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Energiepreise Trotz IS: Öl zieht Gas nach unten

| Redakteur: Carina Schipper

Während der Kurs für Strom wieder ansteigt, erreicht der Gaspreisindex im Oktober einen Tiefpunkt, wie aus den Analysen der Ispex AG hervorgeht.

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Im Gegensatz zur Vergangenheit wirken sich die Unruhen und Kämpfe im nahen Osten wie etwa in Syrien nicht auf den Öl- und somit auf den Gaspreis aus.
Im Gegensatz zur Vergangenheit wirken sich die Unruhen und Kämpfe im nahen Osten wie etwa in Syrien nicht auf den Öl- und somit auf den Gaspreis aus.
(Bild: Karl-Ludwig Poggemann, unter CC BY 2.0-Lizenz, flickr.com)

Erstmals seit Juli orientiert sich der Preis für Strom wieder etwas nach oben. Im Durchschnitt schlägt eine KWh 0,25 Cent teuer zu Buche als im Vormonat September. Mit 3,97 Cent pro KWh bleibt der Preis für elektrische Energie noch unter der 4-Cent-Marke. „Aufgrund der eher verhaltenen Erwartungen an die Weltwirtschaft könnte der Anstieg im Oktober nur eine Zwischenstation sein und sich schon bald wieder relativieren“, so Stefan Arnold, Vorsitzender von Ispex. Der Analytiker rät den Unternehmen, sich bei weiter kletternden Preisen kurzfristig mit einem Teil der Bedarfsmenge einzudecken, um sich gegen höhere Kosten abzusichern.

Mit einem KWh-Preis von 2,53 Cent für Gas unterbietet der Preis im Oktober den Stand von September um nochmals 0,14 Cent. Damit befindet sich der Gaspreis auf dem seit 2011 niedrigsten Stand. Politische Unruhen und Unsicherheiten im nahen Osten, wie beispielsweise die Kämpfe um die syrisch-türkische Grenzstadt Kobane, wirken sich im Gegensatz zu den vergangen Jahren nicht preistreibend auf den Ölkurs an den Börsen aus. Da die Öl- und Gaspreise zusammenhängen, sorgen die vergleichsweise geringen Kosten für Öl auch für das niedrige Preisniveau beim Gas, erklären die Oberfranken. Eine Einschätzung der weiteren Preisentwicklung in diesem Bereich lässt sich laut Ispex kaum absehen. Laut Stefan Arnold zeigen die Analysen aus Bayreuth: „Viele Unternehmen nutzen jetzt die Chance, sich mit günstigem Gas für die Jahre 2015 und 2016 einzudecken, um neben einem günstigen Preis auch Kalkulationssicherheit zu erhalten.“ Ispex warnt jedoch, die Unternehmen sollten bei einer möglichen Kehrtwende des Trends in der Lage sein, schnell zu handeln und sich mit günstigem Gas einzudecken.

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