Rittal Systemanbieter eröffnet Tochtergesellschaft in den USA

Redakteur: Sariana Kunze

Rittal hat seine neue US-Firmenzentrale bei Chicago eingeweiht. Der Umzug ist Teil einer Strategie, mit der Rittal in seinem wichtigsten Auslandsmarkt weiter wachsen will. Die amerikanische Tochtergesellschaft ist im industriellen Zentrum der USA angesiedelt. Am weiter bestehenden Standort Urbana, Ohio erfolgen zusätzlich größere Investitionen in die Produktion.

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Friedhelm Loh und Gouverneur Pat Quinn (rechts) eröffnen gemeinsam die neue Firmenzentrale von Rittal in den USA.
Friedhelm Loh und Gouverneur Pat Quinn (rechts) eröffnen gemeinsam die neue Firmenzentrale von Rittal in den USA.
(Rittal)

Kern des neuen Firmensitzes von Rittal ist ein hochmodernes Kompetenzzentrum sowie ein Schulungsbereich. „Die Eröffnung des neuen Standortes in den USA ist Bestandteil unserer internationalen Wachstumsstrategie, die neben den Vereinigten Staaten unter anderem China, Indien und Deutschland umfasst“, sagt Friedhelm Loh, Inhaber und Vorsitzender der Geschäftsführung von Rittal. „Wir fühlen uns im Land seit langem zuhause und setzen dort sowohl auf die Erholung der klassischen Industrien als auch auf das dynamische Wachstum im IT-Sektor.“

Rittal setzt auf weiteres Wachstum in den USA

Die neue Firmenzentrale ergänzt die amerikanische Produktionsstätte von Rittal in Urbana, Ohio sowie die bestehenden Vertriebszentren in Texas und Nevada. Auf diese Weise will Rittal sein Engagement gegenüber amerikanischen Kunden landesweit deutlich ausbauen. Gestartet im Jahr 1982, hat Rittal in den USA inzwischen insgesamt rund 800 Mitarbeiter und verfügt über mehr als 47.000 Quadratmeter Produktionsfläche. Parallel zum Umzug nach Chicago investiert Rittal mehrere Millionen Euro in den Ausbau der Fertigungsanlagen am Standort Urbana. Dadurch will Rittal seine Produktion flexibler und leistungsfähiger im Hinblick auf die Bedürfnisse des amerikanischen Marktes gestalten.

„Mit dem Umzug in den Großraum Chicago sind wir nun mitten in einer der wichtigsten Industrieregionen der USA präsent“, sagt Frank Delesen, Geschäftsbereichsleiter Amerika bei Rittal. „Damit sind wir auch ganz nah an unseren Kunden.“ Ein großer Standortvorteil sei insbesondere die Nähe zum Flughafen von Chicago, der eines der wichtigsten amerikanischen Drehkreuze ist.

Illionis Gouverneur besuchte Loh in Deutschland

Besonders erfreut über die Standortwahl zeigte sich auch Pat Quinn, Gouverneur des Bundesstaates Illinois. Er hatte sich im vergangenen Jahr mit Friedhelm Loh in Deutschland getroffen und für die Eröffnung eines Rittal Standortes in seinem Bundesstaat geworben. Ein Hauptaugenmerk liegt auf dem Kundenzentrum mit seinen erweiterten Schulungsressourcen, aber auch auf den Produkttesteinrichtungen und einem großen Ausstellungsbereich, in dem Kunden das gesamte Rittal System hautnah erleben können.

Die USA erleben derzeit einen Aufschwung in der traditionellen Industrie. Wie wichtig die USA als Markt weiter sind, belegen auch aktuelle Zahlen des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI). Demnach sind die Vereinigten Staaten noch vor China weiter der wichtigste Abnehmer für die deutsche Elektroindustrie. Allein im ersten Halbjahr 2013 exportierten deutsche Elektrounternehmen Güter im Wert von 6,4 Mrd. Euro über den Atlantik. Für Rittal sind die USA nach Deutschland der wichtigste Markt.

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