Studie: Ingenieurausbildung

Studie belegt mangelnde Praxiserfahrung vieler Absolventen

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Hochschulart spielt bei Einstellung geringe Rolle

64 beziehungsweise 60 % der Führungskräfte in Unternehmen geben an, bei der Suche nach neuen Kräften keine Präferenz für Bachelor- oder Masterabsolventen von Fachhochschulen oder Universitäten zu haben. Aus Sicht der Fach- und Führungskräfte werden aber zu 42 beziehungsweise 37 % Absolventen mit breit angelegten Bachelor- oder Master-Studiengängen bevorzugt.

Die Studie offenbart hier weiteren Handlungsbedarf. Selbst bei den Lehrenden der Universitäten geben nur 41 % an, in speziellen Lehrveranstaltungen Forschungsmethoden gut oder sehr gut zu vermitteln. Bei ihren Studierenden sind nur 25 % der Meinung, hier gut bis sehr gut etwa auf eine Promotion vorbereitet zu sein. Eine forschungsorientierte Lehre kann aber ein bedeutendes Element der Praxisorientierung sein. Fast 80 % der Bachelor- und Master-Studierenden antworten zudem, über keinerlei Auslandserfahrung zu verfügen. Und über die Hälfte aller Studierenden erhielt in ihrem Studium keine oder kaum die Förderung von Fremdsprachen.

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat zusammen mit dem VDI Verein Deutscher Ingenieure und der Stiftung Mercator die Studie in Auftrag gegeben. Befragt wurden 1300 Studierende der Ingenieurwissenschaften, knapp 400 Hochschullehrende, mehr als 1400 Fach- und Führungskräfte in Unternehmen sowie gut 250 Absolventen, die kürzlich in den Beruf eingestiegen sind.

Dieser Beitrag ist zuerst auf unserem Schwesternportal PROCESS erschienen.

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