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Energiemarkt Studie: Versorger brauchen 50 Milliarden

| Redakteur: Carina Schipper

Die europäischen Energiepreise am Effektivmarkt gehen weiter nach unten. Darunter leiden vor allem die Versorger. Laut Euler Hermes brauchen die Unternehmen in den nächsten Jahren rund. 50 Mrd. Euro. Wirtschaftsverbände warnen vor neuen Hilfen durch den Staat.

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Die Energieversorger stehen laurt Euler Hermes vor großen Herausforderungen.
Die Energieversorger stehen laurt Euler Hermes vor großen Herausforderungen.
(Bild: Public Domain Pictures)

Strom kostet auf dem europäischen Markt immer weniger und lässt die Gewinnspanne der Konzerne schrumpfen. In den letzten sechs Jahren ging die Rendite um sieben Prozent nach unten. Hinzu kommt noch eine erhebliche Verschuldung der Firmen. Im Zeitraum der nächsten 30 Jahre, so Euler Hermes, wird die Branche pro Jahr mit rund 50 Mrd. Euro bezuschusst werden müssen.

Die Frage nach der Finanzierung dieser Investitionen ist allerdings unklar. Produzierende Unternehmen setzten schon seit Jahren auf Stromsparen, das bringt den Energiekonzernen weniger Umsatz ein. Die Energienachfrage bei den Versorgern ist aber von zwei Seiten aus eingedämmt. Auf der einen stehen die Firmen, die ihr Einsparpotential ausschöpfen wollen und auf der anderen die Bevölkerung, deren Wahrnehmung für bewussten Umgang mit Energie wächst.

Die Wirtschaftsexperten sehen für Europa bis 2020 ein Wachstum der Energieproduktion von nur 0,4 Prozent pro Jahr voraus. Erneuerbare Energien werden bei der Stromerzeugung zunehmen. Elektrizitätsnutzer müssen laut Studie weiter tiefer in die Tasche greifen. An den Stromrechnungen hat die EEG-Umlage bis jetzt durchschnittlich einen Anteil vom etwa einem Drittel. Höhere Preise schlagen sich vor allem in der Elektronik- und Aluminiumbranche nieder, da die Unternehmer 35 Prozent der Produktionskosten in diesem Bereich ausgeben. Die Bundesregierung will dieses Defizit durch teilweise schon entschiedene Industrierabatte ausbügeln, so Euler Hermes.

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