug an einer am Boden eingezeichneten Markierung zum Stehen. Auf der Haltestelle sitzt ein Stecker, der automatisch ausfährt und an einer Ladebuchse an der Seite des Busdachs andockt. Befindet sich der Bus nicht exakt an der Markierung, weist die Straße Unebenheiten auf oder schwankt durch die Beladung die Höhe des Busses, gleicht eine patentierte mechanische Führung diese Faktoren aus, erklären die Steckverbinder-Spezialisten. Zudem ermöglicht die trichterförmige Konstruktion mit einer Größe von bis zu 500 mm die Kompensation von Lageungenauigkeiten. Der Strom, den der Bus bei einem Stopp aufnimmt reicht aus, um die nächste Haltestelle anzufahren. So entstehen regelmäßige Ladezyklen, was kleine Batterien erlaubt. Diese reduzieren das Fahrzeuggewicht und senken die Betriebskosten, heißt es aus Allschwil. Über den Stecker fließen bis zu 900 A Ladeströme in den E-Bus. Die Schweizer können den Stecker mit maximal neun Polen bestücken (2-3 Leistungskontakte, 1 Erdungskontakt, 5 Signalkontakte). Leiterquerschnitte von bis zu 95 mm2, so versichert Multi-Contact, gestatten die kurzfristige Übertragung großer Leistungen. Zudem besitzt die Stromtankstelle ein automatisches Selbstreinigungsystem, das Fremdkörper wie beispielsweise Schmutz oder Blätter erkennt,beseitigt und so zu einer sicheren Kontaktierung des Bus- Bordnetzes mit dem Ladegerät verhilft, versprechen die Schweizer. Laut Hersteller eignet sich das Ladekonzept für mehr als 100.000 Steckzyklen.

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