Induktive Winkelsensoren für die Positionsüberwachung

Thüringer Poka Yoke schließt Montagefehler aus

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Erst nachdem die Steuerung diese drei iOs (in Ordnung) registriert hat, kann die nächste Schraube montiert werden: Wenn die Reihenfolge zuvor einprogrammiert wurde, lässt sich auch nur jene Schraube montieren, die in der Steuerung als zweite Schraube hinterlegt ist.

Positionsüberwachung als zusätzliche Sicherheitsstufe in der Montage

„Die Drehmoment-Überwachung haben wir schon lange“, sagt der Technische Leiter, „aber die Überwachung der Position ist relativ neu. Letztere bietet eine zusätzliche Sicherheitsstufe für den Montageprozess und ist mit dem induktiven Winkelsensor auch einfach zu realisieren. Ein großer Vorteil ist, dass der Turck-Sensor berührungslos funktioniert und keine mechanische Verbindung zum Positionsgeber erfordert. Die vier Millimeter Toleranz beim Versatz des Drehgebers erleichtern uns deutlich die Montage: Wir müssen nicht mehr so genau montieren und zudem den Sensor nicht gegen Berührung sichern, weil ein leichter Stoß die Messung nicht beeinträchtigen kann.“

Tolerante Sensoren

Ein anderer Vorteil des RI-Winkelsensors ist die Unempfindlichkeit gegenüber Magnetfeldern und Metallumgebungen. Die meisten anderen Sensoren auf dem Markt haben entweder eine mechanische Verbindung zwischen Drehgeber und Sensor oder sind anfällig für magnetische Umgebungen, wie große Motoren oder Schweißgeräte sie erzeugen.

Seine Unempfindlichkeit erreicht der Sensor durch sein Resonator-Messprinzip, das auf einen magnetischen Positionsgeber verzichtet. Stattdessen basiert das Resonator-Messverfahren von Turck auf einem Schwingkreis, den Sensor und Positionsgeber bilden. Das Prinzip verbindet Präzision mit Störsicherheit und Vibrationsfestigkeit

Sensoren einfach justieren und einstellen

Ein weiterer Vorteil der Sensoren ist ihre einfache Justage und die Einstellung von Positionen mit Hilfe eines von Möve entwickelten Programms. Auf dem Display der Siemens-Steuerung zeigt Zimmermann, wie Montagepunkte einprogrammiert werden. Im Teachmodus der Steuerung führt er den Parallelarm zum gewünschten Montagepunkt und tippt auf das Display, die Steuerung definiert und übernimmt die aktuellen Werte der drei Winkelsensoren als x-,y- und z-Koordinate des Montagepunkt 1. Abhängig davon, wie exakt die Position gesichert werden muss und in welcher Entfernung der nächste Montagepunkt liegt, kann der Anwender ein Toleranzfenster um den Punkt herum festlegen.

„Für den Kunden ist unsere Montagevorrichtung heute einfach und zuverlässig anzuwenden. Und auch für uns selbst bedeutet der Einsatz der Turck-Winkelsensoren eine erhebliche Erleichterung. Früher haben wir den Parallelarm mit einem optischen Längenmesser zwischen den beiden Armen konstruiert, um so auch die Position des Arms zu erfassen. Der optische Sensor war aber erheblich schwerer zu montieren und störanfällig im Betrieb“, resümiert Michael Zimmermann.

* Evelyn Märtin, Vertriebsspezialistin, Turck

(ID:34674900)