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Hyperloop TU München baut Prototypen für Hyperloop

| Redakteur: Katharina Juschkat

Das Projekt Hyperloop des Tesla-Gründers Elon Musk ist in aller Munde. In der finalen Runde des international ausgerufenen Wettbewerbs um einen Prototypen ist das Team der TU München mit Material des Aluminium-Herstellers Gleich Aluminium mit dabei.

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Die wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt mit ihrem Prototypen für den Hyperloop, der zu den 30 besten Prototypen gehört.
Die wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt mit ihrem Prototypen für den Hyperloop, der zu den 30 besten Prototypen gehört.
(Bild: Uli Benz / TU Muenchen)

Der Hyperloop ist ein Konzept für ein Hochgeschwindigkeitstransportsystem, das elektrisch getriebene Transportkapseln mit Reisegeschwindigkeiten bis zur Schallgeschwindigkeit durch eine stark evakuierte Röhre befördern soll. Der Visionär Elon Musk, CEO von Tesla Motors, Space X und Gründer von Paypal, stellte diese Vision 2013 vor.

Wettbewerb sucht besten Hyperloop-Prototypen

Der von Warr entwickelte Prototyp nutzt ein elektrodynamisches Schwebesystem und einen Turbokompressor, um den Strömungswiderstand im Grobvakuum der Röhre zu minimieren.
Der von Warr entwickelte Prototyp nutzt ein elektrodynamisches Schwebesystem und einen Turbokompressor, um den Strömungswiderstand im Grobvakuum der Röhre zu minimieren.
(Bild: Warr)

Sein Unternehmen Space X rief im Juni 2015 zu dem internationalen Wettbewerb „Hyperloop Pod Competition“ auf, in dem es um einen Prototypen geht, der auf einer Strecke von 1,6 km seine Funktionstüchtigkeit unter Beweis stellen muss. Über 700 Teams aus aller Welt beteiligten sich an der Vorauswahl. Nur 30 Teams haben die Hürde der Konzeptpräsentation überwunden und arbeiten derzeit an Prototypen.

Die wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Raketentechnik und Raumfahrt der TU München, kurz „Warr“, ist das einzige deutsche Team in der Endrunde. Zu den Mitbewerbern der letzten Runde zählen namenhafte Teams wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT) und die University of California. Als einziges weiteres europäisches Team qualifizierte sich die TU Delft aus den Niederlanden. Rund 40 Studenten unterschiedlichster Fachrichtungen haben bei Warr ihre Freizeit für die Entwicklung des Pods eingesetzt. Am 4. Juli 2016 präsentierte die Warr erstmals ihren Hyperloop Pod der Öffentlichkeit. Sicherheit und Skalierbarkeit stehen im Fokus der Entwicklung. Im Sommer 2016 darf das Team mit ihrem Prototyp auf einer eigens entwickelten Teststrecke in Los Angeles antreten.

Sponsoren ermöglichen Prototypen

Zahlreiche Sponsoren unterstützen die Studenten bei der Konstruktion ihres Pods. „Ohne unsere Sponsoren wäre eine Entwicklung in diesem Ausmaße nicht möglich“, sagt Johannes Gutsmiedl, Systemingenieur des Teams. „Um die Energieeffizienz zu gewährleisten, kommen nur Leichtbauwerkstoffe in Betracht. Neben der CFK-Hülle des Pods haben wir durch den Einsatz von Aluminium hier profitieren können. Wir freuen uns, das Unternehmen Gleich Aluminium als Partner gewonnen zu haben, die uns neben dem Material mit Wissen zur Seite stehen.“

Thomas Katlun, Chief Marketing Officer der Gleich Gruppe freut sich, dieses Projekt zu unterstützen: „Wir sind schon über Jahre im Bereich des Sponsoring tätig, so statten wir zum Beispiel zahlreiche Formula Student Teams mit unseren Werkstoffen aus. Dem Team der Warr konnten wir als Aluminium-Experten mit unserem Wissen helfen. Nun heißt es Daumen drücken für den finalen Wettbewerb.“ (kj)

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