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Digitale Transformation

Technologie-Netzwerk it's OWL startet neue Projekte

| Redakteur: Katharina Juschkat

Ab Herbst diesen Jahres sollen verschiedene Projekte von Unternehmen und Hochschulen des Technologie-Netzwerks it's OWL zu Themen wie Künstliche Intelligenz und Arbeitswelt der Zukunft starten. Zudem können sich Unternehmen mit einem Transferprojekt bewerben.

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Bringen die Zukunft von it's OWL auf den Weg (v. l.): Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk (Vorsitzende Campus OWL), Günter Korder (Geschäftsführer it's OWL Clustermanagement), Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Herbert Weber (Geschäftsführer it's OWL Clustermanagement), Prof. Dr. Jürgen Gausemeier (Vorsitzender Clusterboard it's OWL), Dr. Stefan Breit (Geschäftsführer Miele) und Prof. Dr. Roman Dumitrescu (Geschäftsführer it's OWL).
Bringen die Zukunft von it's OWL auf den Weg (v. l.): Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk (Vorsitzende Campus OWL), Günter Korder (Geschäftsführer it's OWL Clustermanagement), Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Herbert Weber (Geschäftsführer it's OWL Clustermanagement), Prof. Dr. Jürgen Gausemeier (Vorsitzender Clusterboard it's OWL), Dr. Stefan Breit (Geschäftsführer Miele) und Prof. Dr. Roman Dumitrescu (Geschäftsführer it's OWL).
( Bild: It's OWL )

Das Technologie-Netzwerk it's OWL will mit seinen 24 Kernunternehmen und sechs Hochschulen ab Herbst mit neuen Projekten zu den Themen Künstliche Intelligenz, Digitale Plattformen, Digitaler Zwilling und Arbeitswelt der Zukunft starten. Das sind die Projekte:

Maschinen lernen aus Erfahrung

Ziel des Projekts „Maschinelles Lernen in der Produktion“ ist es, dass Maschinen und Anlagen nicht nur auf einprogrammierte Muster reagieren, sondern aus Erfahrungen lernen. So können sie ihre Leistungsfähigkeit im Laufe ihrer Einsatzzeit verbessern und sich automatisch an sich ändernde Bedingungen anpassen. Sechs Unternehmen und vier Forschungseinrichtungen wollen dafür neue Methoden entwickeln und auf einer Plattform für weitere Unternehmen verfügbar machen.

Dr. Stefan Breit, Geschäftsführer von Miele, die das Projekt mit begleiten, erklärt: „Durch maschinelles Lernen können wir die Produktion von Staubsaugern und Waschmaschinen erheblich steigern. Maschinenausfälle und Ausschuss werden vermieden. Der Einsatz von Energie und Materialien wird reduziert.“

Produkte stärker mit Service verzahnen

In zwei weiteren Projekten geht es neun Unternehmen und vier Forschungseinrichtungen darum, die Potenziale digitaler Plattformen für kleine und mittlere Unternehmen auszuschöpfen. Hintergrund ist, dass der Anteil des digitalen Geschäfts im Maschinenbau kontinuierlich ansteigt. Um wettbewerbsfähig zu bleiben und ihren Kundenzugang zu erhalten, müssen die Unternehmen ihre Produkte immer stärker mit Services verzahnen. Durch digitale Plattformen können sie vom Auftragseingang über Produktion bis zur Logistik eine durchgehende Lösung für den Kunden anbieten.

Ein weiteres Projekt fokussiert die Entwicklung, die Nutzung und die Interaktion von digitalen Zwillingen. Darunter versteht man eine digitale Abbildung einer Maschine, welche die reale und virtuelle Welt miteinander verbindet. Die Abbildung im virtuellen Raum entsteht unter Einsatz von Daten, die beispielsweise durch Sensoren ermittelt werden. Mithilfe von digitalen Zwillingen können Maschinen und Anlagen über ihren gesamten Lebenszyklus dargestellt werden. So können beispielsweise schon während der Planung einer neuen Anlage digitale Simulationen genutzt werden, um die realen Abläufe zu optimieren. Die Projekte werden derzeit beim Land beantragt und sollen bei positiver Bewertung im Oktober starten.

Jetzt für Transferprojekt bewerben

Der Technologietransfer in den Mittelstand ist ein Alleinstellungsmerkmal von it´s OWL. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen können in Transferprojekten mit einer Hochschule oder Forschungseinrichtung neue Technologien nutzen, um konkrete Herausforderungen der digitalen Transformation zu lösen. Anwendungsbereiche sind beispielsweise die Einführung von Assistenzsystemen, Ansätze für maschinelles Lernen, neue Verfahren der Produktentwicklung oder die Entwicklung von Smart Services. Die Unternehmen erhalten für Transferprojekte eine Förderung zwischen 60 % und 80 % der Gesamtkosten. Ein Unternehmen kann bis zu 60.000 Euro Fördermittel erhalten.

Dazu reichen Unternehmen gemeinsam mit einer Forschungseinrichtung eine Projektskizze beim it´s OWL Clustermanagement ein, in der sie die geplanten Aktivitäten und Ergebnisse beschreiben und mit einem Angebot versehen. Nach Prüfung durch das Clustermanagement und die Bezirksregierung Detmold wird ein Gutschein ausgestellt, der nach Abschluss des Projekts ausgezahlt wird. Interessierte Unternehmen können sich bei der Entwicklung der Idee und der Vermittlung eines Forschungspartners durch die it´s OWL Clustermanagement GmbH und die Transferpartner beraten lassen.

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