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Transferprojekte testen Gestensteuerung und Funk für Sensorik

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Funk statt Kabel bringt mehr Flexibilität

Ziel des Transferprojekts war es, die Voraussetzungen für eine funkgestützte Parametrierung zu schaffen und damit die Anpassung des Sensors an die individuellen Anforderungen zu erleichtern sowie reale Betriebsdaten für das Life-Cycle-Management bereit zu stellen. Die Projektpartner hatten sich konkrete Ziele gesetzt: Die Zeitersparnis bei der Parametrierung und Wartung der Sensoren sollte 30 Prozent betragen und die Kosten der Sensoren sollten um 20 Prozent reduziert werden. Dabei wurde auch berücksichtigt, dass die Sensoren häufig unter ungünstigen Bedingungen arbeiten. Dazu gehören elektromagnetische Störfelder von Maschinen und Anlagen ebenso wie Korrosion und – bei Außenanwendungen – ein breites Temperaturspektrum. Fragen der Safety und Security – insbesondere die Beeinflussbarkeit der Sensoren durch die Einbindung in Funknetze – wurden ebenfalls einbezogen. Das Ergebnis der Marktuntersuchung: Bluetooth Low Energy (BLE) ist am besten geeignet. Übertragungsgeschwindigkeit und Performance dieses Protokolls sind ausreichend, der Energieverbrauch gering, der Einsatz auch in gefährdeten Bereichen möglich. Darüber hinaus lässt sich BLE einfach in mobile Betriebssysteme auf Android-, iOS- und Windows-Basis integrieren. Auch auf der Hardware-Ebene ist die Integration in die Sensorik einfach, weil entsprechende ICs und Boards vorhanden sind. Um die Praxistauglichkeit zu beweisen, erstellten die Projektbeteiligten ein Protokoll für die seit mehr als zehn Jahren verfügbare Hardware-Schnittstelle und implementierten dieses Protokoll in einer Android-App. Als Gerätebasis wurde ein Sensor für die Gebäudetechnik verwendet: Ein oftmals in Deckenkonstruktionen montierter Messumformer misst über ein Messkreuz den Luftdurchsatz. Dieser Demonstrator stellte unter Beweis: Die Parametrierung und der Service eines Sensors sind möglich, ohne das Gerät erreichen und physisch bedienen zu müssen. Fischer wird eine Pilot-Serie der Funk-Durchflusssensoren auflegen, um die Möglichkeiten der Datengewinnung zu Servicezwecken in der Praxis zu erproben. Zudem wird ein Funktionskonzept für mobile Endgeräte erarbeitet und die Durchführung einer Feldstudie vorbereitet, um die Akzeptanz dieser neuen Technologie in den angestammten Märkten des Sensorherstellers bewerten zu können.

Im Technologie-Netzwerk it´s OWL – Intelligente Technische Systeme Ostwestfalen-Lippe – entwickeln rund 200 Unternehmen und Forschungseinrichtungen in 47 Projekten Ansätze für intelligente Produkte und Produktionsverfahren. In den vergangenen drei Jahren konnten 170 Transferprojekte für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) umgesetzt werden.

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