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Es wurde daher ausschließlich in Messgeräten für anspruchsvolle Aufgaben mit relativ geringen Stückzahlen eingesetzt. Damit war dieses Verfahren für Nischenanwendungen in der Fabrikautomation oder automatisierungsfremden Bereichen, wie z.B. der Geodäsie, im Bergbau oder für militärische Zwecke prädestiniert.

Kostengünstig umgesetzt wurde jetzt die direkte Lichtlaufzeitmessung in dem als Pulse-Ranging-Technology (PRT) bezeichneten Verfahren. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung der klassischen Puls-Laufzeit-Messung für den Einsatz in Serienprodukten, also nicht um ein exklusives Hochpreis-Verfahren für ausgewählte Einsatzbereiche, sondern vielmehr um eine erschwingliche Technologie für den Massenmarkt. Damit wird PRT erstmalig für den breiten Markt der Automatisierung praktisch einsetzbar. PRT ist derzeit in keinem vergleichbaren Produkt des Wettbewerbs zu finden.
Hochenergieimpulse statt Dauerlicht
Die Pulse Ranging Technology arbeitet mit diskreten Lichtimpulsen. Diese werden von einer Laserdiode ausgesendet, am Zielobjekt reflektiert und von einem lichtempfindlichen Sensorelement wieder aufgefangen. Die Überlegenheit der Pulse Ranging Technology liegt in der bis zu 1000-mal höheren Energiedichte, die die Lichtimpulse gegenüber dem Dauerlicht der Phasenkorrelation aufweisen. Störeffekte durch ungünstiges Fremdlicht oder schlechte Reflexionseigenschaften von Objektoberflächen üben damit eine ungleich geringere Beeinträchtigung der Funktionsweise aus. PRT liefert stets genaue, zuverlässige, konstante, eindeutige und reproduzierbare Ergebnisse - unabhängig von Umgebungsbedingungen wie Oberflächenbeschaffenheit, Farbe oder vorhandenem Fremdlicht.
Kostengünstig trotz überlegener Technik
Dem Anwender erleichtern Sensoren mit PRT nicht nur den praktischen Umgang mit optischen Distanzsensoren, sondern ebnen auch den Weg zu neuen Einsatzgebieten. Die kostengünstigen PRT-Sensoren sind dann zur Stelle, wenn binäre oder analoge Sensoren mangels Reichweite an ihre Grenzen stoßen, ein besonders kleiner Lichtfleck gefordert ist oder widrige Umgebungslichtbedingungen zu meistern sind. Mehrere Geräte lassen sich problemlos gegeneinander ausrichten, ohne Gefahr einer gegenseitigen Beeinflussung. Damit kann man Objekte aus verschiedenen Richtungen vermessen, durch Differenzbildung Dickenmessungen an Papier- und Kunststoffrollen vornehmen und sonstige Gegenstände klassifizieren.
Alte und neue Einsatzgebiete

Die von Pepperl+Fuchs entwickelte Pulse-Ranging-Technology ist bereits in konkreten Produkten verfügbar: Der „Große“, das Entfernungsmessgerät VDM100 ist mit bis zu 300 m Reichweite und einer Wiederholgenauigkeit von <0,5 mm prädestiniert für die schnelle und präzise Positionierung von Regalbediengeräten und Flurförderfahrzeugen.

Der „Kleine“, ist der kostengünstige Distanzsensor VDM28 im kompakten Standardlichtschrankengehäuse. Mit einem Messbereich bis 50 m übertrifft er viele vergleichbare Sensoren deutlich. Sein kleiner Lichtfleckdurchmesser ermöglicht z.B. auch in engen Durchbrüchen und nahe an Kanten präzise Messungen. Durch die Verwendung einer roten Laserdiode erkennt man bei der Inbetriebnahme und während des Betriebs sofort, ob das Gerät korrekt ausgerichtet ist. Er erreicht Wiederholgenauigkeiten von fünf mm und eine absolute Genauigkeit von 25 mm.
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