Datenkabel Tordierbare Lichtwellenleitungen für die Bildverarbeitung übertragen sicher die Daten

Autor / Redakteur: Rainer Rössel / Reinhard Kluger

Hohe Haltbarkeit, sehr hohe Übertragungsraten und ausgezeichnete EMV-Sicherheit: Diese Vorteile gegenüber herkömmlichen Kupferleitungen spielen Lichtwellenleiter in dauerhaft bewegten Anwendungen besonders aus. Tordierbare LWL für schnelle, mehrdimensionale Bewegungen von Robotern eröffnen jetzt neue Einsatzmöglichkeiten bei der Bildverarbeitung.

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Energieketten-Testlabor von igus: 430 Leitungen wurden dort 2009 getestet, 2010 waren es noch mehr
Energieketten-Testlabor von igus: 430 Leitungen wurden dort 2009 getestet, 2010 waren es noch mehr
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Kölner igus GmbH beschäftigt sich bereits seit über 15 Jahren mit dem Thema Lichtwellenleiter im dauerbewegten Einsatz. Die Entwicklungen gehen ständig weiter. Die guten Erfahrungen der Kunden in Anwendungen mit klassischen Feldbusleitungen führten zu einer immer stärkeren Nachfrage nach vergleichbaren Leitungen für Hochgeschwindigkeitsbussysteme. Heute bietet das Unternehmen für nahezu alle Anforderungen die passenden Leitungstypen an.

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Mit steigender Auflösung und Abtastfrequenzen digitaler Visualisierungssysteme wachsen zwangsläufig auch die zu übertragenden Datenmengen rasant an. Hier kommen schnelle Bussysteme zum Einsatz. Typische Vertreter sind hier zum Beispiel FireWire, USB sowie GigE oder auch CameraLink, für die jeweils entsprechende Leitungen konzipiert worden sind.

Busleitungen für Visualisierungssysteme

Bei der Entwicklung hat das Unternehmen das Hauptaugenmerk auf eine mechanisch stabile Leitungskonstruktion gelegt, um die kapazitiven und induktiven, also die elektrisch wichtigen Eigenschaften über eine hohe Zyklenzahl zu gewährleisten. Auch beim mechanischen Aufbau der Schirme ist durch die Werkstoffauswahl und spezielle Fertigungsverfahren auf eine lange Lebensdauer hingearbeitet worden. Im industriellen Umfeld spielen aber nicht nur die elektrischen und mechanischen Eigenschaften eine Rolle, sondern auch die Beständigkeit gegen unterschiedliche Medien wie beispielsweise Öle oder Kühlschmierstoffe. Dabei hat der bewährte TPE-Außenmantel seine Tauglichkeit bereits in unzähligen Anwendungen bewiesen.

Industrietauglichkeit nachgewiesen

Alle zur Verfügung stehenden Leitungen werden im firmeneigenen Technikum umfassenden Tests unterzogen, um valide Aussagen treffen zu können. Jährlich sind das über 600 Leitungstests. In einem Beispiel wurden etwa verschiedene Industriekameras auf einem Linearmotor mit einer Geschwindigkeit von 2 m/s, einer Beschleunigung von 5 m/s2 und einem Verfahrweg von 600 mm verfahren, während in den verwendeten Energieketten ständig die Busleitungen bewegt wurden. Das Ergebnis war eindeutig: Trotz der langen Leitungslängen von bis zu 10 m besonders bei USB und FireWire konnte selbst nach einer Hubzahl zwischen drei und sechs Millionen keine Beeinträchtigung der Bildqualität festgestellt werden. Die Industrietauglichkeit der Hochgeschwindigkeits-Busleitungen wurde eindeutig nachgewiesen.

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