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igus Treppchenbesetzung für den „vector award“ entschieden

| Redakteur: Sariana Kunze

Auf der Hannover Messe gab igus die Gewinner des weltweiten Wettbewerbs „vector award“ bekannt. Die Jury nominierte drei Unternehmen aus 110 Einsendungen aus 23 Ländern.

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Der technische Energieversorger CEZ Group erhielt den goldenen „vector“ von igus
Der technische Energieversorger CEZ Group erhielt den goldenen „vector“ von igus
( Archiv: Vogel Business Media )

Bereits zum zweiten mal fand die Initiative statt, gemeinsam mit dem ZVEI, dem WZL der RWTH Aachen und dem TÜV Rheinland. Der „vector award“ steht offiziell unter der Schirmherrschaft des Bereichs Industrial Automation der Hannover Messe.

Nahmen am ersten Energieführungs-Wettbewerb vor zwei Jahren knapp 80 Einsender teil, so zählte die Jury dieses Jahr über 110 zum Teil spektakuläre Einsendungen aus allen Teilen der Welt: von China, Indien, Korea und Singapur über die USA, Kanada und Brasilien bis quer durch Europa.

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Goldmedaille für technisches Unternehmen

Im Rahmen eins feierlichen Empfangs am Messestand von igus wurden jetzt die Gewinner prämiert. Der goldene „vector“ und ein Preisgeld von 5.000 Euro gehen nach Tschechien an den Energieversorger CEZ Group. Im Braunkohlekraftwerk von Tusimice wird der bislang längste Verfahrweg der Welt mit einer Kunststoff-Energiekette - 615 Meter - realisiert. Unter rauen Umgebungsdingungen ist ein „Heavy Duty“-Rollen-Energiekettensystem der igus-Serie „5050RHD“ an der Fördereinheit des großen Braunkohlebaggers installiert. Das robuste System, konfektioniert mit „Chainflex“-Spezialleitungen, trage deutlich zur Betriebssicherheit bei, so die Betreiber. Ausfallzeiten der Anlage, etwa durch Kabelbrüche, seien gegenüber früher auf Null reduziert worden. Solche Rollen-Energieketten für lange Verfahrenswege, von igus entwickelt, werden bereits seit über zehn Jahren rund um den Globus eingesetzt.

Silbermedaille geht nach Indien

Den silbernen „vector“ verlieh die Jury an National Mineral Development Corp. Ltd. in Hyderabad, Indien. Das Staatsunternehmen gehört zum „Ministy of Steel“ und ist u.a. in der Exploration tätig. In einer Stahlmine in schwer zugänglichem Gelände ist ein Schaufellader im Einsatz, der sich um +/- 180° im Kreis bewegt. Da die zwischen den Drehtellern zuvor eingesetzte schwere Stahlkette bereits nach zwei Jahren beschädigt war, wurde auf eine moderne Kunststoff- Ausführung umgerüstet. Ein 18,5 Meter langes Energiekettensystem von igus mit rückwärtigem Biegeradius (RBR) läuft seitdem stabil, zuverlässig und wartungsarm ohne Ausfall, so NMDC. Die Lasten sind gigantisch, allein die Leistungen in der Energiekette haben ein Gewicht von 54 Kilogramm pro Meter.

Dritter Platz geht an Deutschland

Den bronzenen „vector“ und 1.000 Euro Preisgeld hat Konstrukteur Rene Petsch von Deckel Maho Seebach gewonnen. Hier wurde eine Fahrständer-Fräsmaschine weiterentwickeln, die jetzt noch präziser, flexibler und wirtschaftlicher als ihr Vorgänger ist. Für eine höhere Präzision sorgen u.a. das steige Maschinenbett aus Mineralguss un der symmetrische Fahrständer. Um den Bauraum gering zu halten, werden die Y- und Z-Achse der Maschinen gemeinsam mit nur einer Energiekette realisiert. Eingesetzt ist die Universal-Energiekette „E4.1“ von igus. Die Innenhöhe der verwendeten Kette beträgt hier 42 mm. Der patentierte Hintergriff des „E4.1“-Systems sorgt für eine hohe seitliche Stabilität, die aufgrund der bis zu acht m/s² hohen Querbeschleunigung durch die X-Achse notwendig ist. Die Energiekette wurde stehend angeschlossen mit einseitig einknickendem Trum.

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